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    Mayen

    Mayener tauchten in römisches Leben ein

    Die originalgetreue Nachbildung einer Ballista, einer Bolzenschussanlage aus dem Jahr 120 nach Christus, war eine der Attraktionen beim Römerfest in Mayen. Dort präsentierte die römische Legio XXII Primigenia aus Bitburg auf dem Grubenfeld das zivile und militärische Leben der Römerzeit.

    Die Ballista in Aktion - die Bolzenschussanlage war eine der Attraktionen des Römerfestes.
    Die Ballista in Aktion - die Bolzenschussanlage war eine der Attraktionen des Römerfestes.
    Foto: Katrin Weber

    Von unserer Mitarbeiterin Katrin Weber

    Von Waffen über Duftsalben, Lederschuhen bis zu Münzen - für jeden war etwas dabei.

    "Die Ballista wurde eigentlich von den Griechen erfunden. Die Römer haben sie nachgemacht und verbessert", erklärte Soldat Titus Flavius Erinaceus. Rund 50 dieser Schussanlagen, die es in verschiedenen Größen gab, hatte eine Legion (militärische Einheit): "Bei zehn Schuss pro Minute regneten allerhand Bolzen auf die Gegner nieder. Und diese konnten sich nicht dagegen wehren", weiß der Fachmann. Oft haben die Gegner auch etwas Mystisches darin gesehen, denn für sie war es unheimlich quasi aus dem Himmel angegriffen zu werden.

    Die Ballista in Aktion - auch das konnten die Besucher erleben, wobei das Gelände während der Vorführung durch Absperrband abgegrenzt war. Schließlich hat die Wurfmaschine eine enorme Reichweite. Auch Rüstungen in allen Ausführungen gab es zu bestaunen. Das Tragen der 24 Kilogramm schweren Ausrüstung war bei den warmen Temperaturen eine Herausforderung, die auch zeigt, wie körperlich fit die Römer damals gewesen sein müssen. Thomas Karle, "Geminus" genannt, präsentierte den Besuchern gerne seine prächtige Aufmachung: "Die Herstellung war schwierig und eine große Handwerkskunst", erläutert er. Aber immerhin, man fühle sich in ihr sicher, meinte er lachend.

    Der "Leder-Peter" zeigte derweil das römische Schuhwerk, das damals eine echte Kostbarkeit war und sich längst nicht jeder leisten konnte: "Es gab nur wenige Rinder und somit wenig Leder. Die Legionäre mussten sich daher auch die Schuhe selber kaufen, sie waren nicht Teil der Ausrüstung", berichtet er.

    Wie die dazugehörenden Pfeilspitzen aus Bronze gegossen, oder aus Geweihen geschnitzt wurden, zeigten Horst Dieter Lange und Nils Müller. Wer allerdings mehr Interesse an der zivilen Lebensweise hatte, konnte sich zum Beispiel ausführlich über die Badegewohnheiten und kosmetischen Behandlungen in der Römerzeit informieren.

    Duftsalben aus Öl und Wachs waren beim täglichen Gang in die Thermen damals sehr wichtig. Mit einem Schaber wurde die Masse im Anschluss vom Körper geschabt, weiß Maria Castka. Die Thermen dienten damals vor allem der Kommunikation, fügt sie an.

    Mit den Zahlungsmitteln der damaligen Zeit beschäftigte sich der Archäologe Thomas Kreckel und zeigte die Prägekunst auch direkt vor Ort: "Die Römer unterschieden ihre Münzen durch Material, Farbe, Gewicht und dargestellte Köpfe", weiß der Fachmann, der unter anderem auch Fundstücke für Museen bestimmt.

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