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Koblenz

In Zukunft Bildung statt Bier: Was kommt ins ehemalige Café Mumpitz?

Was wird aus dem ehemaligen Café Mumpitz im Kurt-Esser-Haus? Das Café schloss aus wirtschaftlichen Gründen im Sommer 2016. Seitdem hat die Stadt vergeblich versucht, einen Betreiber für die Gastronomie zu finden. In der jüngsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses wurden nun andere Nutzungskonzepte vorgestellt. Eine Entscheidung wurde allerdings nicht gefällt, da die SPD-Fraktion weiteren Beratungsbedarf anmeldete.

Wer zieht in die Räumlichkeiten des ehemaligen Cafés Mumpitz im Kurt-Esser-Haus ein? Im Jugendhilfeausschuss wurden nun drei verschiedene Nutzungskonzepte vorgestellt.
Wer zieht in die Räumlichkeiten des ehemaligen Cafés Mumpitz im Kurt-Esser-Haus ein? Im Jugendhilfeausschuss wurden nun drei verschiedene Nutzungskonzepte vorgestellt.
Foto: Peter Karges

Drei Einrichtungen haben sich für eine künftige Nutzung der Räumlichkeiten des Cafés Mumpitz beworben:

1 Der Verein „Koblenz lernt“ gibt Nachhilfe in allen Schulfächern für finanziell benachteiligte Kinder und Jugendliche. Außerdem gibt er speziellen Sprachunterricht für Flüchtlingskinder. Unter anderem wird die Nachhilfe von Lehramtsstudenten erteilt, die Unterrichtsstunden werden für das Studium angerechnet. Zurzeit nehmen Mädchen und Jungen aus den Koblenzer Grundschulen Regenbogen, St. Castor und Rohrerhof, der Clemens-Brentano/Overberg Realschule, der Goetheschule und der Carl-Benz-Schule daran teil. „Außerdem sind wir in Gesprächen mit dem Max-von-Laue- und dem Hilda-Gymnasium“, sagt Viktoria Schäfer vom Vorstand von „Koblenz lernt“. Der Nachhilfe- und Förderunterricht fand bislang in den Räumen der beteiligten Schulen statt. Dies hat aber unter anderem den Nachteil, dass er in den Ferien ausfällt, da die Schulen dann geschlossen sind, erklärt Viktoria Schäfer.

2 „Technikcamps“ ist ein Projekt der Universität Koblenz-Landau im Bereich Techniklehre. Kinder im Alter von 6 bis 14 Jahren sollen dabei spielerisch an technisches Denken herangeführt werden. „Leider spielt technische Bildung in der Schule ein sehr stiefmütterliches Dasein, und mit den Technikcamps wollen wir dem entgegenwirken“, sagt Martin Fislake von der Universität Koblenz-Landau, in deren Räumlichkeiten zurzeit das Projekt „Technikcamps“ angesiedelt ist.

3 Jugend- und Kunstwerkstatt Koblenz und Stadtjugendring Koblenz: Beide Einrichtungen befinden sich bereits im Kurt-Esser-Haus und würden die Räume des ehemaligen Cafés Mumpitz nutzen, um ihr Angebot auszuweiten. Teil des Angebots ist unter anderem das Kinder- und Jugendbüro, das die Heranwachsenden ganz praktisch an Politik und politische Teilhabe heranführen möchte.

Über die weitere Zukunft des ehemaligen Cafés Mumpitz wurde beim Jugendhilfeausschuss zwar keine Entscheidung getroffen, aber unter den Ausschussmitgliedern war eine Tendenz erkennbar. Demnach sind „Koblenz lernt“ und vor allem die Jugend- und Kunstwerkstatt (Jukuwe) die Favoriten. Für die Jukuwe sprechen dabei auch pragmatische Gründe, da sie bereits Teile des Kurt-Esser-Hauses nutzt. Bevor allerdings entschieden wird, an wen die Räumlichkeiten gehen, muss auch noch der städtische Haupt- und Finanzausschuss gehört werden. Und dies aus wirtschaftlichen Gründen: Wenn das ehemalige Café nicht mehr gastronomisch genutzt wird, gehen der Stadt nämlich Mieteinnahmen verloren.

Von unserem Mitarbeiter Peter Karges

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