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    Erstklässler legen los: 898 Kinder starten in ihr Leben als Schüler

    Am Sonntag enden in Hessen und Rheinland-Pfalz die Schulferien. Dann kehren Hunderttausende Schüler in ihre Klassen zurück, viele von ihnen begeistert, manche voller Lustlosigkeit. Für 88.750 Erstklässler in Hessen und Rheinland-Pfalz allerdings ist am Montag und Dienstag der kommenden Woche ein ganz besonderer Tag – die Einschulung hat eine besondere Bedeutung.

    34.750 neue Schüler darf das Land Rheinland-Pfalz zum neuen Schuljahr in den Klassen begrüßen. Dies ist teils mit Problemen verbunden, weil die Zahl der Lehrer nicht überall auf dem Stand ist, wie er sein sollte, um allen Vorstellungen und Ansprüchen an das Schulsystem gerecht zu werden. Am Freitag hat die CDU im Landtag noch einmal heftig darauf hingewiesen, dass es deutlich mehr Planstellen für Lehrer geben müsse. Die Zahl von zuletzt mehr als 2500 Vertretungslehrern müsse zugunsten von Planstellen erheblich reduziert werden, lautete eine Forderung. Mit solchen Problemen rund um das Personaltableau haben viele Schulen im Land zu kämpfen – auch die Grundschule Büchenbeuren.

    In Büchenbeuren würde Schulleiter Hannfried Holzhausen gern zwei Klassenlehrer für das neue erste Schuljahr zur Verfügung stellen. Doch dies ist angesichts der Personalsituation nicht im vollen Umfang möglich. „Momentan müssen wir mit einem absoluten Notprogramm arbeiten“, sagt Holzhausen. Zwei Vertretungslehrer haben im Laufe der Ferien ihren Verbleib an der Büchenbeurener Schule abgesagt, aus verständlichen Gründen für das Kollegium, denn beide haben in Bayern beruflich reizvolle Aussichten erhalten und dieses Angebot angenommen.

    In Büchenbeuren führte dies zu einer weiteren Anspannung der ohnehin nicht einfachen Situation. Holzhausen wird im kommenden Schuljahr selbst eine Klassenleitung im dritten Schuljahr übernehmen müssen, obwohl dies grundsätzlich aufgrund seiner Leitungsfunktionen nicht vorgesehen ist. Dazu wurde die sogenannte Klassenmesszahl im zweiten Schuljahr überschritten; eigentlich müsste es hier drei Klassen geben, aber aus personellen Gründen sind lediglich zwei möglich.

    Für die Erstklässler, die theoretisch in zwei festen Klassen unterrichtet werden sollten, wird es in Büchenbeuren ebenso eine Kompromisslösung geben. So ist es notwendig, dass eine Lehrkraft in einzelnen Stunden gleichzeitig zwei Klassen im großen Musiksaal unterrichtet. Auch wenn dies lediglich kurze Zeiträume betrifft, ist Holzhausen mit dieser Lösung grundsätzlich nicht zufrieden. Denn gern würde er den Unterricht für die Erstklässler ohne solche Kompromisslösungen gestalten.

    32 Schüler werden in Büchenbeuren eingeschult, damit liegt die Schule im Mittelfeld der Einschulungszahlen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Insgesamt beginnen 898 i-Dötzchen ihr Schülerleben in den 23 Grundschulen des Kreises.

    In der Verbandsgemeinde Kirchberg starten an der Freiherr von Drais-Grundschule in Kirchberg 83 Schüler in die erste Klasse, aufgegliedert in vier Klassen. Damit ist die Kirchberger Schule zugleich die Institution mit den höchsten Einschulungszahlen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Zwei neue Klassen wird es an der Soonwald-Grundschule Gemünden geben, hier werden 31 Kinder eingeschult. In der Grundschule Sohren kommen 47 Schüler in zwei Klassen. In der Verbandsgemeinde Kirchberg werden damit im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 193 Mädchen und Jungs eingeschult.

    In der Verbandsgemeinde Simmern hat die Rottmannschule in Simmern die höchsten Einschulungszahlen. In vier Klassen werden hier ab der kommenden Woche insgesamt 78 Kinder unterrichtet. Die Kurt-Schöllhammer-Grundschule in Simmern nimmt 65 Schüler neu auf, die in drei Klassen unterrichtet werden. Damit finden sich in den beiden Grundschulen der Verbandsgemeinde Simmern 143 neue i-Dötzchen ein.

    In der Verbandsgemeinde Kastellaun hat die Kastellauner Grundschule traditionell die höchsten Einschulungszahlen. Wurde hier im Schuljahr 2015/2016 noch die höchste Zahl an Einschulungen im Kreisgebiet erreicht mit insgesamt 75 Kindern, liegt die Zahl für das neue Schuljahr bei 71 Schülern, nachdem sie im vergangenen Schuljahr auf 69 abgesunken war. Dem steht in Mörsdorf die kleinste Anzahl an Einschulungen gegenüber, hier kommen zum neuen Schuljahr sechs Schüler hinzu, insgesamt werden an der Grundschule dann 18 Kinder unterrichtet. Bei neun Erstklässlern liegt die Einschulungszahl an der Grundschule Mastershausen, 19 Schüler kommen zur Schulgemeinschaft der Grundschule Gödenroth hinzu. 32 neue Schüler in zwei Klassen werden im neuen Schuljahr an der Adolf-Reichwein-Grundschule in Beltheim unterrichtet. In der Freien Waldorfschule Kastellaun beginnen 12 Schüler das erste Schuljahr. In der Verbandsgemeinde Kastellaun werden damit insgesamt 149 Schüler diesen neuen Lebensabschnitt beginnen.

    In der Stadt Boppard erreicht die Michael-Thonet-Schule Boppard traditionsgemäß die höchsten Schülerzahlen bei der Einschulung. In diesem Schuljahr sind es 56 Kinder, die in drei Klassen kommen. Die Grundschule Bad Salzig nimmt 32 i-Dötzchen in ihre Reihen auf, sie werden in zwei Klassen unterrichtet. In der Buchholzer Grundschule sind es in diesem Schuljahr 48 Einschulungen. „Uns fehlt ein Schüler, dann wären wir dreizügig“, sagt Schulleiter Ewald Hammes, der mit zwei Klassen am Dienstag im Bopparder Ortsbezirk Buchholz startet. Insgesamt starten in Boppard damit 136 Kinder in ihr Leben als Schüler.

    121 Kinder werden in der Verbandsgemeinde Emmelshausen eingeschult. Davon kommen 46 Schüler in der der Grundschule Emmelshausen hinzu, die in zwei Klassen unterrichtet werden. In der Grundschule Halsenbach kommen 27 Erstklässler hinzu, hier wird es zwei Klassen geben. In der Grundschule Pfalzfeld gibt es einen Zuwachs von 30 Schülern in zwei Klassen. Dies entspricht dem größten Zuwachs mit Blick auf die letztjährigen Zahlen. Denn im Vorjahr war die Grundschule Pfalzfeld mit zehn i-Dötzchen noch die zweitkleinste Schule im Kreisgebiet. Kleinste Schule bleibt die Grundschule Mörsdorf. Die Grundschule Gondershausen freut sich auf 18 Erstklässler, die in einer Klasse unterrichtet werden.

    69 Einschulungen gibt es in der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel. Diese verteilen sich auf die Rheinfelsschule St. Goar, die 17 Erstklässer begrüßt, die in einer Klasse zusammenkommen, und auf die Elfenley-Grundschule Oberwesel. Hier werden 52 Schüler in drei Klassen unterrichtet.

    In der Verbandsgemeinde Rheinböllen gibt es im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 87 Erstklässler, die sich auf die Grundschulen in Argenthal, Rheinböllen und Riesweiler aufteilen. Die meisten Schüler gehen dabei in die Grundschule Am Hochsteinchen in Rheinböllen, hier werden 58 Mädchen und Jungen in drei Klassen eingeschult. 15 Schüler starten kommende Woche in der Grundschule Argenthal ihre Schulzeit, 14 weitere in der Soonblick-Grundschule Riesweiler.

    Insgesamt beginnt für 898 Schüler im Rhein-Hunsrück-Kreis ein neuer, aufregender Lebensabschnitt. Die Schülerzahlen liegen damit knapp über dem Vorjahreswert. Vor Jahresfrist wurden 856 Jungen und Mädchen im Kreis eingeschult, das waren bereits 15 Erstklässler mehr als ein Jahr zuvor. Im Sommer 2014 wurden mehr als 880 Kinder eingeschult. Auch wenn die jetzigen Zahlen unter diesem Wert liegen, ist insgesamt ein hoher Grad an Stabilität der Zahlen erkennbar, denn 2013 hatte es einen historischen Tiefstwert in der Geschichte des Rhein-Hunsrück-Kreises gegeben. Damals wurden 770 Erstklässler gezählt. Volker Boch

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