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    87-jährige in Koblenz erstickt worden: Soko "Metternich" hat noch keine heiße Spur

    Warum die 87-jährige Elisabeth Theisen vor fast genau drei Wochen in ihrer Wohnung in der Trierer Straße erstickt wurde und wer der Täter ist, ist noch immer unklar. Die Staatsanwaltschaft gibt sich auf Nachfrage der Rhein-Zeitung zugeknöpft.

    Die Tür in der Souterrain-Wohnung ist von der Polizei mehrfach versiegelt worden. Von außen zeugen nur die heruntergelassenen Jalousien von dem Verbrechen, das hier in der Trierer Straße begangen wurde.
    Die Tür in der Souterrain-Wohnung ist von der Polizei mehrfach versiegelt worden. Von außen zeugen nur die heruntergelassenen Jalousien von dem Verbrechen, das hier in der Trierer Straße begangen wurde.
    Foto: Doris Schneider

    Von unserer Redakteurin Doris Schneider

    "In dem Ermittlungsverfahren gibt es in Übereinstimmung mit dem Polizeipräsidium Koblenz zurzeit keine neuen Erkenntnisse, die sich für eine Bekanntgabe über die Medien eignen", so Oberstaatsanwalt Rolf Wissen.

    Die Tür in der Souterrain-Wohnung ist von der Polizei mehrfach versiegelt worden. Von außen zeugen nur die heruntergelassenen Jalousien von dem Verbrechen, das hier in der Trierer Straße begangen wurde.
    Die Tür in der Souterrain-Wohnung ist von der Polizei mehrfach versiegelt worden. Von außen zeugen nur die heruntergelassenen Jalousien von dem Verbrechen, das hier in der Trierer Straße begangen wurde.
    Foto: Doris Schneider

    Es vergeht kein Tag, an dem der Fall nicht in der Nachbarschaft diskutiert wird. "Wenn man denkt, der Mörder könnte ja hier sitzen und frühstücken", sagt Helga Selbach, deren Tochter die Tankstelle führt, die fast unmittelbar neben dem Gebäude liegt, in dem Elisabeth Theisen gewohnt hat. Zwar sei die alte Dame nicht mehr sehr fit gewesen, aber man kenne sich: Ab und zu habe sie hier Kleinigkeiten gekauft, sei mit dem Rollator manchmal vorbeigekommen.

    Während die Polizei die Öffentlichkeit erst am vergangenen Wochenende über das Verbrechen informiert hat, wussten die Nachbarn schon länger davon. Denn bereits am Donnerstag, 4. September, gegen 9 Uhr morgens wurde die Leiche der 87-Jährigen in ihrer Wohnung gefunden, "vom Pflegedienst", wie einer der Nachbarn gehört hat. Polizei und Staatsanwaltschaft machen dazu keine Aussage.

    Nachbarn haben nachts ein Geräusch gehört - den Täter?

    "Und dann kamen drei Männer in Schutzanzügen und haben die Wohnung durchsucht", sagt ein Nachbar. Wenig später wurden alle Hausbewohner befragt, unter anderem darüber, ob sie in der Nacht auf den 4. September etwas gehört haben. "Meine Frau hatte tatsächlich ein Geräusch gehört, aber wir haben erst vermutet, dass einfach einer der anderen Hausbewohner nach Hause gekommen ist", sagt der Zeuge.

    Der Kontakt in dem Zwölf-Parteien-Haus ist nicht sehr eng, aber man bekommt doch ein bisschen von den anderen mit, sagt ein anderer Nachbar. So zum Beispiel, dass die Getötete und ihr Ehemann recht zurückgezogen lebten, weil sie nicht mehr viel rausgehen konnten. Im Sommer saßen sie gern mal auf der Terrasse. Das Mittagessen wurde ihnen gebracht, doch sonst versorgten sie sich noch einigermaßen gut selbst. Bis dann vor ein paar Wochen der Ehemann operiert werden musste und danach nicht mehr so richtig auf die Beine kam. "Erst war er im Krankenhaus, und dann kam er ins Heim", sagt einer der Nachbarn.

    Überwachungsbänder der Tankstelle werden ausgewertet

    Seitdem sei regelmäßig ein Pflegedienst bei Elisabeth Theisen gewesen, und auch der Sohn, der sonst ein- oder zweimal in der Woche da war, habe seine Mutter nun nahezu täglich besucht, berichten die Nachbarn

    Wann und wie Elisabeth Theisen ums Leben kam, ist noch unklar. Ob es Einbruchsspuren an der Haustür oder Kampfspuren gab und wo genau in der kleinen Wohnung die 87-Jährige getötet wurde, dazu sagt die Staatsanwaltschaft nichts. In einer Pressemitteilung vom vergangenen Freitag spricht die Polizei lediglich von "Tod durch Ersticken", der sich durch die Obduktion ergeben habe. Die Tat muss irgendwann zwischen 19.15 Uhr am 3. und 9 Uhr am 4. September verübt worden sein. "Aber warum? Und wie kam der Täter ins Haus?", fragt sich ein Nachbar. Gestohlen worden sei nichts, habe er gehört. "Das heißt doch, dass der Täter eventuell gestört wurde. Aber von wem?" Möglicherweise geben die Bänder aus der Überwachungskamera der Tankstelle Hinweise - aber auch dazu sagen Polizei und Staatsanwaltschaft nichts.

    Die Familie ist von dem Verbrechen übrigens gleich doppelt getroffen. Denn nur wenige Stunden, nachdem er vom Tod seiner Frau erfahren hat, ist auch ihr Mann Johann Theisen gestorben.

    Die Kripo hat eine Belohnung in Höhe von 10.000 Euro ausgesetzt. Hinweise: Tel. 0261/1030

    Mordfall in Metternich ist nach wie vor ungelöst 87-Jährige in Metternich getötet: Polizei hat noch keine heiße Spur87-Jährige in Metternich erstickt: Wer kannte Elisabeth Theisen?
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