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    11. Dezember: Moose, Misteln, bunte Zweige – Heimisches macht die Krippe heimelig

    Ohne Moos nix los! Der populäre Spruch gilt auch für die Weihnachtskrippe. Selbst gestaltet, ist die Weihnachtslandschaft rund um Bethlehems Stall eben doch am schönsten. So zieht es in der Vorweihnachtszeit viele Menschen auf der Suche nach Immergrünem zum Basteln in den Wald.

     

     

     

    Aus Sicht der Forstleute kann das weitverbreitete Frauenhaarmoos in haushaltsüblichen Mengen im Wald gesammelt werden, um für den Krippenbau Verwendung zu finden. Der Bopparder Revierförster Ralf Kerber zeigt diese Moosart, die bedenkenlos verwendet werden kann.
    Aus Sicht der Forstleute kann das weitverbreitete Frauenhaarmoos in haushaltsüblichen Mengen im Wald gesammelt werden, um für den Krippenbau Verwendung zu finden. Der Bopparder Revierförster Ralf Kerber zeigt diese Moosart, die bedenkenlos verwendet werden kann.
    Foto: Suzanne Breitbach

     

     

    Von unserer Reporterin Suzanne Breitbach

     

    Moose, Misteln und bunte Zweige erfreuen sich großer Beliebtheit bei den fleißigen Krippenbauern.

    Die heimische Krippe mit der Darstellung der Geburt Christi hat an Beliebtheit nicht eingebüßt. Die Auswahl der Figuren folgt der biblischen Überlieferung und der Vorstellungskraft der kreativen Fertiger. Das Jesuskind, seine Mutter Maria, Vater Josef, eine Herde Schafe mit ihrem Hirten, mindestens ein Esel und die drei Weisen aus dem Morgenland werden mit Naturmaterialien liebevoll dekoriert und aufgestellt. Dabei sind Wurzeln, Wurzelholz und Rinden gefragte Naturprodukte. Am beliebtesten ist jedoch das Moos. Doch Vorsicht: Längst nicht jede Moosart darf aus dem Wald mit nach Hause genommen werden.

    Das Landeswaldgesetz erlaubt die Entnahme von Moosen und Misteln, sofern sie in geringen Mengen und für den privaten Bedarf erfolgt. Darauf weist das Forstamt Boppard hin. Wer kommerziell Moos sammeln möchte, muss sich die Genehmigung des jeweiligen Waldbesitzers einholen. Im Zweifelsfall sollte der Sammler beim Forstamt nachfragen.

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    Pfleglich sollen die Krippenbauer beim Moos-Sammeln im Wald unterwegs sein. Denn es gibt geschützte Arten. Besonders geschützt sind Torfmoos und das bei Krippenbauern sehr beliebte Weißmoos, das kompakte runde Polster bildet. Im nassen Zustand ist das Weißmoos hellgrün, getrocknet sind die Polster weißlich aufgewölbt. Da heißt es: Finger weg! "Alternativ kann Weißmoos käuflich aus der Zucht erworben werden. Gartenbaubetriebe und Floristen bieten diese Moossorte im Handel an", rät die Kreisverwaltung.

     

    Die geschützten Arten kennt der Laie natürlich nicht. Daher ist es hilfreich, vor dem Ausflug in den Wald einen Blick ins Internet zu werfen, wo ausreichend Fotos und Beschreibungen für Torf- und Weißmoose zu finden sind.

    Bedenkenlos kann hingegen das dunkel- bis blaugrün schimmernde Frauenhaarmoos mit nach Hause genommen werden. In den Seitentälern des Rheins und auf den Hunsrückhöhen ist es weit verbreitet. Dort, wo das Frauenhaarmoos zu Hause ist, ist der Boden sauer und bietet große Moospolster. Wegen seiner Wuchshöhe gehört es zu den größten mitteleuropäischen Moosarten. Auffällig ist die goldgelbe Kapsel, die der Art auch den weitverbreiteten Namen "Goldenes Frauenhaarmoos" gibt. Der gelb-rote Kapselstiel ist sechs bis zwölf Zentimeter lang und entspringt aus der Stengelspitze.

    Häufig wächst im eigenen Garten die Stechpalme als Hecke oder als Strauch. Sie wird ebenfalls gerne für Weihnachtsgestecke verwendet. Achtung, die Stechpalme ist giftig! Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde bei der Kreisverwaltung hin. Zum Abschluss ein Tipp der Kreisverwaltung: Wer immergrüne Zweige fürs Krippchen oder die Weihnachtsdekoration sucht, kann sich auf den Grünschnittsammelplätzen bedienen. Dort gibt es das Gewünschte zum Nulltarif.

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