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Koblenz

Trockensitzung wieder in Rhein-Mosel-Halle: Karnevals-Funken kehren zu ihren Wurzeln zurück

Die Koblenzer Karnevals-Funken „Rot Weiß“ feiern wieder zu Hause, das Thema Sporthalle Oberwerth (jetzt CGM-Arena) hat sich erledigt. Zumindest vorläufig.

Insgesamt sieben Mal hat der Traditionsverein dort die größte Narrengala in Rheinland-Pfalz gefeiert. Es folgte ein Rückschlag, den man sich heute noch nicht so recht erklären kann. Dennoch zog der Verein die einzige richtige Konsequenz: die Rückkehr in die Rhein-Mosel-Halle.

Rund 1150 Zuschauer wollten das närrische Spektakel erleben und vor allem selbst aktiv werden. Getränke und kleine Leckereien im Gepäck, gingen die Gecken richtig mit, vieles erinnerte an die erfolgreichen Zeiten, aber eben nicht alles. Es blieben etliche Sitzplätze frei, was einmal mehr an der Überschneidung mit dem OFD-Ball im Schloss lag. Die Zielgruppe beider Veranstaltungen ist nahezu identisch. Das Problem ist bekannt, am 24. Januar 2019 werden die Karnevals-Funken deshalb wieder an einem einst bewährten Donnerstagstermin feiern. Das Programm, an dem das engagierte Team um Präsident Wolfgang Klein feilt, steht schon fast komplett.

Zurück zur Gegenwart: Im Koblenzer Karneval scheint der Trend weg von der Mallorca-Party zu gehen. Auch wenn Stargast Anna Maria Zimmermann, die im Genre Party-Schlager viel Erfolg hat, gefeiert wurde, wirkte die Funken-Gala 2018 traditioneller als sonst. Sogar der gefühlt vor Urzeiten abgeschaffte Elferrat ist wieder da. Auch der Wille, die Sitzung wieder verstärkt mit eigenen Kräften zu prägten, ist sichtbar. Personell ist der Verein ja gut aufgestellt: Die Gardeshows der Kinder, Jugendlichen und Senioren sind traditionell beeindruckend und die Tatsache, dass die Funken mit den Solomariechen Julia Grube und Mara Ludwig sowie dem Tanzpaar Celia Hofmann und Henry Welling gute Platzierungen erkämpfen, bleibt eigentlich nur die Frage, in welche Richtung man künftig blicken will. Köln oder Mainz?

Wer das gnadenlose Publikum der Trockensitzung kennt, weiß, dass sich Redner hier oft blutige Nasen holen und vieles für Köln spricht. Das gilt sogar für Begge Peder alias Peter Beck. Der „Hausmeister“ reagierte wie ein Profi, mischte sich unters Volk und verteilte Leckerlis, aber so richtig war er wegen des Dauer-Geräuschpegels nicht zu verstehen. Gnädiger waren die Narren beim Auftritt von Lena und Niklas Milewicz aus Aldorf. Das lag vor allem daran, dass die vom Bund Deutscher Karneval (BDK) als beste Nachwuchsredner gekürte Geschwisterpaar nicht nur Alltagsszenen abspulten, sondern auch Stimmungslieder zum Besten gaben. Der Auftritt zeigte: Wer künftig in der Bütt Erfolge feiern will, muss singen können. Das Interesse an nachdenklich stimmenden Tönen schwindet, das Bejubeln von gut aussehenden Männern nimmt zu.

Dafür gibt es Gründe. Die Auftritte des Männerballetts Johannishöfer aus Obermendig und der StattGarde Colonia Ahoj verdienten das Prädikat „sensationell“, wobei nicht vergessen werden darf, dass auch die Mädels von den Seemöwen, die kurz vor dem Finale auftraten, im Vergleich der Regionen richtig gut dastehen. Den Schlusspunkt setzten die Jungen Trompeter und der Koblenzer Party-Sänger Daniel Ferber. Ein Sonderlob verdiente sich die Nice Party Band, die immer einsprang, wenn es wegen der weiten Anreisen der Akteure etwas hing. Dass der Sitzung in der ersten Hälfte Spannung fehlte, konnten die Musiker allerdings nicht verhindern. Das Fazit: Es war schön, aber im Detail muss gefeilt werden.

Von unserem Mitarbeiter Reinhard Kallenbach

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