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    Bad Breisig

    Julian Schmitz-Avila hat sein Herz an "Bares für Rares" verloren

    Als Anfang 2016 das Telefon bei Julian Schmitz-Avila klingelte und sich ein Redakteur der Filmgesellschaft Warner Bros. meldete, reagierte er prompt und sagte: „Das wird aber auch Zeit. Was soll ich machen, James Bond?“ Der Mann am anderen Ende der Leitung meinte nur: „Wie sind Sie denn drauf?“

    Wenn er gerade mal nicht dreht, ist Julian Schmitz-Avila international auf der Suche nach besonders wertvollen Schätzen.
    Wenn er gerade mal nicht dreht, ist Julian Schmitz-Avila international auf der Suche nach besonders wertvollen Schätzen.
    Foto: Judith Schumache

    Gut ist er drauf, der junge Mann. Besonders seit er in die Händlergilde der TV-Show „Bares für Rares“ mit Horst Lichter aufgenommen wurde. Denn das war das Anliegen des Redakteurs.

    „Ich weiß bis heute nicht, wie die auf mich gekommen sind. Es soll eine Empfehlung gewesen sein“, so Schmitz-Avila. Seit dem Frühjahr 2016 steht er mit den bekannten Gesichtern des Teams wie dem Eifel-Waldi (Walter Lehnertz), Ludwig Hofmaier, Auktionator Wolfgang Pauritsch, Fabian Kahl, Ansgar Heickmann, Saskia Montag-Seewald und Elke Velten-Tönnes im Wechsel vor der Kamera. Und das für 100 bis 120 Folgen im Jahr von 7 bis 22 Uhr, von Montag bis Freitag.

    „Anfangs musste ich mich erst an die Kamera gewöhnen. Aber ich bin da, denke ich, gut reingewachsen“, meint der 30-Jährige. Das ist er in der Tat so gut, dass er nun auch mit sieben Kollegen an der erweiterten Händlertheke für die ersten beiden Abendsendungen stehen wird.

    „Bares für Rares“ geht in die siebte Staffel und ist die erfolgreichste Nachmittagssendung des ZDF. „Wir hatten letztens eine Einschaltquote von 25,1 Prozent. Hast du das schon gehört, Papa?“, fragt Julian seinen Vater, der in der Küche seiner Bad Breisiger Villa zugange ist. Der bekannte Kunst- und Antiquitätenhändler Thomas Schmitz-Avila hat mit seiner Begeisterung und Leidenschaft für antike, hochwertige Möbel und Kunst seinen Sohn angesteckt, als dieser noch ein Kind war. Mit seinen Eltern stellte er als Steppke auf Kunst- und Antiquitätenmessen aus und eignete sich über viele Jahre umfangreiches Wissen an.

    „Eigentlich wollte ich mich bei der Bundeswehr verpflichten – das wäre meiner strukturierten Arbeitsweise entgegengekommen“, so Schmitz-Avila. Doch durch damalige gesundheitliche Probleme erfüllte sich dieser Wunsch nicht. Zum Glück für die Zuschauer der Trödelshow, deren Fankreis immer größer wird.

    Nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann im väterlichen Betrieb übernahm Julian dessen Kunsthandel in Thomas Schmitz-Avilas Dependance in Bamberg. „Den werde ich jedoch wohl im Herbst nach Bad Breisig verlegen. Ich möchte zudem das Haus meiner Großmutter hier kaufen“, sagt der frischgebackene TV-Star. Eine Sicherheit, wie lange er diese Tätigkeit noch ausüben wird, gibt es nicht. „Aber wir verstehen uns im Team prächtig und haben viel Spaß, Horst Lichter ist privat noch viel netter als im Fernsehen“, weiß Schmitz-Avila.

    Die Show funktioniert so: Streng getrennt werden die Händler von den Sachverständigen, die ihre Expertisen zu den vielen Schätzchen abgeben, die ihnen Privatleute mitbringen. Dann erst erhalten diese eine Händlerkarte, die ihnen Zutritt zum Kreis der Fachleute ermöglicht. Dann geht das große Schachern los. Ist der Kunde geschickt, verleitet er die Händler zu gegenseitigem Hochbieten und stellt so sicher, dass seine Preisvorstellung erreicht wird. Ist das nicht der Fall, kann er sich auch gegen den Verkauf entscheiden. „Manchmal können wir einen Gegenstand aber auch einfach nicht einschätzen, man kann schließlich nicht alles kennen. Dann kommt Horst dazu und erklärt uns, was wir da überhaupt haben“, sagt Julian Schmitz-Avila.

    Sollte es einmal mit seiner Karriere bei „Bares für Rares“ zu Ende sein, hat der 30-Jährige keine Zukunftssorgen. „Dann mache ich neben dem Antiquitätenhandel vielleicht noch eine Schreinerlehre, das könnte mir gut gefallen“, sagt er. Denn schon während seiner Ausbildung hat er Praktika bei renommierten Möbelrestauratoren gemacht. „Dieses Metier übt eine unglaubliche Faszination auf mich aus“, sagt er und präsentiert ein hübsches Schachbrett aus Rosenholz und Ahorn, dass er für seinen Vater angefertigt hat.

    Doch im Augenblick sieht es so aus, dass in der TV-Show „Bares für Rares“ seine Zukunft liegt. In Bad Breisig fühlt sich Schmitz-Avila zu Hause, ist Mitglied im Angelverein und begeistert sich für Fußball. Dreht er gerade nicht, ist der Händler international auf der Suche nach besonders wertvollen Schätzen. Die werden ihm auch aufgrund seiner Fernsehtätigkeit angeboten. „Zuletzt rief mich eine Frau an, die mich sympathisch fand, und meinte doch tatsächlich, sie habe da noch ein paar Briefe von Napoleon …“, erzählt er hocherfreut. Schmitz-Avilas rundum zufriedenes Fazit zur aktuellen Lebenssituation: „So wie es ist, kann es gern bleiben.“

    Von unserer Mitarbeiterin Judith Schumacher

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