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Cochem-Zell

Winter setzt dem Cochem-Zeller Arbeitsmarkt zu

Der Winter sorgt für einen starken Anstieg der lokalen Arbeitslosenzahlen. Ende Januar waren im Kreis Cochem-Zell 1753 Menschen ohne Job, das sind 390 mehr als vor vier Wochen. Mit einem Plus von satten 28,6 Prozent weist Cochem-Zell den höchsten Anstieg unter den rheinland-pfälzischen Landkreisen bei den Arbeitslosenzahlen im Januar auf. Die Arbeitslosenquote klettere um 1,2 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent. Damit liegen die Arbeitsmarktdaten allerdings noch unter denen des Vorjahres. Im Januar 2014 waren noch 50 Menschen mehr ohne Beschäftigung, die Quote betrug damals 5,5 Prozent.

Die Arbeitsagentur meldete für den Kreis Cochem-Zell im Januar mehr Arbeitslose als noch im Dezember.
Die Arbeitsagentur meldete für den Kreis Cochem-Zell im Januar mehr Arbeitslose als noch im Dezember.

Von unserem Mitarbeiter Dieter Junker

Darum sieht Frank Schmidt, der stellvertretende Leiter der Arbeitsagentur für Arbeit Koblenz-Mayen, in dem deutlichen Anstieg keinen Grund zur Sorge. "Zum Jahresende laufen traditionell besonders viele Arbeitsverhältnisse aus, deshalb steigen die Arbeitslosenzahlen im Januar meist deutlich an", sagt er und verweist darauf, dass gerade in den Touristengebieten sich nun auch das Ende des Weihnachtsgeschäfts bemerkbar mache.

Entsprechend verhalten zeigt sich auch der regionale Stellenmarkt. 88 Stellen wurden hier dem Arbeitgeberservice im Januar aus dem Kreis Cochem-Zell gemeldet, im Dezember waren es noch 49 mehr. Doch auch dies sei eine "völlig übliche jahreszeitliche Entwicklung", betont Schmidt. Insgesamt verzeichnet die Agentur derzeit 342 unbesetzte Stellen in der Region. Das sind vier weniger als im Dezember, aber 160 mehr als im Vorjahresmonat.

In der Geschäftsstelle Cochem meldeten sich im Januar 695 Personen neu oder erneut arbeitslos, das sind 41 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten aber auch 306 Personen ihre Arbeitslosigkeit, drei weniger als im Vorjahr.

Saisonal geprägt ist auch die Entwicklung in den beiden Rechtskreisen des Sozialgesetzbuches (SGB), die sich mit Arbeitslosigkeit befassen. So steigen die Zahlen beim SGB III, also jenen Personen, die noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind, deutlicher als bei den sogenannten Hartz-IV-Empfängern. Ende Januar waren im Bereich des SGB II 991 Frauen und Männer aus dem Kreis Cochem-Zell arbeitslos gemeldet, 318 mehr als im Dezember, aber 74 weniger als vor einem Jahr. Im SGB II stieg die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen vier Wochen um 72 auf 762 an. Das sind 24 mehr als zu Beginn des Jahres 2014.

Nach Ansicht der Arbeitsagentur erweist sich der Arbeitsmarkt weiterhin als sehr stabil. "Ob das so bleibt, hängt wohl vor allem von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab, Faktoren, die sich vor Ort kaum beeinflussen lassen", so Frank Schmidt.

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