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Andernach

Stadt Andernach verkauft Weissheimer-Gelände: Neubebauung soll bis 2021 stehen

Martina Koch

Seit dem Abriss der Weissheimer-Silotürme im Jahr 2008 suchte die Stadt Andernach nach einer Möglichkeit, das 4850 Quadratmeter große Areal ganz in der Nähe der Rheinpromenade zu vermarkten. Dieser Prozess darf seit der jüngsten Stadtratssitzung als erfolgreich abgeschlossen gelten.

Noch wuchert auf dem ehemaligen Weissheimer-Gelände zwischen Konrad-Adenauer-Allee und Kirchstraße eine wilde Wiese. Doch das wird sich bald ändern: Bis Ende 2021 entsteht dort ein Gebäudekomplex, der Platz für Mietwohnungen, Gewerbeflächen und ein Hotel bietet.
Noch wuchert auf dem ehemaligen Weissheimer-Gelände zwischen Konrad-Adenauer-Allee und Kirchstraße eine wilde Wiese. Doch das wird sich bald ändern: Bis Ende 2021 entsteht dort ein Gebäudekomplex, der Platz für Mietwohnungen, Gewerbeflächen und ein Hotel bietet.
Foto: Martina Koch

Oberbürgermeister Achim Hütten informierte die Öffentlichkeit darüber, dass die Ratsmitglieder in nicht-öffentlicher Sitzung bei einer Gegenstimme dafür gestimmt hatten, das ehemalige Weissheimer-Gelände an die Anne-Ehl-Stiftung zu verkaufen. „Das ist ein historischer Beschluss“, freute sich OB Hütten. Neben dem Kaufvertrag hat die Stadt Andernach mit der Anne-Ehl-Stiftung einen städtebaulichen Vertrag samt Bauverpflichtung abgeschlossen. Demnach muss der von der Stiftung geplante Gebäudekomplex bis zum 31. Dezember 2021 fertiggestellt sein.

Der Urbarer Unternehmer Bernhard Ehl wird mit der von ihm gegründeten Anne-Ehl-Stiftung auf dem auch als Römer-Areal bekannten Grundstück einen gemischt genutzten Neubau errichten (die RZ berichtete). Im Untergeschoss entstehen Gewerbeflächen, die junge Start-up-Unternehmer aus den Hochschulstandorten der Region anmieten können, darüber finden ein Hotel mit mindestens 40 Zimmern sowie zwei Wohntürme mit 26 Mietwohnungen Platz.

Konzept überzeugt den Rat

Die Ratsmitglieder drückten fast geschlossen ihre Begeisterung für das Konzept der Anne-Ehl-Stiftung aus, die an dem Standort 15 Millionen Euro investieren wird: „Das Vorhaben kann sich für unsere Stadt als ähnlich richtungsweisen auswirken wie der Beginn der Altstadtsanierung im südlichen Teil der Altstadt“, erklärte Hans-Georg Hansen für die CDU-Fraktion. „Wir stellen die Weichen für eine komplett neue Entwicklung“, pflichtete Jens Groh (SPD) bei. Beide begrüßten insbesondere die Möglichkeit, durch die zusätzlichen Hotelbetten den Tourismus in Andernach weiter anzukurbeln.

Auch die architektonische Ausgestaltung der Pläne fand die Zustimmung der Ratsmitglieder: „Das hat eine Originalität, wie wir sie an der Rheinfront sonst nicht finden“, sagte Grünen-Fraktionschef Christoph Henrichsen. Auch Judith Lehnigk-Emden (FDP) zeigte sich von dem Projekt überzeugt: „Das wird ähnlich toll werden wie unser Geysir-Zentrum.“

Vergleich mit Trump-Tower sorgt für Ärger

Lediglich Jürgen Schartmann (Die Linke) kritisierte die Pläne der Anne-Ehl-Stiftung und stimmte gegen den Verlauf des Grundstücks: „Der Bau ist für mich ein kleiner Trump-Tower in Andernach“, erklärte er im Hinblick auf das Vermögen des Stiftungsgründers – eine Kritik, die von den übrigen Ratsmitgliedern entschieden zurückgewiesen wurde. „Was Sie da sagen, geht an der Realität vorbei. Die Stiftung ist uns in den Beratungen extrem entgegengekommen“, machte Hartmut Dressel (FWG) seinem Ärger Luft.

So hatte sich die Anne-Ehl-Stiftung etwa bereit erklärt, die zur Kirchstraße hin gelegene Fassade des Gebäudekomplexes um fünf Meter zurückzusetzen, um eine Gebäudeschlucht zur gegenüberliegenden Bebauung hin zu vermeiden. Die maximale Gebäudehöhe orientiert sich des weiteren an den umliegenden Gebäuden. Die Außenflächen des Komplexes werden für die Öffentlichkeit zugänglich sein, so dass der zwischen Hoch- und Kirchstraße geplante Römergarten problemlos von Spaziergängern, die von der Rheinpromenade aus kommen, erreicht werden kann. „Das Konzept hat uns alle begeistert. Das ist eine große Chance für die Stadt Andernach“, schloss OB Hütten die Aussprache.

Von unserer Redakteurin Martina Koch
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