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FDP-Debatte: Liberale wollen Wolf jagen lassen

Die FDP will Wolfsjagd zulassen – das teilt die FDP-Bundestagsabgeordnete aus unserem Wahlkreis, Carina Konrad (Bickenbach), in einer Presseerklärung mit.

Wie soll man sich dem Wolf gegenüber verhalten? Die FDP plädiert für eine Änderung des Jagdgesetzes, um eventuell das Raubtier bejagen zu dürfen. In der Eifel hat es seit mehr als 150 Jahren keinen Wolf mehr gegeben.
Wie soll man sich dem Wolf gegenüber verhalten? Die FDP plädiert für eine Änderung des Jagdgesetzes, um eventuell das Raubtier bejagen zu dürfen. In der Eifel hat es seit mehr als 150 Jahren keinen Wolf mehr gegeben.
Foto: picture alliance / dpa

Die Bundestagsfraktion der Freien Demokraten hat in Berlin einen Antrag eingebracht mit dem Ziel, Wölfe in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. In der Öffentlichkeit hat dies zu einer kontroversen Debatte geführt. Die Abgeordnete Carina Konrad aus dem Hunsrück weist darauf hin, dass die „Ausrottung des Wolfes explizit nicht Ziel des Antrags“ sei. Das Ziel sei vielmehr, „die Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Wolf zu schaffen, und dazu kann in Zukunft auch seine Bejagung gehören“. Darüber hinaus warnt sie vor einer „Emotionalisierung der Debatte“ und fordert mehr Sachlichkeit im Umgang mit dem Thema.

In einigen Regionen Deutschlands sei die Population des Wolfes zum Problem geworden. Fast täglich komme es zu Übergriffen auf Weidetiere. „Das konterkariert das Ziel, aus Tierschutzgründen mehr Tiere auf die Weide zu bringen“, erklärt Konrad, die Obfrau der FDP-Fraktion im Landwirtschaftsausschuss des Bundestages ist. In Niedersachsen beispielsweise kämen die Wölfe den Menschen bereits sehr nahe. „Wenn eine Wildpopulation das Gleichgewicht der Natur gefährdet, muss die Möglichkeit bestehen, sie zu regulieren“, so Konrad weiter. Aus diesem Grund wolle ihre Fraktion den streng geschützten Wolf als „jagdbare Tierart“ in das Bundesjagdgesetz aufnehmen.

Fast 400.000 Jäger pflegen in Deutschland Wald, Wild und Natur. Die Freien Demokraten möchten nun auf deren Ortskenntnis im jeweiligen Jagdgebiet zurückgreifen. Ganz im Sinne einer gesunden Artenvielfalt sei die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland „nichts Schlimmes“, betont Konrad. Panikmache sei in dem Zusammenhang fehl am Platz. Grenzenloses „Willkommenheißen“ allerdings ebenso.

Die Politik müsse jedoch der berechtigten Sorge der Bevölkerung und der Nutztierhalter Rechnung tragen und zunächst „einheitliche Standards für ein bundesweites Wolfsmanagement“ schaffen, wie es im Antrag heißt. Außerdem seien Gelder sowohl für die Schadensprävention als auch für Wolfsgeschädigte bereitzustellen. „Jäger dürfen nicht mit Kosten belastet werden, die durch die Wiederansiedlung des Wolfes durch grüne Politiker entstehen“, fordert MdB Konrad.

Cochem Zell
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