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    Chronik: Deutsches Eck und Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal

    Die wechselvolle Geschichte des Denkmals am Deutschen Eck begann Ende des 19. Jahrhunderts. Eine Chronologie der Ereignisse.

    1871 Der preußische König Wilhelm I. wird am 18. Januar im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles zum deutschen Kaiser proklamiert. Er gilt als Gründungstag des Deutschen Reiches.

    1888 Kaiser Wilhelm I. stirbt am 9. März im Alter von 90 Jahren in Berlin.

    1891 Am 16. März bestimmt Kaiser Wilhelm II. das Deutsche Eck zum Standort eines Denkmals für seinen Großvater Wilhelm I.

    1892 Architekt Bruno Schmitz und Bildhauer Emil Hundrieser erhalten den Auftrag das Reiterdenkmal zu erschaffen. Beide arbeiteten später auch beim Bau des Kaiser-Wilhelm-Denkmals im Kyffhäusergebirge zusammen.

    Das Deutsche Eck im Wandel der Zeit: US-Soldaten zerstörten das Kaiserdenkmal im Zweiten Weltkrieg. Das Foto stellte uns RZ-Lese
    Das Deutsche Eck im Wandel der Zeit: US-Soldaten zerstörten das Kaiserdenkmal im Zweiten Weltkrieg. Das Foto stellte uns RZ-Leser Hans Knopp zur Verfügung.
    Foto: Hans Knopp

    1897 Kaiser Wilhelm II. weiht am 31. August das Denkmal am Deutschen Eck ein. Es zeigt Wilhelm I. in Hermelinmantel und Generalsuniform, einen Marschallstab in der Hand, mehrere Orden an der Brust. Er sitzt auf einem Hengst, der vorwärts schreitet. Daneben läuft sein weiblicher Schutzgeist, der ein Kissen mit der Kaiserkrone trägt. Die Denkmalinschrift stammt aus einem Gedicht des Koblenzer Lyrikers Max von Schenkendorf: "Nimmer wird das Reich zerstört, wenn ihr einig seid und treu."

    Von 1953 bis 1990 galt das Denkmal als „Mahnmal der deutschen Einheit”, auf dem Sockel wehte die schwarz-rot-goldene Flagge.
    Von 1953 bis 1990 galt das Denkmal als „Mahnmal der deutschen Einheit”, auf dem Sockel wehte die schwarz-rot-goldene Flagge.
    Foto: Herbert Piel

    1930 Kurt Tucholsky nennt das Denkmal in einer viel zitierten Reportage einen "Faustschlag aus Stein".

    1945 Die US-Armee beschießt am 16. März das Denkmal - und zerstört es. Das Standbild kippt zur Seite. Der Kopf des Kaisers bleibt erhalten. Er befindet sich heute im Mittelrhein-Museum in Koblenz.

    1953 Bundespräsident Theodor Heuss widmet den Denkmaltorso am 18. Mai zum "Mahnmal der deutschen Einheit". Seither wehte eine Bundesflagge auf dem Sockel.

    So kam der Kaiser zurück aufs Deutsche Eck
    So war es vor 20 Jahren: Das Reiterstandbild Kaiser Wilhelm I. "schwebt" auf seinen Sockel am Deutschen Eck. Tausende Schaulustige wollten das Spektakel miterleben. Sie versammelten sich auf Schiffen, dem gegenüber liegenden Campingplatz und der Festung Ehrenbreitstein.

    1987 Werner und Anneliese Theisen verpflichten sich bei einem Notar, die rund 3 Millionen Mark teure Rekonstruktion des Kaiser-Wilhelm-Denkmals zu finanzieren.

    1988 Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) lehnt das Schenkungsangebot ab. Doch Nachfolger Carl-Ludwig Wagner (CDU) nimmt es gut zweieinhalb Jahre später an.

    1992 Im Mai bringt ein Schiff das von Bildhauer Raimund Kittl geschaffene Reiterstandbild nach Koblenz. Es wird im Rheinhafen eingelagert.

    1993 Am 2. September hebt ein Kran das Standbild auf den frisch renovierten Denkmalssockel.

    fwg/haw

    Vor 20 Jahren: So kam der Kaiser zurück aufs Deutsche EckVideo: Wie ist das Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal entstanden?
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    Kaiser Wilhelm und Seilbahngondel bei Sonnenuntergang. Die Aufnahme machte Thorsten Kolb aus Zirl im Spätsommer bei Sonnenuntergang an der B42 in Ehrenbreitstein.

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