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Urbar

Neue Kirche in Urbar: Architekt stellt Bürgern Entwurf für Gotteshaus vor

Katharina Demleitner

Weithin sichtbar im Ort soll die neue katholische Kirche in Urbar sein. Dabei soll sie wie ein sakrales Gebäude aussehen, sich zugleich aber auch für eine weltliche Nutzung eignen. Pläne, wie das auf dem schmalen Grundstück neben der derzeit im Bau befindlichen, neuen Kita gelingen könnte, stellte Architekt Thomas Wach bei der jüngsten Bürgerversammlung vor.

Ein erster Entwurf der neuen Kirche sieht die Verbindung von kirchlicher und weltlicher Nutzung vor. Der Neubau umfasst sowohl sakrale wie auch weltlichen Bereiche. Illustration: Wandel Lorch Architekten
Ein erster Entwurf der neuen Kirche sieht die Verbindung von kirchlicher und weltlicher Nutzung vor. Der Neubau umfasst sowohl sakrale wie auch weltlichen Bereiche. Illustration: Wandel Lorch Architekten

Der Fachmann vom Frankfurter Büro Wandel Lorch Architekten stellte den Entwurf für den Neubau der Kirche zwischen der Straße „In den Büngerten“ und der Gartenstraße vor. Aktuell entsteht dort der neue Kindergarten, die Fläche für den Kirchenneubau hat sich daher gegenüber dem Vorgängerbau verkleinert. Stehen geblieben ist auf dem Gelände der Glockenturm der alten Kirche. „Die Kirche soll hervortreten, eine sakrale Wirkung haben“, sagte Wach. Zugleich sind ein großer Saal mit einer Küche und mehreren Nebeneinheiten sowie Jugendräume im Untergeschoss vorgesehen.

Um die Nutzung sowohl für die katholische wie die Ortsgemeinde gewährleisten zu können, sehen die Entwürfe einen zentralen Eingang unter einem Turm mit Kirchenfenster-Ornamenten vor. Dieser Giebel steht zur Straße „In den Büngerten“ auf einem Vorplatz, der künftig gemeinsam mit der Kita genutzt werden könnte. Auf der gegenüberliegenden Seite der neuen Kirche ist eine Erhöhung vorgesehen, sodass das Gebäude von der Seite wie ein auseinander gezogenes „M“ aussieht, das auf einem Rechteck sitzt.

In dem hinteren, dem Rhein zugewandten Giebel soll das aus der alten Kirche stammende, erhalten gebliebene Fensterbild des himmlischen Jerusalems angebracht werden. Für Altar und Bänke ist eine Gemeinschaftsanordnung vorgesehen, die auch bei weniger Besuchern kein Gefühl der Leere entstehen lässt. Seitlich an den Kirchenraum schließt sich in dem Entwurf der Gemeindesaal an, der vom Eingangsbereich aus zugänglich ist und mittels einer Falttrennwand geöffnet werden kann, sodass sich der Kirchenraum vergrößert.

Zwischen dem neuen Kindergarten und dem alten Glockenturm soll die Kirche samt Saal und Jugendräumen entstehen.
Zwischen dem neuen Kindergarten und dem alten Glockenturm soll die Kirche samt Saal und Jugendräumen entstehen.
Foto: Katharina Demleitner

Nach außen sehen die Planungen ebenfalls eine seitliche Öffnung des Saals vor: Zwischen der neuen Kirche und dem alten Glockenturm soll vor dem Gemeindesaal ein kleinerer Platz entstehen, der mit Tischen und Stühlen ausgestattet und für Veranstaltungen genutzt werden kann.

Unterhalb des eigentlichen Kirchenraums sollen zur großen Freude von Ortsbürgermeisterin Karin Küsel Jugendräume entstehen. „Ich bin sehr, sehr froh, dass es gelungen ist, für die junge Generation Begegnungsmöglichkeiten zu schaffen“, betonte sie während der Bürgerversammlung. Auf insgesamt 80 Quadratmetern könnten ein größerer und ein kleinerer Raum mit einer Küchenmöglichkeit entstehen, dazu Toiletten und ein Vorraum, in dem genügend Platz beispielsweise für einen Kicker bleiben würde.

Auch an die Jugendräume soll sich eine große Terrasse mit einer Sitzmauer anschließen, die nicht nur viel Platz für Außenaktivitäten bietet, sondern gleichzeitig den Übergang schafft zu dem Bereich des Gesamtgeländes, in dem jetzt noch der bisherige Kindergarten steht.

„Die sakrale Nutzung der Kirche, also die Hauptnutzung vorn und hinten im Gebäude, ist eindeutig erkennbar dadurch, dass diese Teile höher sind“, erläuterte Thomas Wach die „klare Kirchenansicht“. Auch im Gelände entfalte der Neubau seine sakrale Wirkung, sodass die Kirche im Ort erlebbar bleibe. Die seitlich geplanten Räume für die weltliche Nutzung sind niedriger vorgesehen. „Kirche ist heute vielseitiger, nicht einfach nur eine Kirche, sondern auch ein Haus für die Gemeinde“, sagte Wach.

Pater Rüdiger Kiefer hofft, bald den Bauantrag stellen zu können: „Die Kirche denkt zwar in Jahrhunderten, aber wir wollen schnell loslegen.“

Von unserer Mitarbeiterin Katharina Demleitner
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