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Boppard

Waldjugendspiele in Boppard: Der Forst ist für 260 Schüler eine Herausforderung

Suzanne Breitbach

Die Waldjugendspiele, die rund um die Schutzhütte der Buchenauer Nachbarschaft veranstaltet werden, fanden gestern zum zwölften Mal statt. Zwischen 7.30 und 8.30 Uhr herrschte Hochbetrieb bei der Anreise mit Schulbussen am ehemaligen Forsthaus Buchenau. 13 Schulklassen mit insgesamt 260 angemeldeten Schülern sind eine logistische Herausforderung.

Drei Kilometer langen Parcours galt es zu absolvieren

Grundschüler von den Schulstandorten in Boppard, Bad Salzig, Buchholz, Halsenbach, Gödenroth, St. Goar und Oberwesel schickten ihren Drittklässler auf den drei Kilometer langen Parcours rund um die Waldfesthütte. 40 Helfer, darunter ein Natur- und Landschaftsführer, der Hegering Boppard mit dem neuen Leiter Wolfgang Peterson, sowie das Forstamt Boppard mit Unterstützung der Nachbarforstämter, die die Waldjugendspiele seit vielen Jahren unterstützen, waren für die Durchführung notwendig. Kaum waren die Patenförster ihren Klassen zugeteilt, ging es für die Drittklässler, ihre Klassenlehrer und Begleitungen an den Start.

Voller Ehrfurcht streichelt ein Schüler den Mäusebussard. Besonders weich war das Fell des Maders, der ebenfalls ausgestellt war.
Voller Ehrfurcht streichelt ein Schüler den Mäusebussard. Besonders weich war das Fell des Maders, der ebenfalls ausgestellt war.
Foto: Suzanne breitbac

Die Waldjugendspiele werden von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), gemeinsam mit dem Forst- und Bildungsministerium und mit Unterstützung der Kreissparkasse auf Landesebene organisiert. SDW-Geschäftsführer Nikolai Kalinke ließ es sich nehmen, aus der Pfalz nach Boppard anzureisen. Er besuchte ein paar Stationen entlang des Parcours und wohnte der Siegerehrung bei.

Wie schwer ist das Hirschgeweih? Horst Gass und Hegeringleiter Wolfgang Petersen erläuterten das Gewicht.
Wie schwer ist das Hirschgeweih? Horst Gass und Hegeringleiter Wolfgang Petersen erläuterten das Gewicht.
Foto: Suzanne Breitbac

Auf dem drei Kilometer langen Rundweg mit elf Stationen wurden den Kindern Aufgaben und Fragen zum Ökosystem Wald gestellt, die sie mit Beobachtungsgabe, Spürsinn und Geschick lösen sollten. Er umfasst sowohl Stationen, an denen Bäume und Tiere zu bestimmen sind, Beobachtungen gemacht oder Zusammenhänge erkundet werden, als auch Stationen mit mehr spielerischen oder sportlichen Aufgaben, wie das Holzstapelspiel. Den Wald erleben und dabei spielerisch Wissen und Erfahrungen zu vermitteln, ist aus pädagogischer Sicht besonders wertvoll. Gleichzeitig wird bei den Kindern ein positives Naturverständnis geweckt.

Beim Waldhorn blieb den Schülern die Luft weg. Dicke Backen, ein roter Kopf – das Horn forderte einiges ab. Belohnt wurden sie mit ein paar Tönen.
Beim Waldhorn blieb den Schülern die Luft weg. Dicke Backen, ein roter Kopf – das Horn forderte einiges ab. Belohnt wurden sie mit ein paar Tönen.
Foto: Suzanne BReitbac

Die ersten Waldjugendspiele organisierte die SDW im Europäischen Naturschutzjahr 1970 in Bayern in der Nähe von Nürnberg. Heute werden bundesweit Waldjugendspiele gemeinsam mit Forstbehörden, Kommunen und Schulämtern durchgeführt.

Klasse 3 b der Grundschule Bad Salzig landete auf dem ersten Platz

Beliebt ist auch der Stand des Hegerings. Die ausgestellten Tiere dürfen auch mal gestreichelt werden.
Beliebt ist auch der Stand des Hegerings. Die ausgestellten Tiere dürfen auch mal gestreichelt werden.
Foto: Suzanne BReitbac

Moritz, Clara und Twan hatten viel Spaß auf dem Rundkurs. „Es war durch den Regen heute Nacht ein bisschen matschig. Aber die frische Luft hat uns allen gut getan. Wir sind in der Mitte des Parcours gestartet, weil so viele Klassen mit dabei sind. Einen Verbesserungsvorschlag haben wir: Unsere Klasse muss auf der Wanderung im Wald leiser sein“, sagte das Trio, als es den Start- und Zielpunkt kurz vor 12 Uhr erreicht hatte.

Kurz nach 12 Uhr wurden die Teilnehmerlisten ausgewertet, und das große Rechnen begann für die Mitarbeiter der Forstverwaltung. Platz eins ging an die Klasse 3 b der Grundschule Bad Salzig. Mit 855 Punkten holten die Schüler gemeinsam mit Klassenlehrerin Iris Rüdell den doppelten Sieg in die Kurstadt. Bereits vor dem Start am Mittwochmorgen stand die Klasse als Sieger im Waldkunstwettbewerb fest, der von einer unabhängigen Jury von fünf Personen ausgewählt wurde. Belohnt wurden die Sieger mit einem Zoogutschein für die Klasse nach Neuwied, einer Plakette sowie einem Geldgutschein. Platz 2 ging an die Grundschule Gödenroth mit 827 Punkten. Dritte wurden die Grundschule Bad Salzig, Klasse 3a und die Michael-Thonet-Grundschule Boppard, Klasse 3b, mit jeweils 819 Punkten.

Aus Sicht der Ehrenamtlichen des DRK-Ortsverbands Bad Salzig/Boppard verlief die Veranstaltung im Wald mit mehr als 260 Teilnehmern nicht ganz reibungslos. Insektenstiche und Schürfwunden mussten versorgt werden.

Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach
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