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    Rhein-Hunsrück-Kreis: Akzeptanz des Jugendtaxis lässt weiter nach

    Warum lässt das Interesse am Jugendtaxi so stark nach? Diese Frage stellt sich die Kreisverwaltung angesichts des Rückganges der Benutzerzahlen im dritten Jahr nacheinander. Knapp 2500 im Jugendtaxi beförderte Personen lautet die Bilanz fürs vergangene Jahr.

    Nachts mit dem Jugendtaxi nach Hause? Davon ließen sich im Rhein-Hunsrück-Kreis 2014 immer weniger junge Menschen überzeugen.
    Nachts mit dem Jugendtaxi nach Hause? Davon ließen sich im Rhein-Hunsrück-Kreis 2014 immer weniger junge Menschen überzeugen.
    Foto: dpa (Symbolbild)

    Von unserem Redakteur Wolfgang Wendling

    3600 junge Männer und Frauen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren nahmen 2013 das Angebot an, am Wochenende preiswert im Taxi nach Hause zu fahren. Bereits vor einem Jahr schrillten in der Kreiszentrale die Alarmglocken: Wie kann es sein, dass ein solches Angebot nicht mehr in dem Maße bei jungen Leuten ankommt, wie es sich die Initiatoren des Jugendtaxis, die politisch Verantwortlichen, Sponsoren und alle in der Jugendhilfe tätigen Personen vorgestellt haben?

    Anfangs fuhren noch 10.150 Jugendliche mit

    Niemand hat eine hinreichende Erklärung für die stark rückläufige Akzeptanz des Jugendtaxis. Dabei lief es doch in der Anfangsphase des 2008 gegründeten Jugendtaxis so gut. 10.150 beförderte Personen wurden 2011 registriert. Doch ein Jahr später hat sich die Zahl der Benutzer mit 4590 mehr als halbiert.

    Allein aus finanzieller Sicht ist das Ganze positiv zu bewerten. 10.000 Euro stellt der Kreis fürs Jugendtaxi jährlich in den Haushalt. Nur 5000 Euro wurden voriges Jahr benötigt. Zusammen mit den Sponsoren subventioniert der Kreis die Fahrt im Jugendtaxi. So erhält jeder Jugendliche zwischen 16 und 21, der im Rhein-Hunsrück-Kreis einen Wohnsitz hat, einen Preisnachlass von 2 Euro pro Fahrt, wenn er in der Nacht zum Samstag oder Sonntag sowie vor gesetzlichen Feiertagen und von Weiberfastnacht bis Fastnachtsdienstag zwischen 22 und 6 Uhr die Heimfahrt im Jugendtaxi unternimmt.

    Werbekampagne geplant

    Die Kreisverwaltung plant im Frühjahr eine Werbekampagne fürs Jugendtaxi. Vielleicht sollte sie auch die beteiligten Taxiunternehmen ins Gebet nehmen, damit sie fair und freundlich mit den Jugendlichen umgehen. Denn es gibt immer wieder Klagen über den rüden Umgangston mancher Taxifahrer. Einige von ihnen sollen den Jugendtaxifahrschein gar nicht parat haben, wozu sie sich jedoch verpflichtet haben.

    Eines steht fest: Aus Sicht von Eltern, Polizei und Jugendhilfe ist das Jugendtaxi eine runde Sache. Die Vorteile müssen sich nur noch bei den Jugendlichen richtig rumsprechen.

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