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Andernach/Region

Unfälle fordern mehr Todesopfer

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in ganz Rheinland-Pfalz um knapp 5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Getöteten und Verletzten ist auf Landesebene allerdings rückläufig. Im Bereich der Polizeiinspektion Andernach sieht die Situation anders aus, vor allem bei den getöteten Personen. Das geht aus der aktuellen Verkehrsunfallstatistik hervor.

Andernach/Region – Die Zahl der Verkehrsunfälle ist in ganz Rheinland-Pfalz um knapp 5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Getöteten und Verletzten ist auf Landesebene allerdings rückläufig. Im Bereich der Polizeiinspektion Andernach sieht die Situation anders aus, vor allem bei den getöteten Personen. Das geht aus der aktuellen Verkehrsunfallstatistik hervor.


Kaum weniger Unfälle, deutlich weniger Verletzte, aber deutlich mehr Todesopfer im Straßenverkehr: Das ist die Bilanz der Polizeiinspektion (PI) Andernach (zuständig für die Stadt Andernach und die Verbandsgemeinde Pellenz sowie Weißenthurm) für das Jahr 2010, die von Polizeikommissar Marc Klüppelberg vorgestellt wurde.
Zahl der Unfälle: Im Jahr 2010 ereigneten sich im PI-Bereich 2365 Unfälle, elf weniger als 2009 und fünf weniger als 2008.
Tödliche Unfälle: 2010 wurden sechs Menschen bei fünf Unfällen getötet. In den Jahren 2007 bis 2009 kam jeweils ein Mensch ums Leben. Im Jahr 2006 starben fünf Menschen bei fünf Unfällen. Für diese Steigerung gibt es laut Klüppelberg keine verkehrstechnischen Gründe wie beispielsweise besondere Gefahrenpunkte. Allein vier Menschen starben bei sogenannten Alleinunfällen, weil sie mit ihren Fahrzeugen von der Straße abkamen. Teilweise waren wohl gesundheitliche Aspekte die Gründe für die Unfälle.
Schwerverletzte: Bei 41 Unfällen wurden 2010 insgesamt 45 Menschen schwer verletzt. Ein Jahr zuvor waren es 52 Unfälle mit 56 Schwerverletzten. Das bedeutet einen Rückgang von 21,15 Prozent, nachdem die Zahl im Vergleich 2008 zu 2009 um 18,2 Prozent gestiegen war.
Leichtverletzte: 302 Personen wurden 2010 bei 227 Unfällen leicht verletzt. Ein Jahr zuvor waren es 318 Leichtverletzte bei 229 Unfällen. Im Jahr 2008 zählte die Polizei 331 Leichtverletzte bei 252 Unfällen.
Verletzte Kinder: 31 Kinder wurden bei Unfällen verletzt, sieben weniger als 2009. Am häufigsten verunglückten Kinder als Mitfahrer und Fußgänger.
Junge Fahrer/Jugendliche: 63 (Vorjahr 66) junge Menschen im Alter von 18 bis 24 Jahren wurden 2010 bei Unfällen verletzt. Die meisten waren als Autofahrer unterwegs. Insgesamt war diese Personengruppe an 518 (482 im Jahr 2009) Unfällen beteiligt.
Unfallursachen: Gut 20 Prozent (im Jahr 2009 23,5 Prozent) aller Unfälle haben falsches Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren als Ursache. Zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand zum Vordermann bleiben aber Ursache Nummer 1 für schwere Verkehrsunfälle. Zwei Menschen starben im vergangenen Jahr wegen zu hoher Geschwindigkeit. 293 Unfälle (287 im Jahr 2009) sind auf Raserei und 762 (657 im Jahr 2009) auf zu geringen Abstand zurückzuführen. Alkohol war im Jahr 2010 bei 47 Fällen (50 im Jahr 2009) die Unfallursache. Fast die Hälfte aller erwischten Alkoholsünder wies einen Wert über 1,6 Promille auf, ähnlich wie im Jahr zuvor.
Unfallflucht: 491 (2009: 493) Fälle von Unfallflucht registrierte die Polizei, wovon 198 (2009: 213) aufgeklärt werden konnten.
Verkehrskontrollen: Bei unter anderem 70 Geschwindigkeits- und 69 Schulwegkontrollen wurden insgesamt 594 Straf- und 388 Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstellt sowie 1975 Verwarnungen ausgesprochen und 1231 Mängelberichte ausgestellt.

Christoph Maurer

Mayen-Andernach
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