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    Koblenz

    Grundschule Oberdorf ist jetzt zweisprachig

    Seit den Sommerferien ist die Grundschule Metternich Oberdorf bilinguale Grundschule. Eine von nur 20 im ganzen Land. An den meisten wird auf Französisch unterrichtet, in Koblenz auf Englisch.

    Koblenz - Seit den Sommerferien ist die Grundschule Metternich Oberdorf bilinguale Grundschule. Eine von nur 20 im ganzen Land. An den meisten wird auf Französisch unterrichtet, in Koblenz auf Englisch.

    "Good Morning!", schallt es aus 17 jungen Kehlen. Die Klasse 1b hat jetzt Sachkunde. Und das auf Englisch. Lehrerin Stefanie Haarol zeigt anhand von Bildern die Geschichte von Froggy, dem Frosch, der seine Schultasche vergessen hat. Die Kinder helfen ihm, Sachen zusammenzupacken. Die Lehrerin spricht nur Englisch, die Kinder meist Deutsch. Es geht herzlich und lebhaft zu an diesem Morgen in der Schule im Metternicher Oberdorf.

    Fremdsprachen werden mittlerweile an praktisch allen Grundschulen und sogar schon den meisten Kindergärten in irgendeiner Form unterrichtet. Dass aber hier ganze Unterrichtsstunden in der ersten Klasse und vor allem Fachunterricht in der Fremdsprache erteilt wird, ist in Koblenz neu, berichtet Rektorin Carmen Schulz ein bisschen stolz. Die nächsten zweisprachigen Grundschulen finden sich in Ingelheim, Mainz, Frankenthal und Speyer.

    Dabei ist ein bilinguales Angebot gut für die Kinder, davon ist das Kollegium und auch die Elternschaft überzeugt. Denn die Kinder starten alle mit den gleichen Voraussetzungen und lernen die Fremdsprache absolut spielerisch. Mit vielen Bildern und Gesten erklärt die junge Lehrerin beispielsweise, was der kleine Frosch macht. "Die Kinder verstehen lange nicht jedes Wort", sagt sie. "Aber sie können das aushalten. Und sie verstehen trotzdem den Kern dessen, was ich sage."

    Und sie lernen jeden Tag dazu. Noch sprechen die Kinder fast ausschließlich Deutsch, wenn die Lehrerin etwas fragt. Aber im Chor wiederholen sie schon kleine Sätze. Und sie wissen bereits: Wenn die Lehrerin sagt, sie sollen den "Gluestick" aus der Tasche holen, dann greifen sie nach dem Klebestift.

    Die freie Wahl bleibt im Übrigen: Nur eine der beiden neuen ersten Klassen wird auch in den nächsten Jahren immer eine bilinguale sein, sodass kein Kind zweisprachig lernen muss, wenn die Eltern denken, das Angebot sei nicht geeignet für das Kind. Die Idee scheint bei den Eltern aber gut anzukommen: Von den 34 Erstklässlern waren 27 für die "b" wie bilingual angemeldet, sodass gar nicht alle berücksichtigt werden konnten.

    Dass es auch Kinder gibt, die Probleme haben werden, damit rechnet Rektorin Carmen Schulz. "Aber wir sind überzeugt davon, dass diese Kinder auch Probleme haben würden, wenn sie nicht bilingual lernen. Es gibt Kinder, die sich schwerer tun oder mehr Zeit brauchen. Das wird immer so sein."

    Doris Schneider

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    Koblenz
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