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Weibern

Windpark verspürt neuen Rückenwind

Neun weitere Windkraftanlagen könnten in den nächsten Jahren in der Region Weibern entstehen. Die Beteiligten jedenfalls sind optimistisch.

Weibern – Neun weitere Windkraftanlagen könnten in den nächsten Jahren in der Region Weibern entstehen. Die Beteiligten jedenfalls sind optimistisch.

Schon vor längerer Zeit haben Windkraftanlagen-Betreiber die Region um Weibern für sich und ihre Windräder entdeckt. Seit 2001 sind fünf Anlagen auf der Riedener Höhe in Betrieb, drei davon auf Weiberner Grund und Boden. In ein paar Jahren könnte der Windpark um weitere neun Anlagen angewachsen sein – vorausgesetzt, die zuständigen Genehmigungsbehörden und potenzielle Investoren spielen mit.

Die Ortsgemeinde ist jedenfalls mit von der Partie. Vom Grundsatz her hat der Rat den bisherigen Expansionswünschen zugestimmt. Immerhin soll die arg gebeutelte Gemeindekasse von erheblichen Einnahmen profitieren.

„Das Weiberner Windmärchen“ begann kurz nach der Jahrtausendwende mit dem Bau von fünf Anlagen auf der Höhe zwischen Weibern und Rieden. Das inzwischen insolvente Unternehmen Provento rannte damals offene Türen ein, sowohl bei Grundstückseigentümern und Pächtern als auch bei der Kommune.

Weil alles so vortrefflich klappte, blieb man im Zeitplan. Im August 2001 wurden die Wege für den Schwertransport ausgebaut, die Fundamente für die Anlagen gegossen. Anfang Dezember rollten die ersten Laster an, sie brachten das Material aus Dänemark in die Eifel, wo vier Türme mit Riesenkränen aus Einzelteilen zusammen- und aufeinandergesetzt wurden. Die fünfte Vestas-Anlage folgte ein Jahr später.

Seit 2002 produzieren vier Generatoren je 660 KW Strom – sofern die Windgeschwindigkeit bei optimalen 16 Metern pro Sekunde liegt. Die Türme mit einer Nabenhöhe von 65 Metern haben unten einen Durchmesser von vier Metern, der sich nach oben hin bis auf 2,10 Meter verringert. Der Rotor, bestehend aus drei Rotorblättern, hat einen Durchmesser von 47 Metern.
Es handelt sich um eine Pitch-Anlage, der Anstellwinkel der Rotorblätter zum Wind wird durch ein mikroprozessorgesteuertes Regelungssystem immer optimal eingestellt, sodass eine höchstmögliche Leistung und gleichzeitig eine minimale Geräuschentwicklung erreicht werden.

Es steht für die nächsten Jahre ein Ausbau des bestehenden Windparks an. Hierzu gibt es derzeit drei Interessenten: DunoAir will drei Windräder, Gamesa eines und Dr. Dieter Gunst (Projektplanung von Windkraftanlagen) die anderen sechs auf der Höhe zwischen Weibern und Rieden errichten.

Alle müssen die erforderlichen Verfahren durchlaufen. Die jeweiligen Standorte werden auf Herz und Nieren überprüft: vor allem in Sachen Wasser-, Natur-, Vogel- und Schallschutz sowie hinsichtlich der Flugsicherheit und möglicher Beeinträchtigungen von Richtfunkstrecken. Für Gunst, der als vorerst letzter Interessent dem Rat seine Planungen erläuterte, begann der Behördenmarathon am Freitag mit Gesprächen bei der Kreisverwaltung.

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