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Eulgem

Neues Buch: Wenn Kinder einen Clown frühstücken

Brigitte Meier

Bücher, die Probleme von Kindern in „nichtjugendamtlicher oder nichtsozialpädagogischer Sprache“ beschreiben, vermisst Barbara Walker aus Eulgem in den Buchhandlungen. Daher hat die 48-jährige Pflegemutter von derzeit drei Jungs begonnen, selbst zu schreiben. Das erste Buch mit dem Titel „Jonathan“, das im vergangenen Jahr erschienen ist, behandelt in zwei Geschichten, wie ein kleiner Junge seine Situation als Pflegekind erlebt und meistert (die RZ berichtete). Jetzt bietet Barbara Walker Kindern, Eltern und Lehrern das Bilderbuch „Tom hat einen Clown gefrühstückt“ an.

Für das Buch „Tom hat einen Clown gefrühstückt“ gemeinsam am Werk: Barbara Walker (links) und Julia Querbach.  Foto: Brigitte Meier
Für das Buch „Tom hat einen Clown gefrühstückt“ gemeinsam am Werk: Barbara Walker (links) und Julia Querbach.
Foto: Brigitte Meier

Diese Geschichte handelt von einem Jungen, der sich mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) herumschlagen muss. Illustriert hat das bunte Bilderbuch Barbara Walkers Cousine Julia Querbach. Als Grundschullehrerin weiß die 31-Jährige, dass sogenannte ADHS-Kinder es nicht leicht haben. Die junge Mutter eines Babys sagte sofort zu, als Barbara Walker ihr die Mitarbeit an dem Bilderbuch anbot: „Das Thema finde ich total spannend, und das Zeichnen ist mein Hobby.“

So entstand die farbig bebilderte Geschichte von Tom, der mehr noch als sein Umfeld darunter leidet, dass er sich nicht konzentrieren kann und manches einfach nicht bei ihm ankommt, dass er herumkaspert, zappelt und nervt und sich daher die anderen Kinder von ihm abwenden. Er kann nicht verstehen, was mit ihm los ist, bis ein Kinderpsychologe ihm erklärt, welches Chaos in seinem Gehirn, das er mit einem Computer vergleicht, herrscht. Schritt für Schritt lernt Tom, wie er die vielen unterschiedlichen Nachrichten, die bei ihm alle gleichzeitig und ungefiltert ankommen, ordnen kann.

Vor allem aber begreift auch die ganze Familie, dass Tom nicht nur der Junge ist, der wegen seiner Clownerien „nichts auf die Reihe kriegt“, sondern dass er vieles sehr gut kann, zum Beispiel mit Legosteinen bauen und singen. Toms Mutter meldet den Jungen im Kinderchor an, wo er in der Gruppe mitsingt und schon bald Freunde findet.

Barbara Walker hat ein Buch über ein sensibles Thema geschrieben, das nicht nur Eltern und Pädagogen, sondern vor allem den von der Reizfilterschwäche betroffenen Kindern Mut macht. Und auch die fröhlich stimmenden Zeichnungen von Julia Querbach helfen Familien und Lehrern dabei, den kleinen Zappelphilipp zu unterstützen.

Das Buch „Tom hat einen Clown gefrühstückt“ ist bei der Autorin, E-Mail barbara02@googlemail.com, sowie in den Buchhandlungen Walgenbach in Kaisersesch und Reuffel in Koblenz erhältlich.

Von unserer Mitarbeiterin Brigitte Meier

Cochem Zell
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