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Maifeld

Raumordnungsplan: Ochtendung wird Grundzentrum

Um sich an aktuelle Bedürfnisse und an das Landesentwicklungsprogramm anzupassen, wird der Raumordnungsplan für die Region Mittelrhein-Westerwald derzeit fortgeschrieben und neu aufgestellt. Für das Maifeld sind dort im Wesentlichen drei große Änderungen vorgesehen.

Von unserer Redakteurin Anne Fuhrmann

Wo ist Platz für Biotope, für die Landwirtschaft, für die Gewinnung von Rohstoffen? Welche Voraussetzungen für die künftige Entwicklung gibt es in einer Region? Festlegungen unterschiedlicher Art macht der regionale Raumordnungsplan. Um sich an aktuelle Bedürfnisse und an das Landesentwicklungsprogramm anzupassen, wird der für die Region Mittelrhein-Westerwald derzeit fortgeschrieben und neu aufgestellt. Für das Maifeld sind dort im Wesentlichen drei große Änderungen vorgesehen. Davon hat der Verbandsgemeinderat nun Kenntnis genommen.

Zentrale Orte: Im Plan werden Grundzentren ausgewiesen, denen eine besondere Funktion zugeteilt wird. Dort sollen sich "Einrichtungen der überörtlichen Grundversorgung" konzentrieren. Dabei geht es um Güter und Dienstleistungen aus dem Nahbereich. Bislang waren nur Münstermaifeld und Polch als solche Grundzentren gekennzeichnet. Künftig wird auch Ochtendung diese Rolle zugedacht. Damit wird eine Forderung umgesetzt, die es schon seit Jahren gibt. Mehrfach hatte die Gemeinde darauf verwiesen, dass sie dieses Prädikat ebenfalls verdient. Zudem wird Münstermaifeld zusätzlich die Funktion "Erholung" zugewiesen.

Windkraft: Vorranggebiete für Windenergie weist der Raumordnungsplan nicht aus. Allerdings werden Ausschlussbereiche definiert. In der Verbandsgemeinde (VG) Maifeld betrifft das die Flächen nördlich der Autobahn 48. Sie werden als schützenswerte Kulturlandschaft betrachtet. Außerhalb dieses Bereichs dürfen Standorte für die Windenergie geplant werden. Deshalb kann das laufende Verfahren für einen gemeinsamen Flächennutzungsplan Windenergie mit der Verbandsgemeinde Weißenthurm weitergeführt werden.

Neubaugebiete: Auch die weitere Entwicklung im Wohnbau wird begrenzt. Neuerdings wird es sogenannte Schwellenwerte geben, die für das Ausweisen neuer Baugebiete gelten. Sie richten sich nach der Entwicklung der Bevölkerungszahlen und bestehenden Flächenreserven. Für die VG Maifeld wird ein Bruttoflächenbedarf von 47,6 Hektar bis 2030 gesehen. Allerdings sind schon 138,8 Hektar ausgewiesen, also deutlich zu viel. Unklar ist derzeit noch, ob einige Flächen daher wieder zurückgenommen werden müssen und somit nicht als neues Bauland realisiert werden können.

Weitere Infos zum regionalen Raumordnungsplan gibt es unter www.mittelrhein-westerwald.de

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