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    Sicherheitstipps: Mit dem Auto durch die kalten Monate

    Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und die Blätter fallen von den Bäumen. Die veränderten Wetterbedingungen bringen aber auch Gefahren mit sich. Besondere Vorsicht ist in der kalten, dunklen Jahreszeit für alle Verkehrsteilnehmer geboten. Die RZ hat das zum Anlass genommen und beim Polizeipräsidium Koblenz nachgefragt, worauf Autofahrer und Co. in den anstehenden Monaten achten sollen und welche Strafen womöglich bei Missachtung drohen.

    Laub auf den Straßen, wie hier auf der Kreisstraße 66 zwischen Bassenheim und Wolken, ist im Herbst gang und gäbe. Für die Verkehrsteilnehmer können die Blätter bei Regen aber zur Rutschpartie werden, wenn zu schnell gefahren wird. Foto: Andreas Egenolf
    Laub auf den Straßen, wie hier auf der Kreisstraße 66 zwischen Bassenheim und Wolken, ist im Herbst gang und gäbe. Für die Verkehrsteilnehmer können die Blätter bei Regen aber zur Rutschpartie werden, wenn zu schnell gefahren wird.
    Foto: Andreas Egenolf

    An erster Stelle steht zunächst einmal die Verkehrssicherheit, wie Friedhelm Georg von der Pressestelle des Polizeipräsidiums erklärt: „Selbstverständlich werden wir bei anstehenden Verkehrskontrollen unser Augenmerk auch auf die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge richten. Dies gilt insbesondere für die ordnungsgemäße und intakte Beleuchtung und die entsprechende Bereifung.“ Die Polizei rät den Fahrzeugführern, ihre Scheinwerfer regelmäßig auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen. Derzeit sind häufig Autos mit nur einer funktionierenden Leuchte auf den Straßen unterwegs, was sowohl eine Gefahr für die anderen Verkehrsteilnehmer als auch für den Autofahrer selbst bedeutet.

    Der Bußgeldkatalog sieht für Verstöße bei der Beleuchtung Bußgelder zwischen 10 und 35 Euro vor. 10 Euro bezahlt man beispielsweise fürs Fahren mit Stand- statt notwendigem Abblendlicht, 35 Euro etwa dann, wenn trotz schlechter Sicht kein Licht eingeschaltet wurde und es dadurch zu einem Unfall kam. „Fahren Sie bei schlechter Sicht, etwa bei Nebel, Regen oder Schneefall, auch am Tag mit Abblendlicht“, rät Friedhelm Georg den Autofahrern generell.

    Ohnehin ist eine klare Sicht ein wichtiges Thema. Scheibenwischerblätter, die Schlieren auf den Scheiben bilden, sollten ausgetauscht werden. „Zudem sollte ausreichend Wasser in der Scheibenwaschanlage vorhanden sein, immer mit Frostschutzzusatz“, empfiehlt Friedhelm Georg. Wenn sich in den nächsten Wochen schließlich Eis und Schnee zu den ungemütlichen Wetterverhältnissen hinzugesellen, dann müssen Windschutz- und Seitenscheiben komplett von den Winterboten befreit werden. „Kleine Gucklöcher reichen hier nicht aus“, heißt es vonseiten des Polizeipräsidiums. 10 Euro werden fällig, wenn es ein Fahrzeugführer seine Scheiben nicht ausreichend freigekratzt hat. Autodächer sollten ebenfalls von Schnee und Eis befreit werden, damit nachfolgende Verkehrsteilnehmer nicht gefährdet werden.

    Gefahr besteht unterdessen auch aufgrund der veränderten Witterungsumstände. Regen, Eis und Schnee verschlechtern oft auch die Fahrbahnbedingungen an Rhein und Mosel. „So kann sich der Bremsweg auf nasser Straße fast verdoppeln, und auch die Haftung der Reifen nimmt ab. Dieser Effekt wird durch herabgefallene Blätter oftmals noch verstärkt“, erklärt Friedhelm Georg. Die Polizei bittet daher darum, sich bei der Geschwindigkeit immer an den äußeren Witterungsverhältnissen zu orientieren.

    Hinzu kommt die passende Bereifung für Herbst und Winter. Die Bußgeldkatalog sieht hierbei Strafen bis zu 120 Euro und einem Punkt in Flensburg vor. 60 Euro und ein Punkt werden beispielsweise fällig, wenn bei winterlichen Verhältnissen wie Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch sowie Eis- oder Reifglätte keine Winterreifen montiert sind. Kommt es zu einem Unfall müssen 120 Euro gezahlt werden, ein Punkt kommt noch dazu. Im vergangenen Winter konnten die Beamten im gesamten Dienstgebiet der Polizeidirektion Koblenz zwei Unfälle auf fehlende Winterreifen zurückführen.

    „Das sicherste Auto nützt allerdings nichts, wenn der Fahrer nicht mitspielt“, sagt Georg. Er appelliert daher abschließend an die Fahrer: „Erstens: Runter vom Gas! Zweitens: Deutlich mehr Abstand zum Vordermann! Drittens: Immer mit Licht fahren! Wer diese Ratschläge beachtet, hat gute Aussichten, in überraschenden Situationen wie bei Windböen, Wildwechsel, in Nebelbänken oder bei verschmutzter Fahrbahn noch Sicherheitsreserven zu haben und auch bei schlechtem Wetter stets sicher nach Hause zu kommen.“

    Von unserem Reporter Andreas Egenolf

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