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Kreis MYK

Erneuerbare Energien: Kreis MYK auf Platz acht

Strom aus erneuerbaren Energien – der Landkreis Mayen-Koblenz liegt hier, landesweit gesehen, auf Platz acht und damit im oberen Drittel der rheinland-pfälzischen Landkreise.

Windkraftanlagen bei Alzheim.
Windkraftanlagen bei Alzheim.
Foto: Andreas Walz

Insgesamt 210,5 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien wurden im Jahr 2012 im Kreis ins Leitungsnetz eingespeist. Dieses ganz passable Ergebnis verdankt der Kreis vor allem der Wasserkraft. Allein 90,2 Millionen Kilowattstunden wurden produziert – das allermeiste davon im Kraftwerk der Schleuse Lehmen. Das ist erheblich mehr als im Jahr 2011 – damals führte die Mosel über längere Zeit Niedrigwasser, die Stromausbeute war mit 69,3 Millionen Kilowattstunden entsprechend geringer. An den Nebengewässern von Rhein und Mosel gibt es auch noch einige kleine Wasserkraftanlagen. Laut Kreisverwaltung wird zum Beispiel an der Nette an der Korbsmühle und Flöcksmühle in Ochtendung sowie an der Zährensmühle in Mayen-Hausen Strom produziert, am Elzbach ist an der Geringer Mühle noch eine Anlage in Betrieb. Die Stromproduktion dieser kleinen Anlagen ist im Vergleich zu Moselkraftwerken vernachlässigbar. Noch besser als Mayen-Koblenz schneiden im Segment "Wasserkraft" die Kreise Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Trier-Saarburg und Rhein-Lahn ab.

Die Solarenergie ist der zweitwichtigste Stromlieferant im Landkreis. 54,9 Millionen Kilowattstunden wurden hier im Jahr 2012 erzeugt. Im Vergleich zu 2011 ist das ein deutliches Plus von 20 Millionen Kilowattstunden. Neben neuen Solarzellen auf den Dächern von Häusern und Betrieben dürfte dafür vor allem eine der größten Solarstromanlagen des Landes verantwortlich sein, die Ende 2011 in Polch ans Netz ging. Nur in den Landkreisen Bad Kreuznach, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm und Trier-Saarburg wurde 2012 mehr Solarstrom produziert.

Weit geringer ist der Anteil, den die Windenergie und die Biomasse als Stromlieferanten haben. Windräder gibt es im Landkreis nur in Mayen und den Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig und Vorder-eifel. 32,5 Millionen Kilowattstunden Strom wurden von diesen Windmühlen 2012 produziert. Das sind aber erheblich mehr, als im Jahr 2011, als nur 12,8 Millionen Kilowattstunden anfielen. Dennoch spielt die Windkraft als Stromproduzent im Vergleich zu anderen Landkreisen eine geringe Rolle. So wurden beispielsweise im Landkreis Cochem-Zell 135,6 Millionen und im Rhein-Hunsrück-Kreis 471,6 Millionen Kilowattstunden aus Windkraft gewonnen.

Steigend ist auch der Anteil der Biomasse, der 2012 29,2 Millionen Kilowattstunden ausmachte. Das sind 5,2 Millionen mehr als im Jahr 2011 und bedeutet Platz 9 von 24 Landkreisen. In MYK gibt es insgesamt 16 solcher Anlagen, davon vier in der VG Maifeld, drei in Mayen, je zwei in Andernach, der VG Pellenz und der VG Vordereifel und je eine in den VG Mendig, Untermosel und Weißenthurm.

Im Jahr 2012 wurde in Rheinland-Pfalz insgesamt eine Strommenge von 5,7 Milliarden Kilowattstunden aus erneuerbaren Energien ins Leitungsnetz eingespeist. An der gesamten Einspeisung hatte die Windkraft einen Anteil von 47 Prozent. Auf die Fotovoltaik (1,1 Milliarden Kilowattstunden) entfiel ein Anteil von gut 20 Prozent. Sie liegt damit vor der Wasserkraft, die mit einer Milliarde Kilowattstunden einen Anteil von 18 Prozent erreicht. Die Stromerzeugung aus Biomasse betrug 790 Millionen Kilowattstunden oder 14 Prozent. Im Jahr 2012 wurden außerdem rund 37,7 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energien von den Produzenten selbst verbraucht. atk

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