40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Mayen/Andernach
  • » Münstermaifeld: Schädling auf Burg Bischofstein erfolgreich bekämpft
  • Aus unserem Archiv
    Münstermaifeld

    Münstermaifeld: Schädling auf Burg Bischofstein erfolgreich bekämpft

    Der Hausbock ist vernichtet und damit die Zukunft von Burg Bischofstein gesichert.

    Nach der erfolgreichen Sanierung von Burg Bischofstein erwarten die unterstützenden Gemeinden Münstermaifeld, Hatzenport und Burgen eine Öffnung der Burganlage - insbesondere der Kapelle und des Bergfrieds - für Touristen und Wanderer.
    Nach der erfolgreichen Sanierung von Burg Bischofstein erwarten die unterstützenden Gemeinden Münstermaifeld, Hatzenport und Burgen eine Öffnung der Burganlage - insbesondere der Kapelle und des Bergfrieds - für Touristen und Wanderer.
    Foto: Heinz Israel

     Das meldet der Ehemaligenverein des Fichte-Gymnasiums Krefeld und ruft seine Mitglieder zur Mithilfe auf, um die als Schullandheim genutzten Räume der Burg auf Münstermaifelder Gemarkung für den nächsten Aufenthalt der Gymnasiasten vorzubereiten. Eine aufwendige Verhüllung war die Voraussetzung für die Thermobehandlung der hölzernen, vom Fraß der Schädlinge bedrohten Bauteile. Sie ist nun weitgehend beseitigt. Geblieben sind noch einige Gerüste, die für Restarbeiten genutzt werden, so von Dachdeckern für das Wiederherstellen von Verschieferungen.

    Wie die RZ berichtete, hatte der Schädlingsbefall den Erhalt der Burganlage bedroht. Beispielhaft verlief die gemeinsame Rettungsaktion, an deren Finanzierung sich neben den Fördervereinen des Fichte-Gymnasiums auch die Gemeinden Münstermaifeld, Hatzenport und Burgen beteiligten. Eine Benefizveranstaltung mit dem Kabarettisten Lars Reichow und die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz halfen ebenfalls mit, die Sanierungskosten von mehr als 430 000 Euro zu stemmen. Auch die Stiftung Denkmalpflege beteiligte sich. Ganz entscheidend für die Finanzierung waren erhebliche Zuschüsse von Land und Bund. Mit deren Zusage ist die Erwartung verbunden, dass Teile der Burg Bischofstein künftig auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der neu gegründete "Förderverein zur Erhaltung der Burg Bischofstein" hat bis jetzt 45 000 Euro zusammengebracht und zur Sanierung beigesteuert.

    Als äußeres Zeichen der Verbundenheit wird künftig auf dem Bergfried von Burg Bischofstein eine Fahne wehen, auf der die Wappen der vier beteiligten Kommunen zu sehen sind. Dazu gehört neben Münstermaifeld, Hatzenport und Burgen die Stadt Krefeld.

    Albrecht Gietzen, der Ortsbürgermeister von Hatzenport und Geschäftsführer des neuen Fördervereins, sieht in der Öffnung der Burg eine Chance, den Tourismus der Region zu stärken. Ganz wichtige Voraussetzung dafür ist seiner Meinung nach die Realisierung des Moselsteigs, der noch fertig gebaut werden muss. Die Trasse würde unterhalb der Burgmauern verlaufen und auch die Sonnenterrasse erschließen. Dort sollte für Besucher eine kleine Toilettenanlage errichtet werden. Die wertvolle Kapelle könnten die Gäste besichtigen und den Turm besteigen, um von dort die Aussicht auf das Moseltal zu genießen. "Diese beiden Attraktionen gehören zu den Zielen, die wir als beteiligte Gemeinden anstreben", so Gietzen. Ob darüber hinaus noch weitere touristische Impulse, beispielsweise durch eine Bewirtung, gesetzt werden könnten, müsse die Zukunft zeigen. Hierbei sei auch eine Beteiligung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises denkbar.

    Albrecht Gietzen möchte das weitere Vorgehen behutsam ausloten, weil er weiß, dass durch die zusätzlich notwendigen Maßnahmen die ursprünglich veranschlagten Sanierungskosten überschritten wurden. Denn durch die Hitzebehandlung waren Folgeschäden eingetreten - und auch Altar, Chorgestühl und Bänke in der Kapelle waren von den Schädlingen befallen. Die betroffenen Teile wurden zur Behandlung ausgebaut und werden jetzt in einem Thermoraum in Lippstadt behandelt.

    Den Moselanern geht es zunächst darum, den Moselsteig (Teilstück Moselkern-Löf) in diesem Winter fertig zu bauen. Dazu ist noch Grunderwerb erforderlich. Hier sind in der Gemarkung Hatzenport noch 700 Meter in teilweise recht schwierigem Gelände anzulegen.

    Gietzen setzt große Hoffnungen in die neue Entwicklung und sieht in dem Moselsteig mit dem Stationenweg, dem Zugang zur Burgkapelle und dem Turm touristische Attraktionen, die verknüpft werden sollten. Von der Gemeinde Burgen aus könnten Touristen per Wassertaxi, gesteuert von Hubert Hähnel, rasch über die Mosel setzen, um zu der Burganlage zu gelangen. Ansprechpartner für die Gemeinden sind die Ortsbürgermeister Richard Uhrmacher in Burgen, Robert Müller in Münstermaifeld und Albrecht Gietzen in Hatzenport. Auf der Burganlage selbst ist das Verwalterehepaar Michael und Andrea Rimke verantwortlich.

    Heinz Israel

    Mayen-Andernach
    Meistgelesene Artikel
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    Anzeige
    Mayen: 725 Jahre Stadt
    epaper-startseite
    Regionalwetter
    Dienstag

    10°C - 20°C
    Mittwoch

    10°C - 20°C
    Donnerstag

    13°C - 20°C
    Freitag

    11°C - 16°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Anzeige