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Hümmel: Wie der Wald die Gemeindekasse bereichert

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Als Erfolgsteam haben sie in Hümmel gut lachen: Försterin Lidwina Hamacher, Förster Peter Wohlleben (Mitte) und Ortsbürgermeister Franz-Peter Schmitz. 
Foto: Gabi Geller
Als Erfolgsteam haben sie in Hümmel gut lachen: Försterin Lidwina Hamacher, Förster Peter Wohlleben (Mitte) und Ortsbürgermeister Franz-Peter Schmitz.
Foto: Gabi Geller

Die Gemeinde Hümmel besteht aus sieben Dörfern und hat sehr ausgedehnte Waldgebiete. Bereits vor vor vielen Jahren hat sie mit Förster Peter Wohlleben ein Ruheforst (damals noch Friedwald) eingerichtet und so neue Wege in der Bewirtschaftung eingeschlagen. Der Nachfolger des damaligen Ortsbürgermeisters Rudolf Vitten ist Franz-Peter Schmitz.

2006 ist die Gemeinde Hümmel aus dem rheinland-pfälzischen Forstamt ausgetreten und hat den bewährten Förster Wohlleben als Gemeindeangestellten engagiert. Der gab dafür seine Beamtenstelle bei Landesforsten auf. Das war eine mutige Entscheidung für beide Seiten – denn: "Kommunale Waldbewirtschaftung bedeutet: Wir machen alles selber," sagt Wohlleben. Wenige Monate nach dem Austritt aus dem landesweiten Forstverband brachte der Sturm Kyrill die erste, harte Bewährungsprobe. "Im Hümmeler Waldgebiet sind über Nacht 10 000 Festmeter Holz gefallen. In vier Tagen war alles verkauft und in vier Monaten abgefahren," erinnert sich der Förster. Damit hatte sich das System mit den kurzen Entscheidungswegen und niedrigen Hierarchien bewährt.

Die kommunale Waldbewirtschaftung nach Hümmeler Modell mit den Gemeinden Wershofen und Ohlenhard erstreckt sich über 1200 Hektar. Inzwischen leistet man sich mit der jungen Försterin Lidwina Hamacher eine zweite Fachkraft.

Der Forsthaushalt Hümmel besteht aus drei Bereichen, und jeder wirft Gewinn ab: Der Ruheforst wächst stetig, der Holzverkauf bringt Erträge ein, und die touristische Nutzung des Hümmeler Waldgebietes, das seit 15 Jahren als naturbelassener Urwald gedeiht, bringt ebenfalls Geld in die Gemeindekasse. So wird der Wald auch für Survivaltraining genutzt, und Manager testen hier ihre Belastbarkeit und Teamfähigkeit.

Förster Wohlleben und seine neue Kollegin Hamacher loben die motivierende Zusammenarbeit mit den Gemeindevertretern. Der Ortsbürgermeister sei zwar sein Chef, aber bei Entscheidungen zur Waldbewirtschaftung regiere die Vernunft, sagt Wohlleben: "Das ist ein motivierender Unterschied zur Arbeit in einer Behörde, wo ich auf viele Befindlichkeiten Rücksicht nehmen müsste."

Von unserer Mitarbeiterin Gabi Geller

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