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    Unser Dialekt ist noch von der Römerzeit beeinflusst

    "De Koppeng woa doh, de Nas woa zoh! Watt deiste jetz, watt machste nou? (Der Kopfschmerz war da, die Nase war zu! Was tust du nun, was machste nun?" So beginnt die Geschichte "O Maria Hilf", die Uta Assenmacher aus Heppingen Anfang März beim Mundartwettbewerb der Sparkassenstiftung "Zukunft Kreis Ahrweiler" vorgetragen hat.

    Viele Bürger verstehen heute das urtümliche Platt aus der Region nicht mehr, aber für Uta Assenmacher ist es ganz normal, Mundart zu sprechen. Was nun das Heppinger-Platt von dem in Nierendorf, Ahrweiler oder Dernau eigentlich unterscheidet, ist nur schwer zu beschreiben.

    Es basiert auf der Rheinischen Mundart, ist aber doch in Nuancen anders. Noch schwerer als zu sprechen ist es, in Platt zu schreiben. Trotzdem macht Uta Assenmacher es immer wieder mal für einen Vortrag bei den Möhnen oder eben, um erzählen zu können. "Die Geschichte ,O Maria Hilf' ist nicht erfunden, sondern erlebt", erklärt sie, und da sie Mundart liebt, hat sie ihre Erlebnisse aufgeschrieben.

    In Heppingen ist sie gewohnt, mit den älteren Mitbürgern fast ausschließlich Platt zu sprechen. "Wenn ich Hochdeutsch sprechen würde, wäre das echt komisch", sagt sie. Nur wenn Jüngere kommen oder Auswärtige, greift sie zum Hochdeutschen.

    IT-Techniker Helmut Schick aus Altenahr hat die Mundart beim täglichen Umgang mit den Eltern gelernt. In der Schule wurde nur das Hochdeutsche verlangt. Trotzdem hat er viel Spaß am Altenahrer-Platt und hat deshalb mit seiner Geschichte "De Daach vüür Hillichovend" (Der Tag vor Heiligabend) zum ersten Mal am Wettbewerb teilgenommen.

    Auch er hat so seine Probleme, den Unterschied zu den Sprachvarianten in den anderen Orten des Ahrkreises zu erklären. "Man hat es halt so gelernt und spricht es eben so." Die Eifeler Mundarten zählen in der südlichen Eifel zu den moselfränkischen Dialekten. Sie ähneln stark der luxemburgischen Sprache. In der nördlichen Eifel, so auch in Altenahr, gehören sie zur ripuarischen Dialektgruppe und ähneln dem Kölschen.

    Die territorialen Strukturen, wie sie sich seit der Römerzeit in der Eifel entwickelt haben, bestimmten auch die Entwicklung der Eifeler Dialekte. Unterschiede zwischen den Eifeldialekten gibt es in der Aussprache, der Ausdrucksweise, im Wortschatz und in der Grammatik.

    Marianne Breuer aus Dedenbach spricht zum Beispiel ein dem Kölner Dialekt angepasstes Platt, vermengt allerdings mit von der Mutter aus Oberzissen übernommenen Worten. "Früher wurde hier in Dedenbach nur Platt gesprochen", berichtet sie. Heute hat sie sich ein Mischmasch aus Platt- und Hochdeutsch angewöhnt. "Viele Begriffe purzeln durcheinander."

    Schon immer hat sie aufgeschrieben, was sie bewegt und was sie erlebt. So spiegelt auch ihr Wettbewerbsbeitrag "De Jenerationsdösch" (Der Generationentisch) viele Erlebnisse ihres Lebens wieder. In ihrer Dedenbacher Mundart vorgetragen wurde daraus eine köstliche Geschichte. Viele solcher Kurzgeschichten hat sie schon aufgeschrieben, und der Schwiegersohn hat eine Menge davon in Buchform gebunden, denn es ist ja Dorfgeschichte, die nicht verloren gehen darf.

    Auch im Heimatjahrbuch des Kreises hat Marianne Breuer schon Geschichten veröffentlicht. Obwohl es jedes Mal eine aufregende Sache ist, hat die 78-Jährige an allen drei bisher durchgeführten Mundartwettbewerben teilgenommen - ganz einfach aus Freude. Jochen Tarrach

    Der Originalbeitrag von Marianne Breuer aus DedenbachDer Originalbeitrag von Helmut Schick aus AltenahrDer Originalbeitrag von Uta Assenmacher aus Heppingen3. Platz: Der Originalbeitrag von Dieter Koll aus Dernau2. Platz: Der Originalbeitrag von Herbert Engel aus Ahrweilerweitere Links
    Bad Neuenahr-Ahrweiler
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