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    Familie Akdas steht kurz vor dem Kauf des Sinziger Bahnhofs

    Die Sinziger Familie Akdas steht kurz vor dem Kauf des Sinziger Bahnhofs. Das bestätigte Mutlu Akdas auf RZ-Anfrage. Derzeit ist das Gebäude noch in Besitz der Immobilienbewertungsfirma Sprengnetter.

    Für unter 200 000 Euro soll Sinzigs Bahnhof einen neuen Besitzer finden. Die Familie Akdas steht kurz vor dem Kauf.
    Für unter 200 000 Euro soll Sinzigs Bahnhof einen neuen Besitzer finden. Die Familie Akdas steht kurz vor dem Kauf.
    Foto: Jan Lindner

    Von unserem Redakteur Jan Lindner

    Da das Unternehmen demnächst komplett nach Bad Neuenahr umzieht, benötigt es den Bahnhof nicht mehr. Eigentlich sollten dort Büroräume eingerichtet werden.

    Nach RZ-Informationen liegt der Kaufpreis, den die Familie Akdas an Sprengnetter zahlen wird, bei unter 200 000 Euro. Erste Gespräche in Sachen Kauf hat die Familie laut Mutlu Akdas mit der Firma Sprengnetter im Herbst geführt. Jetzt sei sich seine Familie zwar grundsätzlich einig mit dem Sinziger Familienunternehmen. Allerdings fehlten noch die Überweisung des Betrags, notarielle Angelegenheiten, die Verzichtserklärung der Stadt auf ihr Vorkaufsrecht sowie die abschließende Eigentumsumschreibung. Zudem stehen noch Gespräche mit der Bahn aus wegen der Starkstromanlage im Gebäude.

    Dies soll in den nächsten Tagen geregelt werden, sodass die Sanierungsarbeiten im Bahnhofsgebäude zeitnah beginnen können. Auch wenn der Kauf noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist, sind die Überlegungen zum Umbau des Bahnhofs schon weit vorangeschritten. So soll die eigentliche Struktur des Gebäudes erhalten bleiben. Im Obergeschoss sollen die beiden Wohnungen kernsaniert, renoviert und dann vermietet werden. Die Sanitäranlagen will Mutlu Akdas komplett erneuern lassen. Die Gastronomieeinheit mit Küche, Theke und Speisesaal im Erdgeschoss soll teils abgerissen, dann renoviert und verpachtet werden.

    Bahnhof soll barrierefrei werden

    Die Kernsanierung in diesem und anderen Bereichen ist allerdings erst in zwei Jahren geplant. Dann, wenn die barrierefreie Untertunnelung des Bahnhofsgebäudes samt Aufzug abgeschlossen sein soll. Derzeit laufen noch die Abstimmungen zwischen der Stadt Sinzig und dem Bundesamt der Bahn wegen der entsprechenden Baugenehmigung.

    Derzeit gibt es bekanntlich eine Unterführung auf der Rückseite des Bahnhofsgebäudes zu Gleis zwei respektive eine Verbindung zum Einkaufsmarkt. Durch die Untertunnelung des Gebäudes wird sich auch das Erdgeschoss baulich verändern. So rechnet Akdas damit, dass der Boden komplett neu gemacht werden muss. Wie es mit der Bahnhofshalle und dem Kiosk weitergeht, ist dagegen noch offen. Mutlu Akdas kann sich vorstellen, den Kioskbereich zu erweitern, sodass er die Größe des Kiosks im Remagener Bahnhofsgebäude bekommt. In der Bahnhofshalle könnten Sitz- und Stehtische aufgestellt werden. Der Komplettdurchgang würde wegfallen, allerdings würde es noch einen Durchgang zu Gleis eins geben. Wie teuer die Sanierungsarbeiten werden, kann Akdas indes noch nicht abschätzen.

    Was ihn stört, ist, dass der Kaufvertrag vorsieht, dass die Überdachung von Gleis eins am Bahnhofsgebäude abmontiert werden muss. Dadurch würden wartende Bahngäste ihren Regenschutz verlieren. Zudem wären die Wohnungen im ersten Stock schlechter vor Lärm geschützt.

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