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Mayen

Familienbildungsstätte Mayen zieht Bilanz: Angebote kommen gut an

Katrin Weber

Mit rund 7500 angebotenen Kursstunden und etwa 6500 Teilnehmern ist der Zulauf für die katholische Familienbildungsstätte Mayen (FBS) im Jahr 2017 gleichbleibend hoch geblieben. In den Zahlen sind auch die dezentralen Angebote im Rahmen der Elternschule eingeschlossen, deren Trägerin die FBS in Kooperation mit dem Klinikum Mayen ist. Das Angebot der Einrichtung insgesamt ist breit gefächert und bietet Jung und Alt von Fortbildung über Betreuung und Entspannung bis hin zu Kunst viele Möglichkeiten, Hilfe zu erhalten, Fähigkeiten zu erlernen, oder einfach nur Kontakte zu Mitmenschen aufzubauen.

Das Repair-Café, das im Jahr 2016 erstmals angeboten wurde, hat sich im vergangenen Jahr gut entwickelt. Einmal im Monat stellen ehrenamtliche Helfer dort ihre Unterstützung zur Verfügung.  Foto: Katrin Weber
Das Repair-Café, das im Jahr 2016 erstmals angeboten wurde, hat sich im vergangenen Jahr gut entwickelt. Einmal im Monat stellen ehrenamtliche Helfer dort ihre Unterstützung zur Verfügung.
Foto: Katrin Weber

Besonders gut wurde im vergangenen Jahr das im Frühjahr 2016 installierte Repair-Café angenommen. Zehn Ehrenamtliche bieten einmal im Monat ihre Kompetenzen an, um defekte Altgeräte, die sonst entsorgt werden müssten, wieder zum Laufen zu bringen. Die Leiterin der Familienbildungsstätte, Iris Emmerich, freut sich, dass sich das Programm so gut etabliert hat. „Es konnte sogar mit einem regelmäßigen, monatlichen Angebot noch ausgebaut werden“, berichtet sie.

Neu ins Leben gerufen wurde im Jahr 2017 das Projekt „teilZeit“, das ganz besonders junge Familien im ersten Jahr nach der Geburt des Kindes unterstützten soll. Es richtet sich an Familien, die zum Beispiel durch räumliche Trennung keine Unterstützung durch Angehörige bekommen können. Ehrenamtliche, meist erfahrene Mütter, teilen mit den jungen Müttern und Vätern ihre Zeit, helfen im Alltag und sorgen für Entlastung. Das kann die Betreuung des Babys während eines Arztbesuches der Mutter sein, das Kümmern um Geschwisterkinder oder auch die Unterstützung bei jungen Zwillingseltern.

Ebenfalls gut angelaufen ist der Kochtreff für geflüchtete Frauen in Zusammenarbeit mit dem Dekanat Mayen-Mendig. Dort treffen sich Frauen, die aus ihrer Heimat flüchten mussten, einmal im Monat und tauschen Rezepte sowie Erlebnisse und Erfahrungen aus.

Eine rückläufige Veränderung war im Bereich der Angebote für Kleinkinder zu verzeichnen. „Das hat gesellschaftliche und politische Gründe“, erklärt Emmerich. Denn die Kinder gehen heute in der Regel ab zwei Jahren in einen Kindergarten. „Der von uns angebotene Vorkindergarten ab zwei Jahren ist damit nicht mehr attraktiv“, bestätigt die FBS-Leiterin.

Ziel der FBS ist es, auch zukünftig nah an den Familien zu bleiben, aber dennoch mehr generationsübergreifende Angebote zu schaffen. „Im Jahr 2018 werden wir daher das Angebot für die Generation ,60 plus‘ ausbauen“, berichtet Iris Emmerich. Die Menschen würden heute älter als früher und seien meist auch fit bis ins hohe Alter. „Der Wunsch, sich nach dem Ausscheiden aus dem Beruf dennoch fortzubilden und aktiv an der Gesellschaft teilzunehmen, ist sehr groß“, sagt Emmerich. Dieser Entwicklung wird die Familienbildungsstätte Mayen deshalb im Jahr 2018 verstärkt nachkommen.

Von unserer Mitarbeiterin Katrin Weber

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