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    Schulgärten sprießen in Koblenz und im Umland aus dem Boden

    Verantwortung zu übernehmen, das ist eins der wichtigsten Dinge, die Kinder in einem Schulgarten lernen können. Davon ist Birgitta Goldschmidt, die Koordinatorin des Netzwerks Generationen-Schulgärten, zutiefst überzeugt. "Viele Kinder leben zwischen Zuhause, Schule, Löhr-Center und Auto", sagt sie. "Sie erleben die Jahreszeiten gar nicht mehr, wissen nicht, wie sich Erde anfühlt."

    Wie hier an der Grundschule Weißenthurm arbeiten viele Kinder in Schulgärten, oft zusammen mit Senioren.
    Wie hier an der Grundschule Weißenthurm arbeiten viele Kinder in Schulgärten, oft zusammen mit Senioren.

    Koblenz - Verantwortung zu übernehmen, das ist eins der wichtigsten Dinge, die Kinder in einem Schulgarten lernen können. Davon ist Birgitta Goldschmidt, die Koordinatorin des Netzwerks Generationen-Schulgärten, zutiefst überzeugt. "Viele Kinder leben zwischen Zuhause, Schule, Löhr-Center und Auto", sagt sie. "Sie erleben die Jahreszeiten gar nicht mehr, wissen nicht, wie sich Erde anfühlt."

    Viele Senioren dagegen sind in dieser Materie total firm, können aber nicht mehr so, wie sie wollen, und haben deshalb die eigene Gartenarbeit aufgegeben. Die beiden Gruppen zusammenzubringen, das ist das Ziel des Netzwerks.

    Seinen Startpunkt hatte das Projekt offiziell im Juni 2010. An etlichen Schulen sind seitdem Schulgärten angelegt worden. Die Bedingungen sind extrem unterschiedlich, ebenso die Ausführungen. Die reichen vom großen Garten bis zu ein paar Hochbeeten auf einem Schulhof - immer so, wie es an Ort und Stelle am sinnvollsten ist, sagt Birgitta Goldschmidt.

    Nicht an allen Schulen ist es bisher gelungen, Senioren zur Mitarbeit an dem Schulgarten zu bewegen, bedauert sie. Dabei ist die Biologin sicher, dass davon alle Seiten profitieren: "Senioren haben häufig viel Erfahrung im Gärtnern, und sie können die Kinder auch beispielsweise darin unterstützen, in den Ferien nach den Beeten zu schauen." Im Gegenzug bekommen sie Kontakt zu Jüngeren, was vor allem in Seniorenheimen sonst kaum der Fall ist.

    Für die Kinder sieht Birgitta Goldschmidt einen enormen Nutzen durch einen Schulgarten: "So ein Garten birgt ein enormes Bildungspotenzial." Nicht nur, weil viele Stadtkinder sich heute mit den natürlichen Vorgängen kaum noch auskennen, sondern auch, weil man viele Zusammenhänge daran zeigen kann. "Wenn man weiß, dass Erdbeeren im Frühsommer wachsen, dann wird man hoffentlich im Dezember keine mehr kaufen. Denn die müssen extrem bearbeitet werden und fliegen durch die halbe Welt, bevor sie auf unserem Teller landen."

    Der Aufbau des Netzwerks ist ein Projekt des BUND (Landesverband Rheinland-Pfalz) und wird gefördert vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Das Generationen-Schulgärten-Netzwerk wurde als Projekt der UN-Weltdekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet und von der Koblenzer Bürgerstiftung unterstützt.

    Mehr zum Thema auf Seite 17

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    Mehr Infos online unter www.generationenschulgarten.de. Hier können sich auch weitere interessierte Schulen und Senioren oder Einrichtungen melden.

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