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    Hobbygärtner stehen in den Startlöchern

    Der Start in den kalendarischen Frühling war vergangenen Sonntag. Doch bereits vor diesem Zeitpunkt blühten die beliebten Frühjahrsblumen wie Schneeglöckchen, Tulpen, Narzissen und Krokusse als leuchtende Farbtupfer in den Gärten auf. Die pflegeleichten Frühjahrsvorboten erfreuen die Hobbygärtner in jedem Jahr aufs Neue. Diese stehen nun quasi in den Startlöchern. Was kann, was sollte jetzt im Garten getan werden? Die RZ hat bei Experten nachgehört.

    Christina Jung vom Blumenhaus Mallmann in Mendig präsentiert eine Fülle von farbenfrohen Frühblühern. Nicht alle Pflanzen sollten jetzt schon im Freien gesetzt werden. Die Nachtfrostgefahr ist noch nicht vorbei. Foto: Elvira Bell
    Christina Jung vom Blumenhaus Mallmann in Mendig präsentiert eine Fülle von farbenfrohen Frühblühern. Nicht alle Pflanzen sollten jetzt schon im Freien gesetzt werden. Die Nachtfrostgefahr ist noch nicht vorbei.
    Foto: Elvira Bell

    Von unserer Mitarbeiterin Elvira Bell

    "Die Zwiebelgewächse wie Muscari, Tulpen oder Narzissen vermehren sich häufig selbstständig, wildern sich aus und blühen so im nächsten Jahr wieder, sofern sie im Winter im Garten eingepflanzt bleiben", erklärt Daniela Mallmann-Gutgesell vom gleichnamigen Fachgeschäft Blumen Mallmann in Mendig. Auch viele Primelarten lassen sich im Garten in geschützter Lage und etwas abgedeckt überwintern.

    Gefahr von Nachtfrost

    Die Sonne hat zwar tagsüber schon jede Menge Kraft, nachts gehen die Temperaturen aber immer noch zurück. Der ein oder andere Hobbygärtner würde gerne schon die klassischen Beet- und Balkonpflanzen wie etwa Geranien oder Fuchsien setzen. "Doch diese sind fast alle kälteempfindlich und würden jetzt noch Schaden nehmen. Deshalb sollten diese erst nach draußen gepflanzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr drohen", rät Mallmann-Gutgesell und fährt fort: "Das ist meist erst im Mai. Bedingt durch die Veränderung des Klimas, verschiebt sich der Pflanztermin auch immer öfter in den April." Allerdings sollten dann die Temperaturen tagsüber im zweistelligen Bereich liegen. "Kühle Temperaturen lösen Wachstumsdepressionen aus. Dies merkt man den Pflanzen durch geringes Wachstum und schlechten Blütenbesatz an, und das fast den ganzen Sommer durch."

    Auch wenn es für viele Pflanzen noch etwas zu früh ist, scharren die Hobbygärtner bereits längst mit den Hufen. Petra Merten-Durben vom gleichnamigen Blumengeschäft Merten empfiehlt vorgezogene Zwiebelgewächse. "Märzenbecher, Maiglöckchen und Tulpen können langsam an den Aufenthalt im Freien gewöhnt und in die Erde gesetzt werden. Ein besonders schönes Bild, an dem sich jeder Blumenliebhaber erfreuen kann, bietet sich, wenn man die Frühlingsblüher mit früh blühenden Polsterstauden kombiniert", sagt die Fachfrau. Je nach Geschmack setzt man farbliche Kontraste oder aber Ton-in-Ton-Pflanzungen, die jetzt im Frühling dann ihren großen Auftritt haben. "Winterharte Stauden, aber auch Margeriten und Rosenstöcke können jetzt Mitte März ebenso wie Gemüse- und Salatpflanzen bereits gesetzt werden", hebt Laura Müller von der Klostergärtnerei Maria Laach hervor. "Allerdings müssen diese, wenn Nachtfröste drohen, unbedingt mit Vlies abgedeckt werden", so die angehende Floristin. Mit Ausnahme des Rosmarins sind alle Kräuter, die im Gewächshaus in Maria Laach gezüchtet wurden, noch zu jung, um in diesen Tagen draußen in die Erde gesetzt zu werden. "Die Triebe sind noch sehr zart", erläutert sie.

    Stauden gepflanzt

    Ganze Arbeit haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs in Mayen bereits vor dem kalendarischen Frühlingsbeginn geleistet. "Wir haben schon vor dem verkaufsoffenen Sonntag am 6. März ganz viele verschiedene Stauden, unter anderem Flammendes Gras und verschiedene Steinkrautgewächse, aber auch Lavendel in der Innenstadt gepflanzt", berichtet Alexander Bader. "In diesem Jahr haben wir zudem viele Tulpen, Narzissen und Traubenhyazinthen ganz tief in die Erde gesetzt." Sein Tipp: Damit es in den Beeten im Frühjahr mit den ersten starken Sonnenstrahlen auch gleich anfängt zu sprießen und zu blühen, sollen die Zwiebelgewächse im Winter draußen bleiben. In diesen Tagen gilt die Aufmerksamkeit der städtischen Mitarbeiter dem Anpflanzen von verschiedenen Sträuchern und Bäumen. "Wir haben zudem in Hausen eine große Wiese angelegt". Und abschließend noch ein Tipp: Wer das Ende der kühlen Temperaturen gar nicht mehr erwarten kann, hat die Möglichkeit, Blumen, Gemüsepflanzen und Kräuter auf der heimischem Fensterbank anzuzüchten und sie bei wärmeren Temperaturen in den Garten oder in die Balkonkästen zu pflanzen.

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