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Blankenrath

25 Jahre Pusteblume: Wo jeder Tag gleich und doch ganz anders ist

Annika Könntgen

Kinderlieder, Spiele und vor allem das Lachen der Kinder: Das gehört für Juliane Rosenbaum und Heike Lenz zum Alltag dazu. Die Erzieherinnen betreuen seit 25 Jahren die Kinder des Kindergartens Pusteblume in Blankenrath – also seit seiner Eröffnung. Sie haben damals geholfen, Einrichtung und Spielsachen auszusuchen. Am Samstag feiern sie das 25-jährige Bestehen des Kindergartens. Was hat sich im Laufe der Jahre verändert? Und auf welche schönen Momente blicken die Erzieherinnen zurück?

Die Erzieherinnen (von links) Juliane Rosenbaum, Ingrid Liesenfeld, Katja Simonis und Heike Lenz betreuen bereits seit 25 Jahren die Kinder im Kindergarten Pusteblume in Blankenrath. Am Wochenende feiert die Pusteblume Jubiläum.  Foto: Annika Könntgen
Die Erzieherinnen (von links) Juliane Rosenbaum, Ingrid Liesenfeld, Katja Simonis und Heike Lenz betreuen bereits seit 25 Jahren die Kinder im Kindergarten Pusteblume in Blankenrath. Am Wochenende feiert die Pusteblume Jubiläum.
Foto: Annika Könntgen

„Ich kam direkt nach der Ausbildung hierher. Für mich war es eine Herausforderung, aber auch etwas ganz Besonderes, hier alles von Anfang an mit aufzubauen“, erzählt Heike Lenz. Insgesamt vier Erzieherinnen, die bereits vom ersten Tag an im Kindergarten Pusteblume tätig waren, arbeiten auch heute noch dort. In der Zwischenzeit hat sich viel verändert. Nicht immer war das einfach.

Seit 2009 nimmt die Pusteblume auch schon Zweijährige auf, davor lag die Altersgrenze bei drei Jahren. „Die Jüngeren brauchen viel mehr Zeit und Zuwendung. Sie sind viel schneller verunsichert und brauchen feste Rituale“, erklärt Lenz. Ein geregelter Tagesablauf sei deshalb besonders wichtig. „Manche können in dem Alter auch noch gar nicht richtig sprechen“, fügt Juliane Rosenbaum hinzu.

Trotzdem bringen die Kleinen auch neue, besonders schöne Momente mit sich. „Der Wechsel in die ,große' Gruppe ist immer ein Highlight für die Kinder, aber auch für uns“, sagt Rosenbaum. Die Kinder seien dann stolz, dass sie jetzt auch zu „den Großen“ gehören. Der Übergang muss natürlich gebührend gefeiert werden. Im Stuhlkreis darf sich das entsprechende Kind ein Lied oder ein Spiel wünschen. Anschließend wird es von seiner neuen Gruppe abgeholt.

Auch die Ganztagsbetreuung, die der Kindergarten seit 2010 anbietet, stellte zunächst eine neue Herausforderung für die Erzieherinnen dar. Heike Lenz erinnert sich: „Da wusste man am Anfang gar nicht, was auf einen zukommt.“ Jemand für die Küche musste her, und auch eine Schlafmöglichkeit für die Kinder musste geschaffen werden.

„Wenn ich zurückblicke, war es früher leichter“, erzählt Juliane Rosenbaum. Trotzdem: Die Erzieherinnen arbeiten allesamt nach wie vor gerne. „Eigentlich ist jeder Tag gleich und doch irgendwie ganz anders“, sagt Rosenbaum. Heike Lenz fügt hinzu: „Es sind die Kleinigkeiten, die es ausmachen, und die Unbedarftheit der Kinder.“

Besonders in Erinnerung geblieben sind vor allem Projekte und Ausflüge. „Wir haben mal mit einer Gruppe alle Kinder zu Hause besucht. Die Eltern haben sich viel Mühe gegeben, um uns dann auch das Dorf zu zeigen“, erzählt Lenz. Immerhin hat der Kindergarten mit zehn Dörfern ein recht großes Einzugsgebiet. Auch die Abschlussfahrten der sogenannten „Wackelzähne“, der Kinder, die in die Schule kommen, seien immer ein Highlight. „Beim Grillen kommt dann auch die Familie zusammen. Das ist immer schön.“ Dadurch, dass man schon so lange dabei sei, sei ohnehin alles sehr familiär und der Kindergarten sei fast wie ein zweites Zuhause – nicht nur für die Kinder. „Wir betreuen mittlerweile auch in der zweiten Generation. Wer damals hier im Kindergarten war, bringt teilweise schon seine eigenen Kinder her. Das ist auch was ganz Besonderes.“

Am Samstag, 9. Juni, feiert der Kindergarten Pusteblume sein 25-jähriges Bestehen. Ab 12 Uhr stehen Foodtruck und Kaffee und Kuchen bereit. Die Kinder können sich zum Beispiel beim Ponyreiten amüsieren oder bei der Vorstellung eines Ballonkünstlers.

Auch nach 25 Jahren ist aber noch lange nicht Schluss: Das Kinderlachen wird auch noch weiterhin ein fester Bestandteil im Leben von Juliane Rosenbaum und Heike Lenz bleiben.

Von unserer Mitarbeiterin Annika Könntgen

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