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    Rolandseck

    Zehn Jahre ist es nun alt: Arp Museum ist international anerkannt

    Es war im September 2013 da hatte das Arp Museum endgültig seinen Platz auf der internationalen Landkarte der Kunstmuseen gefunden. Damals klingelte im beschaulichen Rolandseck das Telefon von Museumsdirektor Oliver Kornhoff, am anderen Ende die weltbekannte Tate Britain in London. Die Direktorin fragte ihn, Kornhoff, ob man sich eventuell mal treffen könne wegen einer Ausstellung von Barbara Hepworth.

    Der Bahnhof Rolandseck und das vor 10 Jahren eröffnete Arp Museum: Inzwischen haben sie in der Kunstwelt einen Namen.  Archivfto: Frank Homann
    Der Bahnhof Rolandseck und das vor 10 Jahren eröffnete Arp Museum: Inzwischen haben sie in der Kunstwelt einen Namen. Archivfto: Frank Homann
    Foto: Frank Homann

    Drei Jahre später, an diesem Wochenende, feiert das Arp Museum Zehnjähriges. Knapp 700.000 Besucher sind seit der Eröffnung des Arp Museums Bahnhof Rolandseck am 28. September 2007 gekommen. Mehr als 70 Ausstellungen waren seitdem zu sehen im für 33 Millionen Euro neu gebauten und renovierten Museum. Kornhoff sagt: „Wir sind das größte und bedeutendste Kunstmuseum in Rheinland-Pfalz und sehr stolz auf das Erreichte. Aber es hat gedauert, bis wir uns diese Stellung erarbeitet haben.“

    Im Konzert der großen Kunstmuseen am Rhein – Bundeskunsthalle und Kunstmuseum in Bonn, Museum Ludwig in Köln – sieht der promovierte Kunsthistoriker das Museum um Namenspatron Hans Arp als „wichtige Stimme, als Antriebsort in einer einzigartigen Landschaft mit Kunst aus 1000 Jahren und auf Weltniveau“. Der international längst wahrgenommen wird: eben auch in London, in Kopenhagen, in Paris oder in New York.

    Museumsdirektor Oliver Kornhoff, hier mit der US-Künstlerin Tara Donovan und Kuratorin Jutta Mattern, leitet das Museum seit 2009. _ Foto: Herbert Piel
    Museumsdirektor Oliver Kornhoff, hier mit der US-Künstlerin Tara Donovan und Kuratorin Jutta Mattern, leitet das Museum seit 2009. _
    Foto: Herbert Piel

    Auch wenn am Wochenende kräftig gefeiert wird, das größte Geschenk – in Sachen Prestige und Format – ist schon Ende Mai in Rolandseck eingetroffen: in Form der Großplastiken des britischen Bildhauers Henry Moore, diesem „Superstar der Kunst“, wie Kornhoff ihn nennt. „Dass wir diese Ausstellung im 40. Jahr der Henry Moore-Foundation bekommen haben, ist sensationell. So eine Möglichkeit bekommt kaum ein anderes Museum.“ Dabei hat auch geholfen, dass Moore (1898–1986) seit den 1970er-Jahren einen Bezug zum Bahnhof Rolandseck hatte.

    Der Direktor erklärt weiter: „In dieser Ausstellung bündelt sich unsere ganze Qualität, Kompetenz und Internationalität, die wir uns in all den Jahren erarbeitet haben.“ Seit Beginn der Moore-Ausstellung Ende Mai verzeichnet das Arp Museum einen deutlichen Besucheranstieg auf 9000 Besucher im Monat. Damit würde es so ganz nebenbei auch an die 100.000er-Marke pro Jahr herankommen, die die Politik einst als Ziel ausgerufen hatte, die sie im Arp Museum aber noch immer für kaum realistisch halten. Denn klar ist: Blockbusterveranstaltungen der Kategorie Moore kann das Museum nicht jedes Jahr anbieten.

    Namenspatron Hans Arp mit zwei Skulpturen aus der Serie Wolkengruppen.  Foto: David Ertl
    Namenspatron Hans Arp mit zwei Skulpturen aus der Serie Wolkengruppen.
    Foto: David Ertl

    Die Zeiten, in denen sich Kornhoff gegenüber der Politik regelmäßig für die Besucherzahlen rechtfertigen musste oder die Unterhaltung des Arp Museums als Spielball benutzt wurde, scheinen vorbei. Kornhoff sagt: „Das Arp Museum taucht immer weniger in der politischen Diskussion auf. Kultur hat ja auch alle demokratischen Farben.“ Zudem machten sich Politiker „unglaubwürdig, wenn sie etwas angreifen, das hervorragend funktioniert und das zudem überaus transparent ist“. Er meint außerdem: „Wir selbst haben doch das größte Interesse daran, die Kosten zu senken. Denn jeden Cent, den wir einsparen, können wir in Kulturarbeit stecken.“

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Zehn Jahre Arp Museum: ein RückblickOliver Kornhoff: "Wichtige Stimme im Konzert der Kunstmuseen"
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