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    Was tun, wenn das Herz aus dem Takt gerät? – Koblenzer Krankenhäuser laden ein

    Im Alltag stehen sie durchaus auch in Konkurrenz zueinander, doch im Rahmen des bundesweiten Herzmonats arbeiten sie eng zusammen: Ärzte der Kardiologie sowie der Herz- und Gefäßchirurgie aus dem Bundeswehrzentralkrankenhaus, dem Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (Evangelisches Stift St. Martin und Kemperhof) und dem Katholischen Klinikum Koblenz-Montabaur.

    Foto: xx

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Sie haben sich zusammengeschlossen, um über das diesjährige Schwerpunktthema Herzrhythmusstörungen zu informieren. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 13. November, um 18 Uhr in der Rhein-Mosel-Halle. Herzrhythmusstörungen können sehr viele Ursachen haben, erklären die Organisatoren der Koblenzer Veranstaltung, Dr. Norbert Kaul (Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Evangelisches Stift) und Prof. Dr. Andreas Markewitz (Bundeswehrzentralkrankenhaus), im Gespräch mit der Rhein-Zeitung. "Ein ganz breites Feld: Das ist ein bisschen wie bei einem Autounfall, der vom leicht zerdrückten Kotflügel bis zum Totalschaden auch alles beinhalten kann", macht Kaul die Bandbreite deutlich. Gemeinsam ist den Erkrankungen nur, dass das Herz aus dem Takt gerät, aber Ursache, Erscheinungsform und die sich daraus ergebende richtige Behandlung können sich sehr stark unterscheiden.

    Herzrhythmusstörungen sind längst so etwas wie eine Volkskrankheit geworden, sagt Andreas Markewitz und verweist auf die Zahlen: Jährlich werden in Deutschland rund 400 000 Menschen mit Herzrhythmusstörungen in Kliniken behandelt; allein an der häufigsten Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern leiden etwa 1,8 Millionen Menschen. Das muss nicht gefährlich sein – kann aber. Dann zum Beispiel, wenn durch das Vorhofflimmern ein Blutgerinnsel in den Blutkreislauf kommt und ins Gehirn gerät – ein Schlaganfall kann die Folge sein. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Ursache zunächst abgeklärt wird. Denn die Rhythmusstörung ist in der Regel selbst keine eigene Erkrankung, erklären die beiden Koblenzer Ärzte. Meistens ist sie eine Folge von Herzkrankheiten, beispielsweise Bluthochdruck, koronare Herzkrankheiten, Herzklappen- oder -muskelerkrankungen. Nur wenn die Ursache klar ist, kann die Behandlung entsprechend geplant werden. So wirken sich beispielsweise ein viel zu schneller und ein viel zu langsamer Herzrhythmus zunächst einmal gleich aus: Es wird zu wenig Sauerstoff transportiert. Doch die unterschiedlichen Störungen werden völlig unterschiedlich behandelt, sodass die Diagnose zwingend wichtig ist.

    Auf diesem Gebiet sind große Fortschritte erzielt worden, ebenso wie bei den Behandlungen und Medikamenten, sagen die Organisatoren der Koblenzer Veranstaltung. Patienten können bei den Vorträgen am Donnerstag einen kleinen Einblick bekommen.

    Dies sind die Themen

    Die Veranstaltung zur Koblenzer Herzwoche ist morgen, Donnerstag, 13. November, 18 Uhr, in der Rhein-Mosel-Halle. Anmeldung ist nicht nötig, der Eintritt ist frei.

    In diesem Jahr sind Herzrhythmusstörungen der bundesweite Schwerpunkt.

    "Herz aus dem Takt", unter diesem Titel führt Prof. Dr. Andreas Markewitz (BwZK) in die Veranstaltung ein. Der folgende Ablauf ist in zwei Schwerpunkte gegliedert:

    1 Ursachen erkennen und behandeln: Darüber informieren die beiden Vorträge "Beschwerden und Untersuchungen bei Herzrhythmusstörungen (Dr. Osman Balta, Katholisches Klinikum Marienhof) und "Behandlung mit Rhythmus stabilisierenden und Blut verdünnenden Medikamenten (Dr. Dietmar Burkhardt, Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, Evangelisches Stift).

    2 Das Herz wieder in den Takt bringen: Zu diesem Thema gibt es die Vorträge "Behandlung mittels Ablation" (Dr. Norbert Güttler, BwZK) und "Behandlung mit Herzschrittmachern und Defibrillatoren (Dr. Waldemar Bojara, Gemeinschaftsklinikum Mittelrein, Kemperhof). Zwischen den beiden Themenschwerpunkten liegt eine 15-minütige "aktive Pause" unter Anleitung des Vereins Basis. dos

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