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Koblenz

Das neue Hallenbad in Koblenz: Kann die Stadt doch Sauna und Gastronomie selbst bauen?

Stephanie Mersmann

Die Dinge in Sachen Sauna und Gastronomie im neuen Hallenbad geraten in Bewegung: Stadt und Land werden ein Gespräch darüber führen, ob die Stadt die Bereiche nicht doch selbst bauen kann, statt einen privaten Investor dafür zu suchen. Bislang hatte das Land gefordert, dass ein Investor Bau und Betrieb übernehmen muss – und da sich kein Interessent gefunden hat, liegen die Saunapläne nun auf Eis.

Auf dieser Fläche am Rauentaler Moselbogen soll das Bad entstehen.
Auf dieser Fläche am Rauentaler Moselbogen soll das Bad entstehen.
Foto: Thomas Frey

Vor einigen Tagen wurden allerdings Zweifel daran laut, ob das überhaupt nötig ist: Die EU-Wettbewerbskommissarin selbst hatte in einem Brief geschrieben, dass bei einem Projekt mit überwiegend lokalem Einzugsgebiet wie dem Hallenbad das EU-Beihilferecht in der Regel gar nicht greift. Dieses hatte das Land Rheinland-Pfalz allerdings angeführt, als es forderte: Die Stadt baut Sauna und Gastronomie nicht selbst – sonst gibt es keine Fördergelder vom Land für das Hallenbad. „Das war die Erpressung“, sagte Thomas Schleiffer, Leiter des Rechtsamts, dazu.

Die Stellungnahme aus Brüssel wirft nun ein anderes Licht auf das Thema, und Stephan Wefelscheid (BIZ), der sich über einen EU-Parlamentarier an die Kommissarin gewandt hatte, forderte in einem Antrag: Die Stadt soll erneut in Verhandlungen mit dem Land treten, damit auch Gastronomie und Sauna von der Stadt realisiert werden können. Das ist nicht nur deshalb interessant, weil dann die Chancen steigen, dass diese überhaupt gebaut werden, sondern auch, weil diese Bereiche in der Regel Profit abwerfen – anders als ein Hallenbad selbst.

Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig stimmte dem in der Ratssitzung am Donnerstag zu und berichtete, dass er bereits mit Innenminister Roger Lewentz über das Thema gesprochen hat. Das Ministerium teilte demnach mit, dass es die Diskussion und die Berichte zum Neubau des Hallenbads verfolgt hat und vorschlägt, die offenen Fragen in einem gemeinsamen Termin noch einmal zu erörtern. Dem OB zufolge besteht kein Zweifel daran, dass ein Hallenbad erst mit Sauna und Gastronomie komplett ist. „Die Frage ist nur: Wie kommen wir dahin?“

Eine Möglichkeit ist, mit einer zweiten Ausschreibung noch einmal zu versuchen, einen privaten Investor zu finden, eine andere, sich mit dem Land zu einigen und die Bereiche doch selbst zu bauen. Der Antrag der BIZ wurde erst einmal zurückgestellt, bis Ergebnisse des Gesprächs mit dem Land vorliegen. Klar ist aber: Der Bau des eigentlichen Hallenbads soll egal wie nicht verzögert werden.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann
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