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    Ökologie: Der Rhein ist ein Lebensraum im Wandel

    Unter der Wasseroberfläche des Rheins herrscht reges Leben – und zwar deutlich mehr, als dies noch vor ein paar Jahrzehnten der Fall war.

    Im und am Rhein bei Koblenz haben viele Tiere ihren Lebensraum. Dieser verändert sich ständig: Waren in den 1970er-Jahren viele Arten verschwunden, so leben hier heute auch viele Einwanderer. Eine Ausstellung im Rhein-Museum gibt einen Eindruck.
    Im und am Rhein bei Koblenz haben viele Tiere ihren Lebensraum. Dieser verändert sich ständig: Waren in den 1970er-Jahren viele Arten verschwunden, so leben hier heute auch viele Einwanderer. Eine Ausstellung im Rhein-Museum gibt einen Eindruck.
    Foto: Klaus Breitkreuz

    Überlebten in den 1970er-Jahren gerade mal rund 25 Arten von Kleinstlebewesen wie Muscheln, Schnecken und Insekten in dem Strom, so sind es heute bereits wieder 100 Arten allein im Koblenzer Raum, sagt Gewässerökologe Dr. Franz Schöll von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz. Hinzu kommen etwa 50 Arten an Fischen und alles, was im Uferbereich und in der Luft lebt.

    Es ist ein Lebensraum im Wandel, und in diesen will das Rhein-Museum in Ehrenbreitstein derzeit in einer Ausstellung einen Einblick geben. Unter dem Titel „Von Bibern, Krebsen und fliegenden Kleinodien“ werden der Rhein und seine Ufer als dynamischer Lebensraum vorgestellt. In Vitrinen und Aquarien sind ausgestopfte und einige lebende Fische, Nagetiere, Muscheln, Vögel oder Schmetterlinge zu sehen.

    Sie alle haben eine Heimat im und am Rhein gefunden – doch es sind nur in Teilen die Arten, die schon seit jeher hier ihren Lebensraum hatten. „Einwanderer aus China zum Beispiel sind auf dem Vormarsch“, sagt Franz-Josef Werner, der ehrenamtlich für das Rhein-Museum arbeitet und die Aquaristik der Ausstellung betreut. Sie kommen im Ballastwasser der Schiffe in den Rhein, in großen Wassertanks mit Meer- oder Flusswasser. Und hier bleiben sie dann und pflanzen sich fort.

    Negativ ist das nicht unbedingt, sagt Franz Schöll, der ebenfalls an der Ausstellung mitgewirkt hat. „Bei einer Veränderung gibt es immer Gewinner und Verlieren, manche Arten verschwinden, andere nehmen zu. Das ist ganz normal“, ergänzt Werner. Und es sind auch einige neue Arten, die wichtig dafür sind, dass das Ökosystem Rhein stabil ist.

    Im Gegensatz zu den 70er-Jahren ist es das heute. Damals war die Wasserqualität sehr schlecht, „ungeklärte Abwässer aus Toiletten und so weiter wurden in den Fluss geleitet“, sagt Schöll, hinzu kamen die Abwässer aus der Industrie. Folge: Der Sauerstoffpegel sank, und die Zahl der Bakterien nahm zu. Heute hingegen ist die Wasserqualität kein Problem mehr. „Das damit in Einklang zu bringen, dass der Rhein ja auch eine wichtige Verkehrsader ist, ist eine Kunst“, betont Schöll.

    Die Ausstellung „Von Bibern, Krebsen und fliegenden Kleinodien“ ist dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr im Rhein-Museum, Charlottenstraße 53a, zu sehen. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. Januar 2018 geöffnet.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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