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    Sinzig-Franken

    Ruch kritisiert Sinzigs Stadtchef Kroeger und bewirbt sich als Gestalter

    Draußen hat es an diesem Montagabend noch immer 30 Grad. In der Alten Schule in Franken stellt der Sinziger Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch (unabhängig) sich und sein Programm vor. 13 Interessierte sind gekommen, aus Franken, Bad Bodendorf und der Kernstadt.

    Der Sinziger Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch hat sein Programm jetzt in Franken vorgestellt.
    Der Sinziger Bürgermeisterkandidat Manfred Ruch hat sein Programm jetzt in Franken vorgestellt.
    Foto: Jan Lindner

    Eine gute halbe Stunde erläutert Ruch seine Ideen und Vorstellungen von mehr Transparenz, besserer Kommunikation und Information, mehr Service, Miteinander, Wirtschaftsförderung, Tourismus, Ehrenamt. Er spricht frei, nur hin und wieder schaut er auf seine Merkzettel.

    Danach stellt er sich den Fragen seiner Zuhörer. Es entsteht eine muntere, einstündige Diskussion zu Bürgerbeteiligung, Nahversorgungszentrum und der Mehrheitsbeschaffung im Stadtrat. Diese Diskussion ist etwa 30 Minuten alt, da kommt ein Zuhörer auf den vermeintlich wunden Punkt des 58-jährigen Kandidaten zu sprechen. Er sagt: „Sie haben kaum Verwaltungserfahrung. Aber als Bürgermeister müssten Sie sich ständig mit rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Wie wollen Sie das schaffen?“

    Der gebürtige Sinziger antwortet, dass er zwar kein Verwaltungsfachwirt und dass er nicht mit dem Innenleben von Ausschusssitzungen und politischen Prozessen vertraut sei. Aber: dass er Verwaltung in gut 30 Jahren als (leitender) Redakteur bei der Rhein-Zeitung „von der anderen Seite gesehen und immer kritisch begleitet“ habe. Ruch: „Natürlich muss ich mir einiges Wissen aneignen und würde mir ein Weiterbildungsprogramm verpassen.“ Zudem will er das Fachwissen der Verwaltungsmitarbeiter und das „große Potenzial des Rathauses viel stärker und besser nutzen als derzeit“.

    Außerdem meint der Mit-Gründer des umtriebigen Bürgerforums: „In der derzeitigen Lage braucht die Stadt eher einen Gestalter als einen Verwalter.“ Wenn alle aktuellen und offenkundigen Probleme der Stadt die Konsequenz dessen seien, dass ein Verwaltungsfachmann an der Stadtspitze steht, „dann bin ich froh, dass ich es nicht bin“.

    Eine Frankenerin sagt: „Die anderen Kandidaten Martin Braun und Andreas Geron haben sich bei uns schon vorgestellt. Die Themen sind in etwa gleich. Alle wollen das Rathaus verändern. Warum soll ich Sie wählen?“ Ruch: „Weil es mir sehr wichtig ist, dass Dinge schneller passieren und entschieden werden, dass die Leute nicht so lange warten müssen.“ Die Frau entgegnet: „Dafür brauchen Sie aber Mehrheiten im Stadtrat. Und wir als kleinster Stadtteil merken seit Jahren, dass wir bei Investitionen ständig benachteiligt werden.“

    Es ist die Vorlage für zwei Begriffe, um die seine Vorstellung kreist: Vertrauen und Überzeugung. In seinem Beruf sei es ihm immer gelungen, eingefahrene Systeme aufzulösen und neu auszurichten. Ruch: „Meine Art, mit Menschen zu kommunizieren, bewirkt, dass sie mehr aus sich herausholen.“ Voraussetzung dafür sei: Vertrauen schaffen, informieren, überzeugen – ob im Rathaus, im Stadtrat oder in den Stadtteilen.

    In seinem Eingangsvortrag hatte der Journalist dargelegt, dass ihm ein Stadtentwicklungsplan vorschwebt, der auf fünf Jahre ausgelegt ist, eine konkrete Zeitschiene und konkrete Umsetzungsziele beinhaltet, etwa zu Jahnwiese, Neubauten, Ahrufer, Innenstadtbelebung. Er ist sich sicher: „Sinzig steht vor sehr entscheidenden Jahren, in denen sich entscheidet, ob wir von Remagen oder Bad Neuenahr abgehängt werden oder uns selbst auch entwickeln.“

    Er kritisiert: „Im Rathaus fehlt jemand, der anpackt. Wie beim Thema Bahnhof passiert sonst auch oft nichts oder nicht viel. Es herrscht kein gutes Klima, zudem wird die Verwaltung durch diverse Klagen aufgehalten.“

    Er meint: „Grade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass jemand in der Verwaltung für ein gutes Klima sorgt. Denn ich bin sicher, wir haben eine gute Verwaltung.“ Würde er gewählt, will Ruch das Rathaus stärker ausrichten auf Bürgernähe, -service und -beteiligung: „Die zentrale Frage muss immer sein: Wie können wir Ihnen als Bürger helfen?“

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

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