40.000
Aus unserem Archiv
Mayen

Kloster Helgoland: Hotel statt Seniorenheim?

Wird aus Kloster Helgoland doch keine Senioreneinrichtung? Das teilte zumindest Mayens Oberbürgermeister Wolfgang Treis während der jüngsten Stadtratssitzung mit. „Dieses Vorhaben ist beerdigt, ein Investor steht nicht mehr zur Verfügung“, sagte Treis, der aber zugleich andeutete, dass es eine „neue Idee“ für das Kloster gebe. „Dazu kann ich aber nicht mehr sagen.“

Was wird aus Kloster Helgoland im Nettetal bei Mayen? Den ursprünglichen Plan, die Anlage zu einer Senioreneinrichtung mit Tagespflege umzubauen, hat die Rheinland-Immobilienverwaltungs-AG inzwischen zurückgestellt. Die Arbeiten an einem Gesamtkonzept laufen.  Foto: Andreas Walz
Was wird aus Kloster Helgoland im Nettetal bei Mayen? Den ursprünglichen Plan, die Anlage zu einer Senioreneinrichtung mit Tagespflege umzubauen, hat die Rheinland-Immobilienverwaltungs-AG inzwischen zurückgestellt. Die Arbeiten an einem Gesamtkonzept laufen.
Foto: Andreas Walz

Anders die Rheinland-Immobilienverwaltungs-AG (Rivag), die im Internet derzeit für das Projekt Kloster Helgoland Darlehen von privaten Investoren einsammelt. Auf der Internetseite des Unternehmens ist zwar weiterhin von einem Umbau des Klosters zu einer Senioreneinrichtung und Tagespflege die Rede. Auf RZ-Anfrage teilt Matthias Mengdehl, Generalbevollmächtigter der Rivag, allerdings mit, dass aktuell eine Vielzahl von Nutzungsmöglichkeiten auf Bedarf und Machbarkeit geprüft werden.

Derzeit werde von Fachleuten ein Gesamtkonzept erarbeitet. Aufgrund der Größe und der Lage von Kloster Helgoland und unter Berücksichtigung des sakralen Teils der Anlage sei dies jedoch keine einfache Aufgabe, teilt Mengdehl weiter mit. Er rechnet aber damit, das Konzept spätestens im Frühjahr 2018 vorstellen zu können.

Johannes Führt, der nach eigener Aussage die Rivag bei der Entwicklung des Klosters Helgoland zu einem marktfähigen Objekt unterstützt, verrät weitere Einzelheiten. Mithilfe einer Fachberatung werde geprüft, ob und in welchem Umfange das ehemalige Kloster zu einem Hotel umgewidmet werden kann. Dieser Prozess werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen, da aussagefähiges Zahlenmaterial nur in eingeschränktem Umfang zur Verfügung stehe. Zudem würden konkrete Gespräche über denkbare weitere Nutzungsmöglichkeiten geführt, „über die ich jedoch keine weiteren Angaben machen kann, da wir insoweit mit diesen Interessenten Stillschweigen vereinbart haben“, teilt Führt mit.

Den ursprünglich favorisierten Umbau des Klosters zu einer Pflegeeinrichtung habe die Rivag laut Führt inzwischen zurückgestellt. Zwar sei das Objekt erworben worden, weil eine konkrete Anfrage eines Interessenten vorlag, der dort ein Pflegeheim beziehungsweise Tagespflegeplätze betreiben wollte. Allerdings habe der Interessent die notwendigen Vorarbeiten sehr zögerlich betrieben. Mit einem weiteren potenziellen Betreiber sei es zu einer konkreten Vorvereinbarung gekommen, die aber vor Kurzem aufgegeben wurde.

Führt unterstreicht, dass die Aufgabe der bisherigen Planung keinerlei Einfluss auf den Planungsprozess insgesamt habe. Dieser sei in jeglicher Hinsicht auf einen längeren Zeitraum angelegt. Der Rivag sei von Anfang an bewusst gewesen, dass die Umnutzung des Klosters anspruchsvoll und zeitintensiv werden könnte.

Von unserem Redakteur Hilko Röttgers

Mayen-Andernach
Meistgelesene Artikel
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
Mayen: 725 Jahre Stadt
epaper-startseite
Regionalwetter
Montag

8°C - 20°C
Dienstag

10°C - 20°C
Mittwoch

7°C - 19°C
Donnerstag

4°C - 15°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Anzeige