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Mittelrhein

Mittelrhein: Pro Brücke appelliert an den Kreistag

Die Bürgerinitiative Pro Brücke schaltet sich in die aktuelle Diskussion um die Mittelrheinbrücke ein und wendet sich in einer Mitteilung an die politisch Verantwortlichen. Insbesondere „appelliert“ die Initiative an die Mitglieder im Kreistag Rhein-Hunsrück. Der Vorsitzende von Pro Brücke, Bernd Zorn, fordert: „Nicht noch mehr wertvolle Zeit verlieren!“

Nicht nur der Fluss trennt die beiden Rheinseiten – in den vergangenen Monaten tat die politische Diskussion Ihr Übriges dazu.
Nicht nur der Fluss trennt die beiden Rheinseiten – in den vergangenen Monaten tat die politische Diskussion Ihr Übriges dazu.
Foto: Thomas Torkle

In der Mitteilung schreibt die Initiative: „Der Rhein-Hunsrück-Kreistag wird sich in seiner nächsten Sitzung mit der Mittelrheinbrücke befassen. Dies entschied das Verwaltungsgericht, nachdem Landrat Marlon Bröhr das Thema nicht im höchsten Kreisgremium zur Beratung stellen wollte. Der Vorstand der Bürgerinitiative ProBrücke freut sich über die klare Botschaft des Gerichts.“

Die Bürgerinitiative setzt nun offensichtlich auf einen Dialog im Kreistag, der womöglich von einer starken Kontroverse geprägt sein dürfte. „Nur wer miteinander über unterschiedliche Positionen spricht, findet tragfähige Lösungen und breite Akzeptanz“, erklärt Pro Brücke mit Blick auf die für den 12. März terminierte Sitzung. Für die Gruppierung steht fest: „Die Mittelrheinbrücke ist ein Gemeinschaftsprojekt.“

Vor dem Hintergrund, dass Landrat Bröhr angekündigt hat, gegen das Urteil in Berufung zu gehen, befürchtet die Initiative einen weiteren Verzug für das Großthema. Pro-Brücke-Vorsitzender Bernd Zorn fordert: „Es darf nicht noch mehr wertvolle Zeit verloren werden. Es geht um das wichtigste Infrastrukturprojekt für die Menschen am Mittelrhein. Da müssen persönliche Eitelkeiten hintenan stehen!“

Die Bürgerinitiative erwartet, wie sie in ihrer Mitteilung weiter ausführt, von den gewählten Kreistagsmitgliedern, „dass sie bei den anstehenden Beratungen zur Mittelrheinbrücke Verantwortung zeigen und den Weg freimachen für den schnellstmöglichen Start des notwendigen Raumordnungsverfahrens, um weitere Verzögerungen zu vermeiden“. Die endgültige Entscheidung, ob eine kommunale Brücke oder Landesbrücke gebaut wird, hänge, so Pro Brücke, nicht vom initiierten Raumordnungsverfahren ab. „Die Planungen zur Mittelrheinbrücke müssen endlich weitergehen“, erklärt Vorsitzender Zorn. „Die Frage der Trägerschaft kann getrennt vom zwingend zu durchlaufenden Verfahren betrachtet werden.“ Wenn zudem ein aktuelles Verkehrsgutachten, das von verschiedenen Experten zur Bewertung der Trägerschaftsfrage gefordert wird, vorliege, könne man anhand von Fakten entscheiden, wer die Baulast zu übernehmen habe. Dann müsse diese wichtige Frage „nicht aus dem Bauch heraus“ beurteilt werden.

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