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    Kreis Ahrweiler

    Energiewende: Ahrkreis hat noch einen langen Weg vor sich

    Jahr vier der Energiewende im Kreis Ahrweiler: Wie weit ist man gekommen auf dem Weg zur 100-Prozent-erneuerbare-Energien-Region? Im Juni 2011 hatte der Kreistag beschlossen, die im Ahrkreis benötigte Energie langfristig vollständig aus regenerativen Energien zu gewinnen.

    Dabei soll als erstes Ziel der Strombedarf bis zum Jahr 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Der dritte Statusbericht stand jetzt im Kreis- und Umweltausschuss zur Diskussion.

    Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, so zeigt die Statistik, ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Die anteiligen Zuwächse seit dem Jahr 2007 sind im Landesvergleich im Kreis Ahrweiler am höchsten. Dennoch deckt der Ahrkreis (Stand 2013) erst 9,9 Prozent seines Gesamtverbrauchs (566 697 Megawattstunden, Stand 2010) aus regenerativen Energien. Die größten Zuwächse verzeichnet der Solarstrom. Hier ist seit 2007 eine Verachtfachung der erzeugten Menge zu verzeichnen. Ähnlich hoch sind die Zuwächse beim Wind. Knapp verfünffacht hat sich die Stromerzeugung aus Biomasse. Vergleichsweise geringe Zuwächse verzeichneten Wasser und Deponiegas. "Viele Maßnahmen von Privaten, Kommunen und dem Kreis beginnen zu greifen", sagte Landrat Jürgen Pföhler. Allerdings habe der Kreis auch noch eine lange Wegstrecke vor sich. "Vor allem können wir nicht die großen Rahmenbedingungen der EU, des Bundes und des Landes beeinflussen", betonte Pföhler. Dennoch könne der Kreis wichtige Beiträge leisten. So gebe es beispielsweise eine Reihe von technischen Baumaßnahmen an den kreiseigenen Gebäuden, insbesondere den Schulen, etwa neue, ökologisch arbeitende Heizungsanlagen, energetische Sanierungen von Fenstern und Außenwänden oder stromsparende Beleuchtungen von Sporthallen. Beispiele:

    Das Solarstromprojekt hat 2005 die Dächer von zehn kreiseigenen Schulen und des Kreishauses mit Fotovoltaikanlagen ausgestattet. Die Anlagen produzieren jährlich rund 600 000 Kilowattstunden (kWh) Strom aus Sonne. Damit lassen sich 170 Privathaushalte mit Strom versorgen.

    Seit dem Start hat das Solarstromprojekt 5,1 Millionen kWh Strom produziert und damit 2,8 Millionen Euro Einspeisevergütung erwirtschaftet. In der gleichen Zeit haben die Kreisschulen und das Kreisverwaltungsgebäude 13,9 Millionen kWh verbraucht. Bilanziell hat die Kreisverwaltung damit rund ein Drittel ihres Strombedarfs selbst regenerativ erzeugt.

    Inzwischen werden alle kreiseigenen Liegenschaften mit Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft versorgt. Damit haben sich die CO2-Emissionen um 1000 Tonnen pro Jahr verringert (minus 37 Prozent).

    Im gesamten Kreis Ahrweiler ist die jährliche Stromproduktion aus regenerativen Quellen von rund 8000 Megawattstunden in 2007 auf 56 500 Megawattstunden in 2013 gestiegen.

    Fazit des Landrates: "Wo wir Akteure sind, läuft es rund."

    Für ein Aussetzen der Energiewende im Kreis plädierte Johannes Hüdepohl (AfD). Grund: Die AfD lehnt das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) ab. Durch die EEG-Umlage seien 2013 knapp 9 Millionen Euro aus dem Kreis abgeflossen – "Kaufkraft, die den Menschen verloren geht".

    Von unserem Redakteur Frieder Bluhm

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