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Hitze: Wie sehr sind Fische in der Mosel gefährdet?

Fischsterben als Folge von Niedrigwasser und Hitze: Im Rekordsommer 2003 war das Phänomen weit verbreitet. Aktuell gibt es erste Fälle im Norden und Osten der Republik. Wie sieht es in der Region zwischen Rhein und Mosel aus?

Auch an der Mosel zeigen sich die Folgen des Niedrigwassers. Kommt noch Sauerstoffmangel dazu, entstehen Blaualgen.  Foto: Reinhard Kallenbach
Auch an der Mosel zeigen sich die Folgen des Niedrigwassers. Kommt noch Sauerstoffmangel dazu, entstehen Blaualgen.
Foto: Reinhard Kallenbach

Zumindest bis Ende des Monats droht am Mittelrhein und an der Mosel keine Gefahr. Unterdessen sinken die Pegelstände weiter. Am Freitag wurden am Pegel Koblenz nur noch 78 Zentimeter gemessen – drei Zentimeter weniger als am Montag. Aktuell hat der Rhein im Abschnitt von Koblenz bis Köln eine Durchschnittstemperatur von 25 Grad – Tendenz steigend. Erfahrungen der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) zeigen, dass Fische in der Regel noch höhere Temperaturen aushalten können – zumindest bis zu 40 Tage lang. „Wir sind am Tag 14 oder 15“, heißt es auf Anfrage bei der BfG. Das bedeutet: Wenn das Wetter so heiß und trocken bleibt, ist noch bis Ende August Spielraum. Dann könnte es eng werden. Der Stoffwechsel der Fische verändert sich, die Tiere werden für Krankheiten anfällig, teilt die BfG weiter mit.

Der Trend gilt nicht nur für den Mittelrhein, sondern auch für die Mosel. Allerdings droht dort, wo die Fließgeschwindigkeit gering ist, eine andere Gefahr: die Bildung von Blaualgen. Diese geben nämlich ein Nervengift ab, das vor allem Wasservögel gefährdet. Behörden, Umweltverbände und ehrenamtliche Helfer haben im Falle der Rheinlache bereits reagiert. Die Vögel wurden abtransportiert und an Plätze in der Nähe der Koblenzer Staustufe gebracht. Dort ist die Fließgeschwindigkeit höher, Blaualgen gibt es dort nicht.

Ein Blick zurück: Laut BfG starben im Hitzesommer 2003 auch im Rhein zahlreiche Aale. Bei den sogenannten Körbchenmuscheln kam es zu einem regelrechten Massensterben. Das lag weniger an den Temperaturen als vielmehr an den geringen Wasserständen, deren Folge das Austrocknen der ufernahen Lebensräume der Muscheln war. Reinhard Kallenbach

Cochem Zell
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