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Klotten/Bruttig

30 Jahre Leiterin einer Kita: Vieles hat sich grundlegend geändert

Schon als Kind hat sich Christa Lenz-Steffens gern um andere gekümmert. Diese Leidenschaft wurde zum Beruf. Nach 40 Jahren „im Dienst“ geht die Erzieherin aus Bruttig jetzt in die Freistellungsphase der Altersteilzeit. Mehr als 30 Jahre war Christa Lenz-Steffens Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Maximin in Klotten. Am heutigen Freitag wird die beliebte Erzieherin verabschiedet.

Nach mehr als 40 Jahren verabschiedet sich die Kita-Leiterin Christa Lenz-Steffens aus dem Berufsleben. In ihrer Freizeit will sie aber auch weiterhin als Sprachförderkraft für Kinder da sein.  Foto: Ulrike Platten-Wirtz
Nach mehr als 40 Jahren verabschiedet sich die Kita-Leiterin Christa Lenz-Steffens aus dem Berufsleben. In ihrer Freizeit will sie aber auch weiterhin als Sprachförderkraft für Kinder da sein.
Foto: Ulrike Platten-Wirtz

„Ich bin so aufgeregt wie ein Kind an Weihnachten“, gesteht die 61-Jährige. Die Arbeit wird ihr fehlen, deshalb will Lenz-Steffens noch nicht ganz loslassen. „Ich kann mir gut vorstellen, als Sprachförderkraft weiterhin für Kinder da zu sein“, sagt sie. Die Sprachförderung gehörte neben gesunder Ernährung sowie der Unterstützung der Individualität der Kinder zu den pädagogischen Schwerpunkten, die für die Arbeit der Erzieherin wichtig waren.

Die Kindergartenlandschaft hat sich in den vergangenen 40 Jahren stark verändert. „Die Herausforderungen für die Mitarbeiter sind größer geworden“, sagt Lenz-Steffens. Während früher eher gewachsene dörfliche Strukturen vorherrschten, gibt es heute eine bunte Vielfalt, beispielsweise in Sachen Migration und Religion. Auch das soziale Gefüge hat sich verändert. Im Kindergarten sind nicht mehr nur alteingesessene Kinder aus dem Dorf, sondern auch Zugezogene, die oft nach kurzer Zeit wieder wegziehen. Neu ist auch das Angebot der Ganztagsbetreuung mit Mittagessen und anschließendem Schläfchen für die Kleinen.

Wo früher anderthalb Kräfte für die Betreuung einer festen Gruppe vorgesehen waren, entstanden später offene Gruppen mit Ruhe- und Bewegungsräumen, dies machte Umbaumaßnahmen erforderlich. Als Nestgruppen für unter Einjährige dazukamen, änderte sich wieder alles. In Klotten herrschte Platzmangel. Glücklicherweise verzichtete die Freiwillige Feuerwehr zugunsten der Kita auf einen Raum. Darüber sind die Mitarbeiter heute noch sehr froh. „Es gab viel umzuorganisieren, aber so, wie es jetzt ist, wird es gut angenommen“, sagt Lenz-Steffens.

Die Erzieherin hat sich ständig fort- und weiterbilden müssen, um auf dem neuesten pädagogischen Stand zu bleiben. Heute ist es beispielsweise gang und gäbe, Eltern in Erziehungsfragen zu beraten. Christa Lenz-Steffens hat ihren Beruf immer mit immer mit Herzblut ausgeübt. Deshalb fällt ihr der Abschied von den Kindern besonders schwer. „Da kommen einem viele Glücksmomente in den Sinn: ein selbst gemaltes Bild oder ein Händedruck“, sagt sie. Gut 40 Kinder besuchen derzeit die Kita in Klotten. Betreut werden die unter Ein- bis Sechsjährigen von neun Mitarbeitern.

Zur Verabschiedung der Kita-Leitung wird es heute um 14 Uhr eine Abschiedsfeier mit Gottesdienst im Klottener Bürgersaal geben. In dem Trubel bleibt sicher nicht viel Zeit für persönliche Gespräche. Deshalb will sich die scheidende Leitern später von den Kindern gesondert verabschieden.

Was die „Frühpensionärin“ mit ihrer neu gewonnen Freizeit anfangen wird, weiß sie aber schon. „Ich werde mich im Vorstand vom VdK-Ortsverband engagieren“, sagt sie. Außerdem freut sich die 61-Jährige über mehr Zeit für ihre beiden Enkel und auf ausgedehnte Wanderungen durch die Weinberge entlang der schönen Mosel.

Von unserer Mitarbeiterin Ulrike Platten-Wirtz

Cochem Zell
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