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Treis-Karden

Treis-Karden: ADD stoppt mehrere Projekte

Thomas Brost

Bleiben jetzt in Treis-Karden wichtige Projekte dauerhaft liegen? Die Aufsichtsbehörde ADD jedenfalls hat den Erwartungen einen herben Dämpfer verpasst, indem sie die Mittel für Investitionsvorhaben gesperrt hat. „Vom Prinzip her hat sie den Haushaltsplan 2017/18 genehmigt, aber Mittel gesperrt“, erläuterte Ortsbürgermeister Philipp Thönnes in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates.

Die Parkplätze in Karden und Treis dürfen zurzeit nicht ausgebaut werden. Foto: Archiv Thomas Brost
Die Parkplätze in Karden und Treis dürfen zurzeit nicht ausgebaut werden.
Foto: Archiv Thomas Brost

Der Hintergrund: Zum fünften Mal in Folge hat die Kommune ihren Haushalt nicht ausgleichen können, dies war der ADD aufgestoßen. Jetzt hat der Rat, wie Thönnes erläuterte, bis zum 31. Januar Zeit, „um Maßnahmen einzuleiten“. Mit anderen Worten: Man muss schauen, wo gespart werden kann.

Betroffen vom Aufschub sind mehrere Projekte, darunter der Bau für kommunale Parkplätze an zwei Plätzen in Karden und am Treiser Bootshaus. Die ADD will offenbar sehen, dass die Gemeinde auf den Parkplätzen auch Gebühren erhebt, der Rat hatte das Thema in der Vergangenheit vertagt. Unter einem Sperrvermerk liegt auch der Antrag für die Neugestaltung des Kardener Friedhofes. Die beantragten Mittel aus dem Investitionsstock sind unter Verschluss.

Wie geht es mit dem Umbau des Spielplatzes weiter? Für eine Neukonzeption verlangt die ADD als Fördermittelgeber einen barrierefreien Zugang. Der Rat kann sich vorstellen, dass der Weg verlängert wird und eine ansteigende Rampe entsteht, die barrierefrei ist. Allerdings würden dadurch zwei Parkplätze wegfallen. Forderung zwei der ADD: Die Schaukel muss einen behindertengerechten Sitz bekommen. Kostenpunkt: 1500 Euro.

Ein anderes Projekt kommt dagegen allmählich ins Rollen: der Ausbau der Forststraße. Der Rat hatte diesen im Juli beschlossen, allerdings dürften die Anrainer über die jüngsten Nachrichten nicht sonderlich glücklich sein. Denn statt einer punktuellen Sanierung droht ein Vollausbau, der unterm Strich rund 700.000 Euro kosten dürfte. Warum? Die Straße ist von der Einmündung zur Landesstraße 202 bis zur Kreuzung „Hinter Abend“ geotechnisch untersucht worden, unter anderem mit Bohrkernen an sechs Stellen. Das Ergebnis trug Hans Senger im Rat vor. Dem Bauingenieur zufolge ist „zwar das Material nicht belastet“. Aber der Aufbau der Straße, der idealerweise 60 Zentimeter dick sein sollte, betrage nur zwischen 26 und 47 Zentimeter. Der Aufbau sei so unzureichend, dass über einen Vollausbau (4000 Quadratmeter Fläche) nachgedacht werden muss.

Die Forststraße gilt als Sammelstraße, in sie münden mehrere Nebenstraßen. Und auch als Zubringer zum Schulzentrum in Treis spielt die 1967 gebaute Straße eine wichtige Rolle. Das könnte bei der Beitragsbemessung zugunsten der Anlieger ins Gewicht fallen. „Das sind neue Erkenntnisse, die wir erst mal verdauen müssen“, sagte Ortsbürgermeister Thönnes. Einstimmig verwies der Rat das Thema in den Bauausschuss. Der soll weitere Informationen an die Hand bekommen, dann wird eine Bürgerversammlung stattfinden.

Von unserem Redaktionsleiter Thomas Brost

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