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Kesseling

Steinerberghaus beschert seit 100 Jahren Gipfelglück hoch über der Ahr

Seit einhundert Jahren ist das Steinerberghaus oberhalb von Kessling ein attraktives Ziel für Wanderer mit seinen Ausblicken auf die Hohe Acht, den Aremberg-Gipfel, die Tomburg und das Siebengebirge. Der Erbauer des Hauses, die Bonner Abteilung des Eifelvereins, feiert das Jubiläum am 18. Juni mit einem großen Fest und einer Sternwanderung. Die RZ sprach mit dem Vorsitzenden der Bonner Ortsgruppe, Franz-Josef Gypkens, über die Historie des Ausflugsziels.

Seit 100 Jahren ein beliebtes Wanderziel: das Steinerberghaus. Unser Foto zeigt eine historische Ansicht.
Seit 100 Jahren ein beliebtes Wanderziel: das Steinerberghaus. Unser Foto zeigt eine historische Ansicht.

Kesseling – Seit einhundert Jahren ist das Steinerberghaus oberhalb von Kessling ein attraktives Ziel für Wanderer mit seinen Ausblicken auf die Hohe Acht, den Aremberg-Gipfel, die Tomburg und das Siebengebirge. Der Erbauer des Hauses, die Bonner Abteilung des Eifelvereins, feiert das Jubiläum am 18. Juni mit einem großen Fest und einer Sternwanderung. Die RZ sprach mit dem Vorsitzenden der Bonner Ortsgruppe, Franz-Josef Gypkens, über die Historie des Ausflugsziels. 

Der 1888 gegründete Bonner Eifelverein beginn 1906, sein bevorzugtes Wandergebiet an der Ahr rund um Altenahr und Kreuzberg mit markierten Routen zu erschließen. Bald wurde der Wunsch nach einer Aufenthalts- und Unterkunftsmöglichkeit laut. Zahlreiche Grundstücke wurden erworben. Noch heute gehören sowohl große Teile auf dem Steinerberg als auch die Wacholderflächen auf dem benachbarten Wiwwelsberg dem Ortsverein, der aktuell rund 900 Mitglieder zählt, davon 600 aktive. Unter dem damaligen Vorsitzenden August Arimond, Direktor des Bonner Landgerichts, begann der Verein  1910 am Südhang des Steinerbergs mit dem Bau einer Wanderhütte nach Plänen des Bonner Regierungsbaumeisters Karl Thoma. Im darauffolgenden Jahr, am 24. September 1911, wurde sie eingeweiht. Die damalige Schutzhütte durchlebte fortan eine wechselvolle Geschichte. Das Gebäude aus Schieferfels wurde während des Ersten Weltkriegs zerstört, dann aber wieder neu aufgebaut und am 15. Juni 1921 erneut eingeweiht. Die Hütte entwickelte sich zu einem viel besuchten Ausflugsziel. Es entstand ein richtiges Einkehrhaus mit einer Übernachtungskapazität von zwanzig Betten in vier Räumen.  Der Zweite Weltkrieg brachte eine Zäsur. In der Nachbarschaft entstand ein Übungsgelände für die Luftwaffe.1941 musste die Ortsgruppe das Steinerberghaus verkaufen. Den Aussichtspunkt nutzte die Luftwaffe als Funkstation. Erst 1948  kaufte der Bonner Eifelverein sein Eigentum zurück. In der Folge kam es aber immer häufiger zu Schwierigkeiten mit den jeweiligen Pächtern. Die finanzielle Belastung für den Unterhalt des Gebäudes stieg ständig und war schließlich nicht mehr tragbar. 1968 trennte sich der Vorstand von dem Haus.

Neuer Eigentümer wurde die Kölner Industriellenfamilie Schwarzhaupt, der es auch heute noch gehört.  Sie ließ einen sechzig Meter tiefen Brunnenschacht bohren, um die Wasserversorgung durch eine leistungsstarke Pumpe zu sichern. Ab diesem Zeitpunkt stand das Steinerberghaus wieder ganzjährig als Raststation für Wanderer zur Verfügung. Seit der grundlegenden Gebäudesanierung im Jahr 2001 durch Wolfgang Schwarzhaupt junior empfängt den Wanderer dort ein Landgasthof. Die Restauration „auf dem Dach des Ahrgebirges“ hat nach einem Pächterwechsel im Jahr 2008 die Restaurantfachfrau Hanne Lotz gemeinsam mit ihrem Mann Ralf übernommen. Es gibt sowohl zwei große gemütliche Gasträume, eine Panoramaterrasse und komfortable Übernachtungsmöglichkeiten für 22 Personen. Viele Wege führen auf den Gipfel. Manche wählen die kinderfreundliche Route vom Wanderparkplatz in Ramersbach aus, andere kommen aus dem Altenahrer Langfigtal über den Schrock, wieder andere radeln die Teerstraße von Kesseling aus hoch, oder sie nehmen auf der Höhe den Abzweig „Am Hasenkreuz“, wenn sie sich für Rech als Startpunkt entscheiden. Zur großen Jubiläumsfeier am 18. Juni werden sich auf dem Steinerberg alle 17 Ortsvereine der Eifelvereins-Bezirksgruppe Köln-Mittelrhein sowie die 16 Abteilungen der Bezirksgruppe Ahrweiler nach einer Sternwanderung einfinden. Beginn ist um 12.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst.

Weitere Infos gibt es im Internet auf der Seite www.steinerberg-haus.com oder auf www.eifelverein.de/bonn/

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