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Radwegbau zwischen Bassenheim und Ochtendung: Arbeiten können bald starten

Volker Schmidt

Der Ausbau der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Ochtendung und Bassenheim steht kurz bevor. Die Eidechsen wurden im Ochtendunger Bereich inzwischen erfolgreich vergrämt. Unterdessen hat die Verwaltung der Verbandsgemeinde Weißenthurm bereits Angebote für den Bau eingeholt, ausgewertet und dem VG-Rat vorgelegt. Dieser hat sich in seiner jüngsten Sitzung auch schon für einen Anbieter entschieden. Die Vergabe ist zwar noch von einer Genehmigung abhängig, aber schon jetzt ist klar: Es wird deutlich günstiger als erwartet.

Zwischen Bassenheim und Ochtendung soll bald ein Radweg entstehen. Die Bauarbeiten dürften in den nächsten Wochen beginnen.
Zwischen Bassenheim und Ochtendung soll bald ein Radweg entstehen. Die Bauarbeiten dürften in den nächsten Wochen beginnen.
Foto: dam/Archiv

Den Zuschlag für die Bauarbeiten erhielt die Firma Martin Meurer & Co. aus Kobern-Gondorf, die mit 1,66 Millionen das wirtschaftlichste Angebot vorlegte. Vor der Ausschreibung war die Verwaltung eigentlich von Baukosten in Höhe von 2,88 Millionen Euro ausgegangen. Auch die beiden anderen vorliegenden Angebote lagen deutlich unter dieser Summe. Das Angebot der Firma Meurer unterschreitet damit die Kostenschätzung der planenden Ingenieurbüros um satte 42,31 Prozent. Aufgrund der hohen Differenz haben die Ingenieurbüros ihre Schätzung noch einmal überprüft. Dabei haben sie festgestellt, dass die Abweichung vor allem im Bereich Rückbau und Verwertung von Schienen und Schwellen entstanden ist. Aus diesem Grund haben die Ingenieure ihre Schätzung inzwischen auf 2,1 Millionen Euro korrigiert. Das wirtschaftlichste Angebot liegt demnach aber immer noch 21,16 Prozent unter deren Schätzung.

Georg Hollmann, zum Zeitpunkt der jüngsten Arbeitssitzung des VG-Rates noch Bürgermeister, war froh über das Ergebnis der Ausschreibung. Er erklärte, dass man mit der Firma Meurer bereits ein Gespräch geführt habe, um zu erfahren, ob der angebotene Preis auch „auskömmlich“ sei. Das dies der Fall ist, habe das Unternehmen schriftlich mitgeteilt. Dementsprechend stimmte der Rat auch zu, den Auftrag an die Firma Meurer zu vergeben – allerdings noch nicht.

Denn noch liegt der Verwaltung keine Bewilligung des Landes über die Fördersumme vor. Und bevor diese oder die Genehmigung eines vorzeitigen Maßnahmebeginns nicht vorliegt, wird der Auftrag nicht erteilt, betonte Hollmann. Allzu lange dauern wird es aber scheinbar nicht mehr. In der Vorlage für die jüngste Sitzung des Ochtendunger Rates hieß es bereits: „Baubeginn soll am 23. Juli 2018 sein.“ Warum dieses Datum in der Vorlage auftauchte, war bei der Verwaltung nicht in Erfahrung zu bringen. Letztlich wird der Baubeginn vom Eintreffen der Genehmigung und von der Terminplanung der Baufirma abhängen.

Da zum Zeitpunkt der Ochtendunger Sitzung noch keine Angebote vorlagen, ermächtigte der Rat Bürgermeisterin Rita Hirsch dazu, den Auftrag zu vergeben, sollte dieser die geschätzte Bausumme nicht um mehr als zehn Prozent überschreiten. Da dies nicht der Fall ist, dürfte der Auftragsvergabe auch auf Ochtendunger Seite nichts entgegenstehen. Das bestätigte die Bürgermeisterin auf Anfrage. „Ich werde mit großer Freude zustimmen“, sagte Hirsch im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir wollen ja endlich weiterkommen.“

Doch welche Kosten werden letztlich auf die Kommunen zukommen? Insgesamt gingen die VG Weißenthurm und die Ortsgemeinde Ochtendung von Gesamtkosten von etwa 3,969 Millionen Euro aus – inklusive der Kosten für Ingenieure, Grundstücksankauf, Eidechsenvergrämung, Bau und so weiter. Durch die gesunkenen Baukosten wird sich dieser Betrag natürlich um 1,22 Millionen Euro verringern. Gleichzeitig werden auch die Ingenieurskosten sinken. Die niedrigeren Kosten haben zwar auch die Folge, dass es letztlich etwas weniger Fördergelder vom Land geben wird, die Einsparungen werden aber trotzdem erheblich sein.

„Wir werden, was den Eigenanteil angeht, deutlich unter 1 Millionen Euro liegen“, sagte Hollmann. Unter Umständen kommt sogar noch ein Zuschuss durch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises hinzu. Noch geringer wird der Anteil sein, den die Gemeinde Ochtendung beziehungsweise die VG Maifeld, die der Ortsgemeinde die Kosten erstatten wird, tragen muss. Denn entsprechend des Verlaufs des Weges – 3,5 Kilometer führen über Bassenheimer, 2,6 Kilometer über Ochtendunger Gemarkung – müssen die Maifelder auch weniger bezahlen.

Von unserem Redakteur Volker Schmidt

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