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Kinderschutzbund sucht Helfer im Kreis Ahrweiler

Am 2. Oktober startet der Kindershcutzbund Kreis Ahrweiler seinen zweiten Lehrgang für engagierte Menschen, die sich mindestens zwei Stunden und maximal sechs Stunden in der Woche für eine Familie in einer Notsituation Zeit nehmen können.

Am 2. Oktober startet der Kindershcutzbund Kreis Ahrweiler seinen zweiten Lehrgang für engagierte Menschen, die sich mindestens zwei Stunden und maximal sechs Stunden in der Woche für eine Familie in einer Notsituation Zeit nehmen können.

Eine alleinerziehende Mutter in einer Prüfungssituation, eine sprachlich unsichere Migrantenfamilie, die eine Begleitung beim Elternsprechtag oder bei Behördengängen benötigt, eine schwangere Frau, die ihren anderen Kindern nicht mehr gerecht werden kann wie sie möchte – die Aufgabengebiete des Familienpaten sind vielseitig. „Und der Bedarf ist riesig“, weiß Monika Hunger, die als Projektleiterin für das Schulungsprogramm „Familienpaten“ des Kinderschutzbundes wirbt. In einem 40-stündigen Kurs werden die Paten auf diese Aufgabe vorbereitet.
 Da, wo soziale Netzwerke wie Nachbarschaftshilfe versagen, kommt der Familienhelfer zum Einsatz. Er unterstützt bei der Kinderbetreuung, sucht nach eigenen Problemlösungen, hat ein offenes Ohr und ist ein ebenso verlässlicher wie verschwiegener Ansprechpartner. „Allerdings überfordern wir die ehrenamtlichen Helfer nicht. Wir schicken unsere Paten nicht in sogenannte Problemfamilien wo weitgreifendere soziale Hilfe benötigt wird“, betont Ulrike Kaiser, Vorsitzende des Kinderschutzbundes (KiBu).
Zudem ist der jeweilige Einsatz zeitlich begrenzt und das Aufgabenfeld per Vertrag klar definiert. Anders als bei einer Leihoma oder einem Leihopa, wo längerfristige Beziehungen aufgebaut werden, geht es hier um präventive Hilfe.
An Monika Hunger ist es, geeignete Paten für die jeweiligen Familien zu finden. „Nicht jeder kann unbedingt mit ganz kleinen Kindern umgehen und für manche ist der Umgang mit Behörden eher nicht ihr Ding – ich werde niemanden über seine Fähigkeiten hinaus fordern“, unterstreicht Monika Hunger. Die Absolventen des ersten Kurses – zwei Männer und fünf Frauen – geben bei ihrem Erfahrungsaustausch alle sechs Wochen durchweg positive Rückmeldungen. Die Paten erhalten an vier Samstagen und sechs Abenden Schulungen von Fachkräften in Sachen Erziehung, Säuglingspflege, Grenzen setzen, weiterführenden Hilfseinrichtungen, oder etwa Rechtsfragen. „Wichtig ist, dass der Familienpate selbst fest im Leben steht und über ein soziales Netzwerk verfügt“, ergänzt Ulrike Ring-Scheel, 2. Vorsitzende des Vereins.
Die nächsten Informationsabende sind am Dienstag, 21. September, im Familientreff Oberbreisig (direkt neben der Pfarrkirche St. Viktor) und am Donnerstag, 23. September, Ahrweiler, Oberhutstraße 44, jeweils um 19.30 Uhr. Tel. 02641/797 98

Bad Neuenahr-Ahrweiler
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