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Andernach

Michelsmarkt der Künste in Andernach: Bandbreite bildender Kunst zu sehen

Ob Künstler, Sammler oder Kenner – am Michelsmarkt der Künste in Andernach kommt so schnell niemand vorbei. Bereits seit dem Jahre 1974 wissen Besucher die nach Angaben der Stadt größte Kunstverkaufsausstellung im Norden von Rheinland-Pfalz zu schätzen. Der jährlichen Ausstellung eilt ein hervorragender Ruf voraus. Seit der offiziellen Eröffnung am Samstag ist im Historischen Rathaus ein hochkarätiger Querschnitt durch die unterschiedlichen Genres von Studierenden der Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, den Mitgliedern der Kunstakademie Rheinland und der Arbeitsgemeinschaft der Künstlergruppe Pellenz zu sehen.

Alle Jahre wieder treffen sich Kunstinteressierte beim Michelsmarkt der Künste im Historischen Rathaus, um sich die Arbeiten der ausstellenden Künstler anzusehen und so wie auf dem Foto mit Fred Schäfer-Schällhammer ins Gespräch zu kommen.  Foto: Elvira Bell
Alle Jahre wieder treffen sich Kunstinteressierte beim Michelsmarkt der Künste im Historischen Rathaus, um sich die Arbeiten der ausstellenden Künstler anzusehen und so wie auf dem Foto mit Fred Schäfer-Schällhammer ins Gespräch zu kommen.
Foto: Elvira Bell

Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

Die Schau mit rund 80 Exponaten, die 32 Künstlern in verschiedenen Techniken geschaffen haben, spiegelt die vielfältigen und spannenden Ausdrucksmöglichkeiten in der bildenden Kunst wider. Unübersehbar ist das große Gemälde "Aurignacien" von Fred Schäfer-Schällhammer, dem Gründer der Künstlergruppe Pellenz und Mitbegründer der Kunstakademie Rheinland. Auf seinem Bild sind archäologische Funde dargestellt. Mit dem Werk schafft Schäfer-Schällhammer eine Verbindung zur Bäckerjungenstadt. "Andernach war der erste Ort in der Kunstgeschichte der Welt, wo Tafelbilder hergestellt wurden. Die Motive wurde auf Schiefer geritzt", erzählt er.

Nicht nur Gemälde, sondern auch Skulpturen fallen dem Betrachter auf Anhieb ins Auge. Sehenswert sind eine bronzene Kaulquappe, die der vor einigen Jahren verstorbenen Obermendiger Künstler Dieter Heuft geschaffen hat, von Heinz Bergrath aus Düren aus gekantetem Cortenstahl hergestellte Objekte sowie eine, von dem ehemaligen Bundestagsabgeordneten Hans Wallow aus Stahl kreierte, große Kleopatra. Interessant sind auch die Landschaftsmotive von Bettina Tita Czerlitzki. Die gebürtig aus Berlin stammende Künstlerin hat die rauschende Nette sowie einen Blick vom Lydiaturm bei Wassenach auf Leinwand gebannt. Maria Krämer-Ferreira aus Mayen setzt auch auf die Heimat und hat Schloss Bürresheim in Acryl in Szene gesetzt.

Bei der Schau handelt es sich nicht um eine Ausstellung im eigentlichen Sinne, sondern um den größten Kunstmarkt im Rheinland, erklärt Schäfer-Schällhammer. Besonders freut den 75-Jährigen, dass die Veranstaltung dieses Jahr unter der Schirmherrschaft von Landeskulturminister Konrad Wolf steht. Das wirkte sich auch auf den Start aus: "Durch den Besuch von Professor Wolf ist es uns gelungen, bei der Ausstellungseröffnung überdurchschnittlich viele Besucher begrüßen zu können", sagt Schäfer-Schällhammer.

Im Anschluss daran wurde die neu gestaltete Bukowski-Ecke in der Stadtbücherei ihrer Bestimmung übergeben. Die seit 1997 bestehende Dauerausstellung soll an den 1920 in Andernach geborenen US-amerikanischen Schriftsteller Charles Bukowski erinnern und die Neugier der Besucher auf seine Werke wecken. Die Künstlerin Doris Büma hat nach Angaben der Stadt die Ecke mit Zitaten, biografischen Anmerkungen sowie einer Zeichnung aufgewertet. Die Bücherei hat viele Werke des Autors neu erworben, darunter auch einige in der Originalsprache Englisch.

Der Michelsmarkt der Künste hat bis Montag, 3. Oktober, werktags von 10 bis 18 Uhr und samstags, sonntags, feiertags von 11 bis 18 Uhr seine Pforten geöffnet.

Andernacher Künstlergruppe „Regenbogen 94“ stellt im Kreuzgang der Christuskirche aus¶

Seit 1994 präsentiert die Andernacher Künstlergruppe „Regenbogen 94“ an den Michelsmarkttagen im Kreuzgang sowie im Gemeindesaal der evangelischen Christuskirche Malereien, Keramiken und Skulpturen. Bereits im Mai hatten die Künstler im Historischen Rathaus ihre Werke gezeigt. (Die RZ berichtete). Dort hatte sich Stefan Kibellus aus Plaidt so angeregt mit den Mitgliedern unterhalten, dass er dieses Mal als Gastaussteller dabei war.

„Stefan Kibellus wird festes Mitglied bei uns“, erklärte Marliese Rotzler-Kaufmann, ehemalige Sprecherin der Künstlergruppe. Eines seiner im Gemeindesaal sofort ins Auge fallenden Werke symbolisiert seinen neuen Weg. Mit „Aufbruch“ hat der 36-jährige ausgebildete Maler und Arbeitstherapeut eines seiner farbenfrohen Werke in Acryl und Permanentmarker überschrieben, auf dem die Erde als Symbol für das World Wide Web zu sehen ist. Bisher hatte er nur im Netz seine Bilder präsentiert.

Angetan von der guten Resonanz zeigte sich Rotzler-Kaufmann. Die Künstlerin stellte stimmvolle Bilder mit Motiven von Sylt in Aquarell, aber auch die untergehende Sonne, Sonnenblumen sowie Ansichten aus der Toscana in Acryl/Spachteltechnik aus. Zu sehen sind auch Bilder der Kita-Kinder der evangelischen Kindergärten. An den Ausstellungstagen bis einschließlich Mittwoch, 28. September, werden selbst gestaltete Karten für die Dachsanierung verkauft. ef

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