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    Andernach

    Andernacher Schüler diskutieren mit Hedi Thelen (CDU) und Marc Ruland (SPD)

    Wie können die Parteien mehr junge Menschen für ihre Arbeit begeistern? Über diese Frage diskutierten die Landtagsabgeordneten Hedi Thelen (CDU) und Marc Ruland (SPD) beim landesweiten Besuchstag mit dem Leistungskurs Sozialkunde der zwölften Klassen am Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Andernach.

    Die Landtagsabgeordneten Hedi Thelen (CDU, 3. von links) und Marc Ruland (SPD, 2. von links) diskutierten mit KSG-Schülern über politisches Engagement. Lehrerin Nina Lipfert (links) bedauerte, dass bei dem engen Stoffplan aktuelle Diskussionen im Sozialkundeunterricht zu kurz kämen.
    Die Landtagsabgeordneten Hedi Thelen (CDU, 3. von links) und Marc Ruland (SPD, 2. von links) diskutierten mit KSG-Schülern über politisches Engagement. Lehrerin Nina Lipfert (links) bedauerte, dass bei dem engen Stoffplan aktuelle Diskussionen im Sozialkundeunterricht zu kurz kämen.
    Foto: Yvonne Stock

    Die Jugendlichen zeigten in den anderthalb Stunden keine Hemmungen, den zwei Politikern ihre Meinung zu sagen. "Vor der Wahl sieht man überall nette Gesichter und wird angesprochen, jetzt sieht man gar nichts mehr", klagte ein Schüler. Marc Ruland antwortete: "Unser Ziel ist, Bürgerbefragungen zwischen den Wahlen zu machen." Ansonsten müssten die Jugendlichen im Internet schauen, welche Themen angegangen werden. Eine Schülerin sagte: "Viele wissen aber nicht, wo sie danach suchen sollen." Hedi Thelen betonte, dass auch in der CDU diskutiert werde, wie die Partei heutzutage ihre Themen rüberbringen könne. "Es ist eine ziemlich apolitische Zeit", stellte die Abgeordnete fest.

    Ruland plant als Gegenmaßnahme 2015 eine Jugendkonferenz in Andernach. "Die persönliche Begegnung ist unerlässlich", denkt er. Ein Schüler konterte: "Da würde wenig Beteiligung kommen." Wer sich informieren und engagieren wolle, der könne das schon jetzt tun. Vielleicht sei ihre Generation einfach zufrieden mit ihrer Situation und sehe keinen Grund, sich politisch einzubringen, gab eine Jugendliche zu bedenken.

    Das ist etwas, was Lehrerin Nina Lipfert nicht nachvollziehen kann. Es gebe so viele Themen, wie das Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA oder die Einführung einer Pkw-Maut, wo Einsatz gefragt sei. Aber sie beobachte häufig, dass ihre Schüler keine Meinung hätten. Aber selbst wenn Interesse bestehe, ein aktuelles Thema wie den Islamischen Staat zu diskutieren, dann "muss ich euch ausbremsen, weil wir nur acht Stunden bis zur Leistungskursarbeit haben", bedauerte Lipfert. Sie glaube nicht, dass sie in den vorgegebenen Stunden ihre Schüler zu politisch mündigen Bürgern erziehen könne, sagte die Lehrerin, deren Schüler sie für sehr engagiert halten. Einige hätten nicht einmal Sozialkunde in der Oberstufe, weil man das Fach abwählen kann.

    Viele Jugendliche fragten sich, was ihnen ein Engagement bringt und ob die Jugendorganisationen der Parteien überhaupt etwas erreichen können. Ruland meinte, es gehe beispielsweise darum, rauszugehen und eine Aktion gegen G 8 oder G 9 zu machen. Wirklich etwas ändern könnten nur die politisch Verantwortlichen. "Wenn junge Leute sich einsetzen, dann würden sie auf eine große Offenheit stoßen", sagte Thelen. "Vielleicht fehlt auch die Motivation, wenn wir sehen, was etwa am Nürburgring gelaufen ist", wandte ein Schüler ein. Einige klagten, dass auch in der Schule die Möglichkeit fehle mitzusprechen fehle.

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