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Koblenz

Koblenz: Soll das Hallenbad noch mal neu geplant werden?

Stephanie Mersmann

Seit mehr als zwei Jahren gibt es schon das Bäderkonzept, in dem festgeschrieben ist, wie das neue Hallenbad einmal aussehen soll. 25 Meter lang soll das Sportbecken demnach sein, sechs Bahnen umfassen und einen Sprungturm haben, es soll ein Kurs- und Lehrschwimmbecken geben ebenso wie einen Eltern-Kleinkind-Bereich. Außerdem war eine Saunaanlage geplant.

Ein 50-Meter-Becken gibt es in Koblenz bereits – im Freibad auf dem Oberwerth. Das neue Hallenbad soll allerdings nur mit einem 25 Meter langen Becken gebaut werden. Der Stadtsportverband ist überzeugt: Dieser Platz reicht auf Dauer nicht für alle Schwimmer in der Stadt.
Ein 50-Meter-Becken gibt es in Koblenz bereits – im Freibad auf dem Oberwerth. Das neue Hallenbad soll allerdings nur mit einem 25 Meter langen Becken gebaut werden. Der Stadtsportverband ist überzeugt: Dieser Platz reicht auf Dauer nicht für alle Schwimmer in der Stadt.
Foto: Mira Müller

Der Stadtrat hat dieses Konzept im Juli 2015 einstimmig beschlossen, aber: Auf jeder Seite prangt in großen Buchstaben das Wort „Entwurf“.

Dass es sich nicht um ein fertiges Konzept handelt, sieht man allein daran, dass vor zehn Tagen eine entscheidende Änderung bekannt wurde: Das Hallenbad wird gebaut – der Saunabereich aber nicht, weil man keinen geeigneten Investor gefunden hat (die RZ berichtete). Gleichzeitig betonte Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, dass der Entwurf ansonsten aber gilt und so rasch wie möglich umgesetzt werden soll.

Dagegen regt sich nun Widerstand: Der Stadtsportverband, in dem die meisten Koblenzer Sportvereine organisiert sind, fordert, dass auch die Planung für das Hallenbad noch einmal überdacht werden soll. Damit schließt sich der Verband der Forderung des Schwimmvereins SC Poseidon an, der seit Längerem schon für ein 50-Meter-Becken statt eines 25-Meter-Beckens wirbt.

„Wenn das Konzept nun ohnehin über den Haufen geworfen wird, sollten wir uns auch mit dem eigentlichen Schwimmbad auseinandersetzen“, sagt Britt Gutmann, Vorsitzende des Stadtsportverbands, im Gespräch mit der RZ.

Für sie ist klar: Ein 50-Meter-Becken wäre nicht nur im Interesse der Sportler, sondern auch im Interesse der Bürger. Mit einem 25 Meter langen Sportbecken würde viel zu wenig Wasserfläche, also Platz zum Schwimmen, geschaffen. „In den letzten Jahren ist aber nicht nur das Stadtbad weggefallen, sondern auch das Unibad, das Bad in der Falckensteinkaserne und das Freibad in Stolzenfels“, zählt Gutmann auf.

Wenn man nun nur ein „kleines“ Becken neu baut, würde man schnell wieder an die Kapazitätsgrenzen stoßen – und bereuen, dass man nicht gleich ein größeres Bad gebaut hat.

In dem 50-Meter-Becken, so schilderte es Peter Mayer, Vorstandsmitglied des SC Poseidon schon im vergangenen Jahr gegenüber der RZ, würden alle Schwimmer Platz finden. Mit einer versenkbaren Wand könnte man es in zwei 25-Meter-Becken unterteilen und eines davon noch mal in zwei kleinere Becken.

Auf diese Weise hätten Freizeitschwimmer, Sportler und Schulen genügend Platz, und auch Schwimmkurse, Aquagymnastik und andere Angebote etwa für Senioren hätten Raum. Und – für die Sportler letztlich besonders interessant: In dem 50-Meter-Becken könnten auch Turniere und Meisterschaften stattfinden. In Rheinland-Pfalz gibt es kein einziges 50-Meter-Hallenbad.

Ein Grund, warum die Stadt dies bislang ablehnt, ist das Geld. Ein 50-Meter-Becken inklusive des Gebäudes drum herum wäre natürlich deutlich teurer als die kleinere Variante. Laut Britt Gutmann gibt es hier einen niederländischen Anbieter, der ein solches Bad im Baukastensystem für einen nicht so hohen Preis baut, „quasi wie ein Fertighaus“.

Egal wie hofft sie, dass nun noch einmal Bewegung in die Sache kommt. An diesem Mittwoch tagen unter anderem die Bäder GmbH und der Sport- und Bäderausschuss, die sich mit dem Thema Hallenbad auseinandersetzen dürften.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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