40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » RZ Koblenz
  • » Obstbauern im Kreis MYK setzen auf Pflaumen und Kirschen
  • Aus unserem Archiv
    Kreis MYK

    Obstbauern im Kreis MYK setzen auf Pflaumen und Kirschen

    Mayen-Koblenz widersetzt sich dem Landestrend: Während in Rheinland-Pfalz die Anbaufläche für Baumobst seit Jahrzehnten kontinuierlich schrumpft, legte sie im Landkreis zumindest im Vergleich von 1992 mit 2012 um 69 Hektar auf 418 Hektar zu.

    Während im Land auf immer mehr Flächen Süßkirschen angebaut werden (hier ein Bild aus Weißenthurm), nimmt die Anbaufläche im Landkreis ab. Insgesamt hat die Baumobstfläche in Mayen-Koblenz in den vergangenen 20 Jahren aber zugenommen, während sie landesweit geschrumpft ist.
    Während im Land auf immer mehr Flächen Süßkirschen angebaut werden (hier ein Bild aus Weißenthurm), nimmt die Anbaufläche im Landkreis ab. Insgesamt hat die Baumobstfläche in Mayen-Koblenz in den vergangenen 20 Jahren aber zugenommen, während sie landesweit geschrumpft ist.
    Foto: Kappest

    Kreis MYK - Mayen-Koblenz widersetzt sich dem Landestrend: Während in Rheinland-Pfalz die Anbaufläche für Baumobst seit Jahrzehnten kontinuierlich schrumpft, legte sie im Landkreis zumindest im Vergleich von 1992 mit 2012 um 69 Hektar auf 418 Hektar zu.

    Allerdings wurden 2002 und 2007 im Kreis sogar noch weit mehr Flächen von Obstbauern bewirtschaftet als im vergangenen Jahr. Auch die Zahl der Obstbäume nahm in den vergangenen 20 Jahren zu, und zwar von 184 839 auf 251 329. Dagegen verringerte sich die Zahl der Betriebe erheblich; sie sank von 168 auf 62. Das geht aus einer Aufstellung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems hervor.

    „Unser Landkreis eignet sich gut für den Steinobstanbau. Zumindest in den Flusstälern und den flussnahen Regionen sind die klimatischen Bedingungen dafür ideal“, weiß Norbert Schäfer, Vorsitzender der AG Obstbau im Bauern- und Winzerverband. Auf dem größten Teil der Fläche im Kreis werden Pflaumen und Zwetschen (145 Hektar) angebaut, gefolgt von Sauerkirschen (122), Süßkirschen (84) und Äpfeln (62); der Birnenanbau spielt in MYK so gut wie keine Rolle. Die Anbaufläche für Pflaumen und Zwetschen legte in den vergangenen Jahrzehnten im Landkreis kontinuierlich zu, während sie landesweit gesehen bis 1997 zwar zunahm, seitdem aber zurückgeht. Aktuell beträgt die Anbaufläche im Landkreis 145 Hektar. „Anfang der 90er-Jahre wurde der Pflaumen- und Zwetschenanbau durch die Vermarkter stark gefördert“, erklärt Schäfer die Steigerung. Zwar seien mittlerweile einige Landwirte in Pension gegangen, deren Betriebe aber oft übernommen worden, sodass auch insofern keine Flächenreduzierung eingesetzt hat.

    Anders verhält es sich bei den Süßkirschen: Im Land werden immer mehr Flächen damit bewirtschaftet – zurzeit sind es 496 Hektar – im Landkreis sind es noch 84 Hektar; vor fünf Jahren waren es noch 142, vor 20 Jahren allerdings nur 82. Die Anbaufläche für Sauerkirschen ist in den vergangenen 20 Jahren um 54 Hektar beziehungsweise 31 Prozent geschrumpft, während landesweit ein Rückgang von 25 Prozent registriert wurde. Ein Grund für diese Entwicklung ist, dass die zumeist als Wirtschaftsobst vermarkteten Sauerkirschen oftmals nicht zu kostendeckenden Preisen abgesetzt werden können. „In Polen und den Ländern auf dem Balkan kann zu günstigeren Bedingungen produziert werden“, erläutert Schäfer. Doch nicht nur von dort kommt Konkurrenz. Schäfer nennt noch ein weiteres Land, von dem man kaum vermutet, dass von dort Kirschen importiert werden: Indien. „Vom indischen Subkontinent werden sehr viele Kirschen in Konserven importiert“, so der Obstbauexperte aus Dieblich.

    Während die Äpfel im Land mit 1355 Hektar die mit Abstand wichtigste Obstart im Erwerbsobstbau sind, landen sie im Kreis Mayen-Koblenz mit 62 Hektar Anbaufläche nur auf Rang vier. Im Land ist allerdings eine erheblich stärkere Flächenreduzierung zu verzeichnen als im Kreis: Gegenüber dem Höchststand im Jahr 1997 wurde die Anbaufläche im Land um 33 Prozent verringert. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre betrug der Rückgang 16 Prozent. In Mayen-Koblenz ist der Rückgang weit weniger dramatisch: minus 3 Prozent lautet die Zahl für die beiden genannten Zeiträume. Norbert Schäfer relativiert diese statistischen Zahlen: Auch wenn der Apfelanbau im Kreis nicht die Bedeutung hat wie im Land, so hat doch die Zahl der Bäume pro Hektar zugenommen. „Das heißt auch, dass wir heute eine größere Menge an Äpfeln ernten als noch vor einigen Jahren.“

    Von unserem Redaktionsleiter
 Albrecht Kahl

    Koblenz
    Meistgelesene Artikel
    Anzeige
    Online regional
    Nina Borowski

    Nina Borowski

    Regio-CvD Online

     

    Mail

    epaper-startseite
    Wetter
    Samstag

    10°C - 18°C
    Sonntag

    9°C - 14°C
    Montag

    9°C - 14°C
    Dienstag

    9°C - 14°C
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Bildergalerie: Fotos unserer Leser
    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

    Mit der Kamera an Rhein und Mosel unterwegs: Hier zeigen wir die schönsten Fotos unserer Leser. Zusenden per E-Mail.

    Serie: Koblenzer Stadtgeschichte
    Koblenzer Stadt-Geschichten

    Redakteur Reinhard Kallenbach greift historische Begebenheiten der Stadt auf

    Anzeige