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Yizhou/Cochem

Partnerstadt Yizhou: Was die Cochemer gerade in China erleben

Als Walter Schmitz am Montagmorgen das Hotel Dongzheng International betritt, ist er schier überwältigt. Was er im Viersternehotel der Stadt Yizhou zu sehen bekommt, ist der Auftritt in bunten Farben gewandeter Frauen, die ihn und 50 Gäste aus Cochem mit traditionellen chinesischen Gesängen willkommen heißen. Das ist der Auftakt zu einer achttägigen Reise ins Reich der Mitte, wo die Cochemer zum ersten Mal ihre Partnerstadt Yizhou besuchen. „Das ist ein fantastischer Empfang“, sagt Stadtbürgermeister Schmitz erfreut.

Foto: Thomas Brost

Am selben Tag wird die junge Freundschaft mit einem weiteren Empfang vertieft. „Wenn Freunde aus Bergen herbeikommen, bringt das Ertrag“, zitierte Hongling Zhai, die Bezirkssekretärin der kommunistischen Partei Chinas, ein Wort des Philosophen Konfuzius. Hongling Zhai stellte die Gemeinsamkeiten von Cochem und der neuen Partnerstadt, die 680.000 Einwohner hat, heraus. Yizhou hat eine mehr als 2100 Jahre alte Geschichte, ist einer der schönsten Touristenorte Südchinas und einer der Dreh- und Angelpunkte für die Zuckerindustrie und die Produktion von Seide. Eingebettet in eine pittoreske Landschaft von kargen Felsen, hofft die Stadt Yizhou, dass es durch die Kooperation mit Cochem zu „einer gemeinsamen Entwicklung im Tourismus kommt“, sagte die Parteifunktionärin. „Es gibt hier viel zu erleben“, betonte danach der Bürgermeister der Metropole, Ning Liang. Er erinnerte an Meilensteine in der Geschichte der Stadt in der südchinesischen Provinz Guangxi. So stammt Liu Sanjie, die Volkssängerin Chinas, aus dieser Region.

„Es ist ein langer Weg für uns gewesen, aber jeder Kilometer hat sich gelohnt“, sagte VG-Bürgermeister Wolfgang Lambertz in seiner Begrüßung. Was für China Konfuzius ist, ist für Cochem Pater Martin, erläuterte Lambertz. Pater Martin sei ein Verfechter der Gastfreundschaft gewesen. Sein Leitspruch: „Man kommt als Fremder, und man geht als Freund“ sei auch das Motto für die neue Partnerschaft. Lambertz ging auf die Geschichte Cochems ein und erinnerte an den Schwerterfund in der Mosel, der namensgebenden für die Kultur der Eisenzeit gewesen ist. Ein Symbol der wirtschaftlichen Prosperität ist die mehr als 1000 Jahre alte Reichsburg, die eine wichtige wirtschaftliche Entwicklung begründet hat. Mit der chinesischen Volksliedkönigin Liu Sanjie sei Mosella zu vergleichen. Diese imaginäre Frauengestalt verkörpere die Mosel – und gleichzeitig Werte wie Geselligkeit, Lebensfreude und Gesundheit. Die Mosel biete ideale Bedingungen zum Weinbau. Wein und Tourismus seien die Säulen der Region, damit habe man einige Gemeinsamkeiten mit der chinesischen Partnerstadt. Lambertz: „Wir freuen uns, diesen Austausch fortzusetzen und möchten voneinander lernen.“ Heute steigt der große Tag für die beiden Tanzgruppen und die Bürgerwehr, denn sie sind das Glanzlicht bei der Eröffnung der Kulturtage Yizhous. Bei einem Begrüßungsabend kamen sich beide Seiten sehr nah, und die Cochemer lernten wichtige Gepflogenheiten und Vokabeln der neuen partnerschaftlichen Beziehung. Eine wichtige heißt: „Ganbei“ – Prosit.

Thomas Brost

Cochem Zell
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