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    Koblenz: Das neue Hallenbad soll 2021 fertig sein

    Schon lange hat Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig keine Prognose mehr abgegeben, wann das neue Hallenbad denn nun fertig sein soll. Hat er vor mehreren Jahren wohl noch gehofft, dass er den Neubau noch in seiner Amtszeit einweihen oder zumindest irgendeinen Spatenstich machen oder ein rotes Band durchschneiden kann, so ist seit Langem klar: Daraus wird nichts. Im nächsten Mai übernimmt ein neuer OB, und auf dem Hallenbad-Gelände wurde bislang nicht einmal ein Bagger gesehen.

    Auf dem freien Grundstück am Rauentaler Moselbogen (Bildmitte, Luftbild von 2014) wird das neue Koblenzer Hallenbad entstehen – und zwar bis 2021, wie Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig jetzt ankündigte. Auf dem Grundstück dahinter (rechts im Bild) sollen Parkplätze entstehen.
    Auf dem freien Grundstück am Rauentaler Moselbogen (Bildmitte, Luftbild von 2014) wird das neue Koblenzer Hallenbad entstehen – und zwar bis 2021, wie Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig jetzt ankündigte. Auf dem Grundstück dahinter (rechts im Bild) sollen Parkplätze entstehen.
    Foto: Frey-Pressebild

    Nun hat Hofmann-Göttig zum ersten Mal seit langer Zeit einen Termin genannt – der für die Koblenzer, die mal wieder in ihrer Stadt schwimmen gehen wollen, allerdings auch in einigermaßen weiter Zukunft liegen dürfte. Im Jahr 2021 soll das Hallenbad demnach in Betrieb genommen werden, nachdem 2018 geplant und 2019 und 2020 gebaut wurde.

    Aktuell wird die EU-weite Ausschreibung vorbereitet, mit der Architekten und Fachingenieure gesucht werden, die den Bau umsetzen. Ende Oktober soll diese Ausschreibung erfolgen, einen Monat haben Interessenten dann Zeit, sich zu bewerben. In einem zweiten Schritt will man dann drei bis fünf Bewerber in die engere Wahl nehmen, und bis zum Ende des Jahres soll die Entscheidung gefallen sein, so das Ziel.

    „Dabei ist nicht der Preis des Angebots entscheidend, sondern das Know-how der Bewerber“, betont Albert Diehl, Geschäftsführer der Koblenzer Bäder-GmbH und Leiter des Zentralen Gebäudemanagements der Stadt.

    Das Team aus Architekten und Fachingenieuren soll dann im nächsten Jahr die Planung des Schwimmbads erstellen und die Ausschreibung der Bauarbeiten vorbereiten. Die Eckdaten des Bades gibt allerdings die Stadt vor, der Stadtrat hat das Konzept bereits im Juli 2015 einstimmig angenommen.

    Demnach ist ein 25 Meter langes Sportbecken mit sechs Bahnen geplant, ein Sprungbecken mit Brettern und Plattform, ein Kurs- und Lehrschwimmbecken, ein Bewegungsbecken, ein Eltern-Kind-Bereich sowie Aufenthaltsflächen innen und außen.

    Für die Umsetzung dieser Vorgaben wird nun ein Team gesucht – und damit ist die Absage an ein 50-Meter-Becken endgültig. Seit Jahren schon hat der Schwimmverein SC Poseidon und zuletzt auch der Stadtsportverband gefordert, dass ein größeres Becken gebaut werden müsste – wegen des Sports, vor allem aber, damit die Stadt mehr Wasserfläche auch für Schüler, Freizeitschwimmer und Co. zur Verfügung hat.

    „Die Frage ist jetzt endgültig geklärt“, sagte Hofmann-Göttig. Es gebe gute Gründe dafür, dass es kein einziges 50-Meter-Hallenbad in Rheinland-Pfalz gibt: In aller Regel seien diese deutlich teurer, das Koblenzer Projekt ist aber auf 18 Millionen Euro brutto (15 Millionen netto) gedeckelt. Außerdem wäre die erneute Verzögerung durch eine Umplanung enorm: „Das würde das ganze Verfahren auf null stellen“, so der OB. „Das ist nicht gewollt und kommt unter keinen Umständen in Betracht.“

    Anfangen werden die Bauarbeiten schon im nächsten Jahr auf dem Grundstück direkt hinter dem neuen Hallenbad, auf der flussabgewandten Seite. Dieses gehört bereits der Stadt, und hier werden spätestens ab dem nächsten Frühjahr bis zu 200 Parkplätze angelegt. Weitere 30 bis 40 Stellplätze entstehen direkt auf dem Schwimmbadgelände.

    Für das Bad werden 65 Prozent der Fläche bebaut, für einen Sauna- und Gastronomietrakt wäre dann noch Platz. Diesen müsste ein privater Investor bauen und betreiben, noch hat sich aber kein Interessent gefunden (die RZ berichtete). Die Suche wurde nun zurückgestellt, „aber nicht aufgegeben“, betonte der OB. Wenn das Schwimmbad steht, will man weiter suchen.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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