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    Remagen

    Zum Jubiläum: Galeriebetreiber zeigen jetzt eigene Kunstwerke

    Zum zehnten Jubiläum der Galerie Artspace K2 in Remagen stellen die Galeriebetreiber zur Abwechslung einmal selbst aus: „Zusammenhänge“ nennt sich die Schau, die die doch recht unterschiedlichen Werke von Molly und Christoph Noebel unter einem Dach vereint.

    Molly und Christoph Noebel zeigen zum Jubiläum ihre erste gemeinsame Ausstellung in der Galerie Artspace K2 in Remagen.
    Molly und Christoph Noebel zeigen zum Jubiläum ihre erste gemeinsame Ausstellung in der Galerie Artspace K2 in Remagen.
    Foto: Uwe Sülflohn

    Die Vielfalt der bisher in der Galerie gezeigten Kunst ist ebenfalls zu erfassen: Es reicht, sich die gesammelten Einladungskarten im Kartenständer anzusehen. Doch zunächst einmal fällt der Blick unweigerlich auf Molly Noebels Collagen, die diesmal ausnahmsweise nicht kleinformatig, sondern zum Großteil als auf großem Format zusammengefasste abstrakte „Serienbilder“ daherkommen. 96 kleine Einzelwerke umfasst etwa die Arbeit „Zusa Schwarz-Weiß“, die Molly Noebel in acht mal zwölf Reihen auf einer 1 mal 1,20 Meter großen Leinwand angeordnet hat. Die „Zutaten“ der kleinen Collagen sind immer dieselben, doch in der Vielzahl der individuellen Abwandlungen spielt die Künstlerin mit den Gemeinsamkeiten und Zusammenhängen von Form und Farbe. „Es ist wie bei den Menschen“, erklärt sie: Alle bestehen sie aus denselben Zutaten, aber trotzdem sind alle anders und ergeben, zu einer großen Gruppe angeordnet, doch wieder ein harmonisches Bild.

    Auch wenn es oft anders erscheint: Gemalt ist hier gar nichts. „Ich male prinzipiell nicht, ich klebe nur“, erklärt Molly Noebel. Ihr Handwerkszeug sind deshalb nicht Pinsel, Stift oder Spachtel, sondern Druckvorlagen, Schablonen, bedruckte Servietten, bemaltes Seidenpapier, Pappreste und Papierfragmente. Trotzdem hantiert auch sie mit Farbe, etwa wenn sie die zarten Seidenpapiere, die später für Collagen zerrissen werden, mit Acrylfarbe bedruckt. Selbst entwickelt hat sie auch ihre Collage- und Transfertechniken, die mitunter so fein sind, dass die „Grenzen“ von Papier zu Papier gar nicht mehr als solche erkennbar sind.

    Wer den zweiten Galerieraum betritt, erlebt eine Überraschung: An den Wänden sind schwarz-weiße Druckgrafiken zu sehen, die man eher in einer wissenschaftlichen Abhandlung zu wirtschaftspolitischen Themenstellungen erwarten würde als in einer Galerie. Kunstvoll hat Christoph Noebel Verhaltensweisen in der Wirtschaft und im Staatswesen in Beziehung zueinander gesetzt. So einfach die Darstellungsform ist, so kompliziert ist die Entschlüsselung der Diagramme und Gleichungen: Man muss das Gehirn schon ziemlich strapazieren, um zu verstehen, was da eigentlich gemeint ist. Oder man lässt es einfach und beschränkt sich darauf, den Verstand zu bewundern, der sich diese Art der Visualisierung komplexer Zusammenhänge ausgedacht hat.

    Auf die Frage, was diese Diagramme mit Kunst zu tun haben, hat sich ihr Schöpfer Christoph Noebel gut vorbereitet: Ganz ketzerisch könne er jetzt sagen, dass per se alles Kunst ist, was in einer Kunstgalerie hängt. Doch das braucht es gar nicht. Ihm reicht es, darauf hinzuweisen, dass es doch Bestandteil der Kunst sei, Dinge, Objekte, Ideen und Konzepte zu visualisieren. „Außerdem besteht ein wichtiges Element der Kunst darin, die Beschreibungen gewisser Sachverhalte oder Inhalte zu abstrahieren und auf ihre wesentlichen Merkmale und Aussagen hin zu reduzieren. Genau das ist mein Anhaltspunkt in den hier präsentierten Arbeiten“, so Noebel.

    Mit seiner Frau Molly hat er für die Ausstellung auch ein Gemeinschaftswerk geschaffen: Für die Collage „Aus dem Zusammenhang gerissen“ hat Molly Noebel Grafiken ihres Mannes auseinandergerissen und auf dem Bilduntergrund neu angeordnet – auch das als eine Form von „Zusammenhang“.

    „Zusammenhänge“ ist noch bis zum 1. November in der Galerie Artspace K2 in der Kirchstraße 2 zu sehen. Öffnungszeiten sind Mittwoch bis Samstag, 15 bis 18.30 Uhr.

    Von unserer Mitarbeiterin Petra Ochs

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